Mineral-Make-up, 70er-Jahre-Look, Abend-Make-up, Tages-Make-up: Die Auswahl an Stilen und Produkten ist riesig, und die Frage liegt nahe, welcher Make-up-Typ man eigentlich ist. Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, denn es gibt nicht den einen Make-up-Typ. Der Begriff bündelt mehrere Eigenschaften, die zusammen bestimmen, welche Farben, Texturen und Techniken zu Ihnen passen. Dazu gehören Ihr Hautton, Ihr Hauttyp, Ihre Gesichtsform, die Anlässe, für die Sie sich schminken, und die Zeit, die Sie täglich für Pflege und Make-up aufwenden möchten.

Die gute Nachricht vorweg: Erlaubt ist, was gefällt. Make-up ist kein Regelwerk, sondern ein Werkzeug, das Sie nach Ihren Vorlieben einsetzen. Trotzdem lohnt sich eine Typberatung, auch eine kleine Selbstberatung mit Spiegel und Tageslicht. Sie verhindert Fehlkäufe, spart Zeit am Morgen und sorgt dafür, dass das Make-up zu Ihnen passt und nicht umgekehrt. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihren Make-up-Typ in wenigen Schritten selbst bestimmen, welche Systeme es gibt, worauf Sie bei Tages- und Abend-Make-up achten sollten und welche Fehler sich vermeiden lassen.

Was bedeutet „Make-up-Typ“ überhaupt?

Der Begriff „Make-up-Typ“ wird nicht einheitlich verwendet. In der Make-up-Beratung und in der Ausbildung zur Make-up-Artistin lernt man, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, den eigenen Typ zu bestimmen. Manche Kosmetikinstitute arbeiten mit vier Jahreszeiten-Typen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Andere ordnen nach Augen- oder Haarfarbe. Wieder andere Typisierungen gehen nach Kleidungsstil, Hautfarbe oder Lippen- und Gesichtsform. Eine professionelle Make-up-Typberatung berücksichtigt zusätzlich den Hauttyp, denn trockene Haut verlangt anderes Make-up als fettige Haut oder Mischhaut.

Keines dieser Systeme reicht für sich allein aus. Die meisten Einteilungen, die in Zeitschriften, im Internet oder in der lokalen Parfümerie angeboten werden, kommen mit drei bis fünf Typen aus. Menschen sind aber Individuen. Es gibt unendlich viele Kombinationen aus Augen-, Lippen- und Gesichtsformen und -farben. Eine sinnvolle Beratung nimmt deshalb mehrere Merkmale zusammen: die Hautbeschaffenheit, die Haut-, Augen-, Lippen- und Haarfarbe sowie die Gesichtsform. Genau das können Sie auch selbst tun, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Ein Punkt wird bei der Typbestimmung oft vergessen: der Zeitfaktor. Wie viel Zeit möchten Sie täglich tatsächlich für Pflege und Make-up aufwenden? Wer morgens zehn Minuten hat, braucht eine andere Routine als jemand, der sich gerne eine halbe Stunde Zeit nimmt. Der Zeitfaktor gehört zum Make-up-Typ dazu, denn die beste Routine ist die, die Sie im Alltag auch durchhalten.

Warum sich die Mühe lohnt, zeigt ein Blick auf die Make-up-Trends. Sie wechseln ständig, und irgendwann stellt sich die Frage, ob man der aktuellen Mode folgen oder lieber sich selbst treu bleiben sollte. Eine Typbestimmung beantwortet diese Frage, denn nicht jeder Trend passt zu jedem. Wer seinen Typ kennt, kann Trends aufgreifen, ohne die eigene Wirkung zu verlieren.

Der erste Schritt: Hautton und Unterton bestimmen

Bevor Sie Farben auswählen, bestimmen Sie Ihren Hautton. Das ist der erste Schritt zur passenden Foundation. Foundations sind auf verschiedene Hauttöne abgestimmt, und wer den eigenen Ton kennt, findet schneller die richtige Nuance und vermeidet den sichtbaren Rand am Kiefer.

Der Hautton ist die sichtbare Farbe der Haut, etwa hell, mittel, golden oder dunkel. Der Unterton ist die Schattierung, die durch die oberste Hautschicht scheint. Man unterscheidet warme, kühle und neutrale Untertöne. Ein warmer Unterton hat einen goldenen oder gelblichen Schimmer, ein kühler einen rosigen oder bläulichen, ein neutraler mischt beides.

