Stars aus Hollywood und Deutschland gelten für viele Menschen als Vorbilder, auch in Beauty-Fragen. Ihre Ausstrahlung auf dem roten Teppich, in Filmen und auf Social-Media-Fotos prägt, was wir als schön und gelungen empfinden. Das Make-up trägt zu diesem Bild erheblich bei: Es unterstützt die Ausstrahlung eines Stars und gehört zu seiner öffentlichen Wirkung dazu. Dass Stars ohne Make-up mitunter nicht auf den ersten Blick erkannt werden, zeigt, wie stark die richtige Kosmetik das Erscheinungsbild verändert.

Die Frage, welches Make-up Stars benutzen, hat keine einzelne Antwort. Sie setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Manche Berühmtheiten schwören auf einzelne Produkte, die sie seit Jahren verwenden. Andere verlassen sich auf professionelle Stylisten, die mit bestimmten Foundations und Techniken arbeiten. Und einige Stars haben inzwischen eigene Kosmetiklinien gegründet. Der wichtigste gemeinsame Nenner lautet: Qualität und Wirkung zählen mehr als der Name auf der Verpackung.

Dieser Beitrag stellt konkrete Produkte und Marken vor, erklärt, warum die Foundation die wichtigste Grundlage jedes Star-Looks ist, und zeigt anhand von Entscheidungshilfen und typischen Fehlern, worauf es beim Nachschminken wirklich ankommt.

Warum das Make-up der Stars so viel Aufmerksamkeit bekommt

Wer im Rampenlicht steht, wird beobachtet. Jeder Auftritt wird fotografiert, jedes Detail kommentiert. Das Make-up der Stars ist deshalb kein Zufallsprodukt, sondern Teil der öffentlichen Wirkung. Es gleicht den Teint aus, setzt Gesichtszüge in Szene und sorgt dafür, dass ein Star auch im hellen Scheinwerferlicht frisch und ausgeruht wirkt.

Die Berichterstattung in Illustrierten und Online-Magazinen verstärkt diese Aufmerksamkeit. Sie berichtet regelmäßig darüber, welche Kosmetik Berühmtheiten verwenden. Julia Roberts soll beispielsweise eine Rosencreme nutzen, für das Haar nennen viele Berühmtheiten Paul Mitchell. Solche Meldungen wecken Neugier und den Wunsch, es den Stars gleichzutun.

Auch in der Werbung stellen Prominente Produkte vor, die sie besonders geeignet finden. Solche Empfehlungen können Orientierung geben. Sie ersetzen jedoch keinen eigenen Test. Ein Make-up, das bei einem Star gut aussieht, muss bei der eigenen Anwendung nicht genauso wirken. Hauttyp, Unterton, Gesichtsform und persönlicher Stil spielen eine große Rolle. Wer das versteht, profitiert von den Looks der Stars, ohne enttäuscht zu werden.

Welche Produkte und Marken Stars tatsächlich nutzen

Die Liste der Produkte, die Stars nachweislich verwenden, ist lang und vielfältig. Sie reicht von luxuriösen Foundations bis zu vergleichsweise günstigen Produkten aus dem Fachhandel. Vier Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Antworten auf die Frage nach dem Star-Make-up ausfallen.

Charlotte Tilbury Magic Foundation: Der Favorit der Hollywood-Stylisten

Die Magic Foundation von Charlotte Tilbury steht auf einer Liste der fünf besten Foundations, auf die Hollywood-Stylisten schwören. Make-up-Artist Justin St. Clair, der unter anderem die Victoria’s-Secret-Engel und Céline Dion betreut, lobt die Foundation dafür, dass sie nachgiebig ist und der Haut ein makelloses Finish verleiht. Genau diese Eigenschaft suchen Stylisten, wenn sie Stars für Foto- und Filmauftritte schminken. Die Foundation soll nicht wie eine Maske wirken, sondern sich der Haut anpassen und mit ihr arbeiten.

Kendall Jenner und Armani Beauty Power Fabric

Kendall Jenner bevorzugt privat einen natürlichen No-Make-up-Look. Für diesen Look verwendet sie die Power Fabric Foundation von Armani Beauty. Jenner sagt, sie benutze das Produkt schon sehr lange und es fühle sich toll an. Der No-Make-up-Look zeigt, dass Stars nicht immer stark geschminkt auftreten. Oft geht es darum, die Haut ebenmäßig erscheinen zu lassen, ohne dass die Foundation sichtbar ist.