Drei einfache Orientierungshilfen helfen bei der Bestimmung:

  • Venentest: Bei warmem Unterton wirken die Venen am Handgelenk grünlich, bei kühlem bläulich. Lässt sich das nicht eindeutig sagen, spricht das für einen neutralen Unterton.
  • Schmucktest: Goldschmuck schmeichelt warmen Untertönen, Silberschmuck kühlen. Wer beides tragen kann, hat oft einen neutralen Unterton.
  • Weißtest: Halten Sie ein weißes Blatt Papier neben Ihr ungeschminktes Gesicht. Wirkt die Haut gelblich, ist der Unterton warm; wirkt sie rosig, ist er kühl.

Diese Tests sind Anhaltspunkte, keine Messverfahren. Führen Sie sie bei Tageslicht und ungeschminkter Haut durch, denn künstliches Licht verfälscht den Eindruck. Wenn Sie eine Foundation testen, prüfen Sie die Nuance am Kiefer oder am Hals, nicht am Handrücken. Die Hand ist oft dunkler oder rötlicher als das Gesicht, und der Rand am Kiefer fällt sonst erst auf, wenn es zu spät ist.

Der Unterton beeinflusst nicht nur die Foundation, sondern auch die Farbwahl bei Lidschatten, Lippenstift und Rouge. Wer einen warmen Unterton hat, kommt mit warmen Farben besser zurecht. Wer einen kühlen Unterton hat, wirkt mit kühlen Farben frischer. Neutrale Untertöne haben die größte Freiheit und können aus beiden Richtungen wählen.

Die Jahreszeiten-Typen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Viele Kosmetikinstitute arbeiten mit vier Farbtypen, die nach den Jahreszeiten benannt sind. Die Einteilung hilft, passende Farben für Lidschatten, Lippenstift, Rouge und Foundation zu finden. Sie ist ein Modell, keine Zwangsjacke, aber ein guter Ausgangspunkt, um die eigene Farbrichtung zu finden.

Der Frühlingstyp hat einen warmen, goldenen Unterton. Oft sind die Haut hell, die Haare blond oder warmbraun und die Augen hell. Zu diesem Typ passen frische, warme Farben wie Pfirsich, Apricot, warmes Braun, Gold und Koralle. Der Sommertyp hat einen kühlen, rosigen Unterton, häufig aschblonde oder aschbraune Haare und graue oder blaue Augen. Ihm stehen kühle, gedeckte Farben wie Rosé, Mauve, kühles Grau, Beere und kühles Pink. Der Herbsttyp hat einen warmen, goldenen Unterton, oft goldbraune oder rote Haare und braune oder grüne Augen. Zu ihm passen erdige, warme Farben wie Bronze, Kupfer, Oliv, warmes Rot und Braun. Der Wintertyp hat einen kühlen, bläulichen Unterton, oft dunkle Haare und dunkle oder eisblaue Augen. Ihm stehen kräftige, kühle Farben wie kühles Rot, Beere, Schwarz, kühles Pink und Silber.

Wer zwischen zwei Typen liegt, kann sich aus beiden bedienen. Die beste Kontrolle ist der Blick in den Spiegel bei Tageslicht: Wirkt das Gesicht frisch und ausgeglichen, ist die Farbwahl richtig. Wirkt es blass oder fahl, ist die Farbe vermutlich nicht ideal. Auch die Lieblingsfarben im Kleiderschrank geben einen Hinweis: Die Farben, in denen Sie sich wohlfühlen, gehören meist zu Ihrem Typ.

Der Hauttyp bestimmt die Textur

Der Farbtyp bestimmt die Farben, der Hauttyp bestimmt die Textur. Das wird oft unterschätzt. Trockene Haut braucht cremige, feuchtigkeitsspendende Formulierungen. Matte, pudrige Texturen setzen sich in trockenen Stellen ab und betonen Schüppchen. Ölige Haut braucht leichte, mattierende Texturen, die nicht nachfetten und die Poren nicht zusätzlich verstopfen. Mischhaut, also eine ölige T-Zone und trockene Wangen, braucht einen Mittelweg: leichte Texturen, die trotzdem genug Feuchtigkeit spenden. Empfindliche Haut reagiert schnell auf viele Inhaltsstoffe und braucht möglichst schlichte Formulierungen. Normale Haut verträgt am meisten Flexibilität.