Victoria’s Secret Kosmetik: Profi-Wahl, die nicht viel kostet

Ein anderes Beispiel zeigt, dass gutes Make-up nicht teuer sein muss. Zahlreiche Make-up-Profis nutzen Victoria’s-Secret-Kosmetik. Die Produkte sind preislich moderat, und ihre Anwendung lässt sich im Internet anschauen. Wer nachschminken möchte, wie Profis arbeiten, findet dort konkrete Anleitungen. Die Qualität überzeugt unabhängig vom Markennamen.

Paul Mitchell und die Rosencreme: Klassiker mit langer Empfehlung

Im Bereich Haar nennen viele Berühmtheiten Paul Mitchell als ihre Marke. Die Rosencreme, die Julia Roberts zugeschrieben wird, gehört zu den Klassikern, die in der Berichterstattung immer wieder auftauchen. Beide Produkte verbindet, dass sie über Jahre empfohlen werden und halten, was sie versprechen.

Wenn Stars selbst Kosmetik gründen: Rare Beauty und der Beauty-Trend

Eine eigene Kosmetikmarke ist für viele Stars inzwischen ein ernsthaftes Geschäft. Rihanna hat mit ihrer Kosmetiklinie gezeigt, wie erfolgreich dieser Schritt sein kann. Andere Stars sind dem Beispiel gefolgt. Selena Gomez startete am 2. September 2020 ihre erste eigene Kosmetikreihe mit dem Namen Rare Beauty.

Rare Beauty umfasst Gesichtsprodukte, Eyeliner, Lippenstift und Tools. Die Farbvielfalt ist besonders bemerkenswert: Foundation und Concealer der Marke gibt es in 48 Farbtönen. Damit trägt Rare Beauty dem Umstand Rechnung, dass Hauttöne sehr unterschiedlich sind. Die Marke gilt inzwischen als eine der zehn wichtigsten Make-up-Marken, die von Stars gegründet wurden.

Für Konsumenten hat dieser Trend einen Vorteil: Promi-Marken werden von Menschen entwickelt, die selbst vor der Kamera stehen und wissen, wie Make-up bei langen Drehtagen, unter Scheinwerferlicht und auf Fotos wirken muss. Gleichzeitig gilt auch hier: Nicht jede Promi-Marke passt zu jedem Hauttyp. Der Test im Geschäft entscheidet, ob ein Produkt hält, was der Name verspricht.

Die Foundation als Grundlage für jeden Star-Look

Ein perfektes Make-up beginnt mit der richtigen Grundlage: der Foundation. Sie gleicht den Teint aus, deckt Unreinheiten ab und lässt die Haut erstrahlen. Genau deshalb steht die Foundation bei Stylisten und Stars im Mittelpunkt, denn ohne eine passende Grundlage wirken alle weiteren Produkte schnell unruhig oder fleckig.

Hollywood-Stylisten betonen, dass mit der richtigen Foundation auch im Sommer ein frischer Teint möglich ist. Rihanna, Jennifer Lopez und die Kardashians gelten als Beispiele für Stars, die diesen frischen Look immer wieder zeigen. Die Foundation ist dabei kein Selbstzweck, sondern das Fundament, auf dem Concealer, Rouge, Bronzer und Lippenstift aufbauen.

Wer den Star-Look nachschminken möchte, sollte zuerst in die Foundation investieren. Das bedeutet nicht zwangsläufig viel Geld. Es bedeutet, den passenden Farbton, die richtige Textur und das gewünschte Deckvermögen zu finden. Eine Foundation mit leichter Deckkraft lässt den natürlichen Teint durchscheinen, eine mit mittlerer bis hoher Deckkraft verdeckt stärkere Unreinheiten. Stylisten tragen Foundation meist in dünnen Schichten auf und arbeiten sie gut in die Haut ein. Ein Schwamm oder ein Pinsel verteilt das Produkt gleichmäßig. Wer zu viel Produkt auf einmal aufträgt, erzielt schnell ein maskenhaftes Ergebnis.

Qualität statt Marke: Warum teuer nicht automatisch besser ist

Illustrierte berichten regelmäßig, dass zahlreiche Berühmtheiten ein ganz normales Make-up verwenden, weil es Qualität hat und Wirkung zeigt. Der Markenname ist dabei zweitrangig. Entscheidend ist der Effekt auf der Haut. Diese Haltung teilen viele Make-up-Profis, die ihre Produkte nach Leistung auswählen und nicht nach Preis.