Der Hauttyp ist nicht in Stein gemeißelt. Er ändert sich mit den Jahreszeiten, mit dem Alter, mit Hormonen und mit der Pflege. Im Winter wird Haut oft trockener, im Sommer öliger. Wer seinen Hauttyp regelmäßig überprüft, kann seine Produkte anpassen. Auch die Tagespflege muss zum Hauttyp passen, denn Make-up hält nur so gut wie die Haut darunter. Auf gut gepflegter Haut liegt es gleichmäßiger und hält länger.

Ein Beispiel: Wer trockene Haut hat und zu einer matten, pudrigen Foundation greift, sieht schnell fahl aus und bekommt unschöne Stellen. Wer stattdessen eine cremige, leicht glänzende Formulierung wählt, wirkt frischer. Bei öliger Haut ist es umgekehrt: Eine reichhaltige Creme-Foundation rutscht und glänzt nach wenigen Stunden, während eine leichte, mattierende Textur hält.

Die Gesichtsform: Vorzüge betonen, Proportionen ausgleichen

Die Gesichtsform ist ein weiterer Baustein der Typbestimmung. Man unterscheidet grob ovale, runde, eckige und herzförmige Gesichter. Make-up kann Proportionen ausgleichen und Vorzüge betonen. Ein ovales Gesicht gilt als ausgewogen und braucht wenig Korrektur. Ein rundes Gesicht wirkt durch dunklere Kontur an den Seiten und helleren Highlighter in der Gesichtsmitte länger. Ein eckiges Gesicht wirkt weicher, wenn das Rouge schräg auf den Wangen aufgetragen wird. Bei einem herzförmigen Gesicht lenkt Rouge auf den Wangen den Blick von der breiten Stirn ab.

Das Ziel ist nicht, das Gesicht zu verändern, sondern die eigenen Vorzüge hervorzuheben. Wer weiß, welche Partie er betonen möchte, trifft bessere Entscheidungen. Dabei gilt eine Grundregel, die für alle Typen stimmt: Entweder die Augen oder die Lippen betonen. Wer beides stark schminkt, wirkt schnell überladen. Wer beides dezent hält, kommt fast immer gut zurecht.

Auch die Lippenform spielt eine Rolle. Schmale Lippen wirken mit hellen, glänzenden Farben voller, kräftige Lippen vertragen dunkle, matte Farben gut. Wer unsicher ist, beginnt mit einem getönten Lippenbalsam oder einem dezenten Gloss und arbeitet sich langsam zu kräftigeren Farben vor.

Tages-Make-up: dezent und in gedeckten Tönen

Das Tages-Make-up sollte nicht zu grell ausfallen. Gedeckte Farbtöne, also gedämpfte Nuancen wie Beige, Rosé, warmes Braun oder zartes Mauve, wirken am Tag am besten. Sie lassen das Gesicht frisch wirken, ohne aufdringlich zu sein. Wer es knallig mag, darf entweder die Augen oder die Lippen betonen. Das Gesamtbild sollte trotzdem eher elegant als schrill ausfallen.

Konkrete Beispiele: Fürs Büro reichen ein getönter Concealer, Mascara, ein Hauch Rouge und ein Lippenstift in einer gedeckten Nuance. Für einen Brunch am Wochenende darf es etwas mehr sein, etwa ein brauner Lidschatten und ein pfirsichfarbener Lippenstift. Für einen Stadtbummel im Sommer passt ein getönter Sonnenschutz mit leichtem Glanz statt einer schweren Foundation. Entscheidend ist, dass das Make-up zur Tageszeit und zur Situation passt.

Gute Make-up-Anleitungen geben an, für welchen Hauttyp sie geeignet sind und ob es sich um Make-up für die Diskothek, für seriöse Anlässe oder für jeden Tag handelt. Achten Sie beim Lesen von Anleitungen und Produktbeschreibungen darauf. Wenn diese Angaben fehlen, ist Vorsicht geboten, denn das Produkt oder die Technik könnte für Ihren Typ nicht geeignet sein. Eine Anleitung für ein aufwendiges Abend-Make-up ist am Morgen genauso fehl am Platz wie ein minimalistischer Tageslook auf der Bühne.

Abend-Make-up: je dunkler der Ort, desto mehr Farbe

Abends kommt es auf den Anlass an. In der Dämmerung, in der Dunkelheit und bei künstlichem Licht wirken Farben anders als am Tag. Kräftige Farben verlieren an Intensität, feine Nuancen verschwinden. Deshalb darf abends mehr aufgetragen werden als am Tag. Generell gilt: Je dunkler der Aufenthaltsort ist, desto mehr Farbe darf es sein.

Der Anlass muss trotzdem stimmen. Mit Freunden auf dem Zeltplatz fällt das Make-up anders aus als bei einem Opernbesuch. Im Club darf es glamourös sein, mit Glitzer und kräftigen Farben. Beim festlichen Dinner ist Eleganz gefragt, etwa ein rauchiges Auge oder ein kräftiger Lippenstift, aber nicht beides gleichzeitig. Beim Konzert kommt es auf den Stil an. Wer unsicher ist, wählt einen mittleren Weg: mehr Intensität als am Tag, aber nicht die volle Bühnen-Last.

Auch die Lichtfarbe spielt eine Rolle. Warmes, gelbliches Licht schluckt kühle Farben, kühles, bläuliches Licht lässt warme Farben flau wirken. Wer abends unter künstlichem Licht unterwegs ist, darf ruhig kräftiger auftragen und sollte die Farben vorher bei ähnlichem Licht prüfen. Was im Badezimmerlicht stark wirkt, kann im Restaurant gedämpft und im Club genau richtig sein.

Trends aufgreifen, nicht kopieren

Make-up-Trends wechseln ständig. Mal sind es knallige Lidschatten, mal natürliche Glow-Looks, mal bestimmte Lippenfarben. Die Frage, ob man der aktuellen Mode folgen oder sich selbst treu bleiben soll, beantwortet der eigene Typ. Nicht jeder Trend passt zu jedem. Ein Trend lässt sich fast immer an den eigenen Typ anpassen: Die Farbfamilie bleibt, die Intensität wird angepasst. Wer zum Beispiel einen kühlen Sommertyp hat, kann einen warmen Trendton in der kühlen Variante aufgreifen. Wer wenig Zeit hat, übernimmt vom Trend nur ein Element, etwa den Lippenstift, und lässt den Rest der Routine unverändert.

So bleibt das Make-up aktuell, ohne die eigene Wirkung zu verlieren. Und wer einen Trend wirklich nicht mag, darf ihn schlicht weglassen. Make-up ist kein Pflichtprogramm, sondern ein Ausdrucksmittel. Die sicherste Basis ist ein Tages-Make-up, das zu Ihnen passt. Von dort aus können Sie experimentieren, ohne sich zu verlieren.

Typische Fehler bei der Make-up-Typ-Bestimmung

Bei der Suche nach dem eigenen Make-up-Typ passieren immer wieder dieselben Fehler. Die gute Nachricht: Sie lassen sich vermeiden.

  1. Nur auf ein Merkmal schauen. Wer sich nur an der Haarfarbe oder nur an der Augenfarbe orientiert, übersieht den Unterton und den Hauttyp. Die Kombination mehrerer Merkmale ist entscheidend.
  2. Trends blind übernehmen. Nicht jeder Trend passt zu jedem Typ. Wer einen Trend übernehmen möchte, sollte ihn an die eigenen Farben und Texturen anpassen.
  3. Foundation am Handrücken testen. Die Hand ist oft dunkler oder rötlicher als das Gesicht. Die richtige Stelle ist der Kiefer oder der Hals.
  4. Den Hauttyp ignorieren. Trockene Haut mit mattem Puder zu behandeln oder ölige Haut mit reichhaltiger Creme zu beschweren, führt zu einem unschönen Ergebnis. Die Textur muss zum Hauttyp passen.
  5. Augen und Lippen gleichzeitig stark betonen. Besser eine Partie hervorheben und die andere dezent halten.
  6. Den Anlass ignorieren. Das Tages-Make-up fürs Büro ist für die Disco zu wenig, das Abend-Make-up am Tag zu viel. Die Gelegenheit bestimmt die Intensität.
  7. Das Zeitbudget ignorieren. Wer morgens zehn Minuten hat, sollte keine Routine planen, die 30 Minuten braucht. Ein einfaches, gut sitzendes Make-up ist besser als ein aufwendiges, das gestresst aufgetragen wird.
  8. Die Reinigung überspringen. Make-up auf ungereinigter Haut hält schlechter und belastet die Haut. Das Abschminken am Abend ist nicht verhandelbar.

Pflege als Basis: gesunde Haut unter dem Make-up

Ganz egal, welcher Typ Sie sind: Eine gute, möglichst natürliche Basispflege und eine gründliche Reinigung sind die Grundlage für jedes Make-up. Nur so können Sie Ihre Haut gesund und frisch erhalten. Make-up ersetzt keine Pflege, es liegt auf der Haut auf. Wer abends nicht abschminkt, verstopft die Poren und begünstigt Unreinheiten. Wer morgens keine Feuchtigkeitspflege aufträgt, bekommt ein fahles oder spannendes Hautgefühl, und das Make-up liegt ungleichmäßig.

Die Pflege richtet sich nach dem Hauttyp. Trockene Haut braucht reichhaltigere Cremes, ölige Haut leichte Geltexturen, empfindliche Haut möglichst wenige Inhaltsstoffe. Die Reinigung sollte sanft sein, am besten mit lauwarmem Wasser und einem Reinigungsprodukt, das zur Haut passt. Nach dem Abschminken gehört eine Pflege auf die Haut, damit sie sich über Nacht erholen kann. Auch wer viel Make-up trägt, kann so die Haut gesund halten.

Ein einfacher Rhythmus hilft: Morgens reinigen oder nur mit Wasser spülen, dann Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz, dann Make-up. Abends Make-up gründlich entfernen, die Haut reinigen und eine Pflege auftragen. Wer diesen Rhythmus einhält, schafft die beste Basis für jedes Make-up, egal welcher Typ.

Entscheidungshilfe: Ihr persönliches Make-up-Profil

Stellen Sie sich diese sechs Fragen, um Ihr persönliches Profil zu erstellen:

  1. Welchen Unterton hat meine Haut? Warm, kühl oder neutral?
  2. Welcher Hauttyp bin ich? Trocken, ölig, Mischhaut, empfindlich oder normal?
  3. Welche Gesichtsform habe ich? Oval, rund, eckig oder herzförmig?
  4. Für welche Anlässe schminke ich mich? Beruf, Alltag, Abend, besondere Events?
  5. Wie viel Zeit möchte ich täglich investieren? Fünf, zehn oder zwanzig Minuten?
  6. Welche Partie möchte ich betonen? Augen, Lippen oder beides dezent?

Aus den Antworten ergibt sich ein klares Profil. Ein warmer Unterton und trockene Haut führen zu cremigen Foundations in warmen Nuancen. Ein kühler Unterton und ölige Haut führen zu mattierenden Texturen in kühlen Nuancen. Die Anlässe bestimmen, ob Sie eher ein dezentes Tages-Make-up oder ein kräftigeres Abend-Make-up brauchen. Das Zeitbudget entscheidet, wie aufwendig die Routine sein darf. Und die Antwort auf die letzte Frage verhindert, dass Sie Augen und Lippen gleichzeitig überladen.

Dieses Profil ist keine einmalige Angelegenheit. Haut, Vorlieben und Anlässe ändern sich. Wer sein Profil ab und zu überprüft, bleibt auf der sicheren Seite und kann neue Produkte gezielt auswählen, statt nach Versuch und Irrtum zu kaufen.

Zusammenfassung

  • Es gibt nicht den einen Make-up-Typ. Die Bestimmung kombiniert Hautton, Hauttyp, Gesichtsform, Anlass und Zeitbudget.
  • Der Hautton ist der erste Schritt zur passenden Foundation. Warme, kühle und neutrale Untertöne brauchen unterschiedliche Nuancen.
  • Die Jahreszeiten-Typen helfen bei der Farbwahl, sind aber nur ein Modell unter mehreren.
  • Der Hauttyp bestimmt die Textur: trockene Haut braucht cremige Formulierungen, ölige Haut leichte, mattierende.
  • Am Tag gilt: dezent und in gedeckten Tönen. Abends darf mehr Farbe aufgetragen werden, je dunkler der Ort, desto mehr.
  • Entweder die Augen oder die Lippen betonen, nicht beides gleichzeitig.
  • Trends lassen sich an den eigenen Typ anpassen, statt blind kopiert zu werden.
  • Gute Reinigung und Basispflege sind für jeden Typ die wichtigste Grundlage für gesunde Haut.