Ein teures Produkt ist kein Garant für ein gutes Ergebnis. Umgekehrt ist ein günstiges Produkt nicht automatisch schlecht. Entscheidend sind die Verträglichkeit, die Inhaltsstoffe und die Passung zum eigenen Hauttyp. Wer ein Produkt findet, das diese Kriterien erfüllt, hat das richtige Make-up gefunden, unabhängig davon, ob es auch ein Star verwendet.

Zudem wirkt jedes Make-up bei jedem Menschen anders. Hauttyp, Jahreszeit und Tagespflege beeinflussen das Ergebnis. Ein Produkt, das bei einem Star makellos aussieht, kann bei der eigenen Haut ganz anders wirken. Deshalb lohnt es sich, Produkte vor dem Kauf zu testen und nicht blind auf Empfehlungen zu vertrauen. Das gilt für Produkte aus der Werbung ebenso wie für Produkte, die Stars in Interviews nennen.

Entscheidungshilfe: So finden Sie Ihr Make-up wie ein Star

Aus den Erfahrungen von Stylisten und den Empfehlungen der Stars lassen sich praktische Schritte ableiten. Wer den Star-Look nachschminken möchte, geht am besten systematisch vor.

  1. Bestimmen Sie den gewünschten Effekt. Suchen Sie einen natürlichen No-Make-up-Look wie Kendall Jenner oder eine stärkere Abdeckung für einen glamourösen Auftritt? Die Foundation bestimmt maßgeblich, wie das Ergebnis wirkt.

  2. Wählen Sie den passenden Farbton. Die 48 Farbtöne von Rare Beauty zeigen, wie vielfältig Hauttöne sind. Ein falscher Farbton ist der häufigste Grund, warum Make-up unnatürlich wirkt. Prüfen Sie den Farbton am Kieferrand und bei Tageslicht, nicht am Handrücken.

  3. Achten Sie auf Ihren Hauttyp. Trockene Haut braucht eine feuchtigkeitsspendende Textur, ölige Haut eine mattierende. Empfehlungen von Stars beziehen sich auf deren Haut, nicht auf Ihre. Wer seinen Hauttyp kennt, grenzt die Auswahl deutlich ein.

  4. Testen Sie das Produkt vor dem Kauf. Tragen Sie die Foundation im Geschäft auf und prüfen Sie sie bei Tageslicht. Wer unsicher ist, beginnt mit einer kleinen Menge und testet die Verträglichkeit über einige Stunden.

  5. Lernen Sie die Technik. Make-up-Bücher zeigen, wie Profis Produkte auftragen. Die Anwendung von Victoria’s-Secret-Kosmetik lässt sich im Internet anschauen. Mit einem Make-up-Buch ist es möglich, sich ähnlich wie die Stars zu schminken.

  6. Ergänzen Sie die Grundausstattung. Creme-Make-up, Abdeck-Make-up und Produkte für allergische Haut decken verschiedene Bedürfnisse ab. Passende Make-up-Taschen sorgen dafür, dass alles geordnet bleibt und griffbereit ist.

Diese Schritte ersetzen keine individuelle Beratung, aber sie verhindern die häufigsten Fehler. Wer sie beachtet, kommt dem Star-Look deutlich näher.

Typische Fehler beim Nachschminken von Star-Looks

Beim Versuch, Make-up wie ein Star aufzutragen, schleichen sich typische Fehler ein. Diese fünf sind besonders häufig.

Der falsche Farbton. Viele wählen eine Foundation, die dunkler oder heller ist als die eigene Haut. Das Ergebnis wirkt maskenhaft. Der Farbton sollte am Kieferrand geprüft werden, nicht am Handrücken.

Das blinde Kopieren. Ein Produkt, das bei einem Star gut aussieht, muss bei der eigenen Haut nicht funktionieren. Hauttyp, Unterton und Alter verändern die Wirkung. Empfehlungen sind Ausgangspunkte, keine Garantien.

Die Gleichung teuer gleich gut. Hohe Preise versprechen keine Wirkung. Zahlreiche Stars und Profis nutzen bewusst normale Produkte, weil die Qualität stimmt. Entscheidend ist der Effekt, nicht der Preis.

Die fehlende Grundlage. Wer sofort zu Concealer, Rouge und Lippenstift greift, ohne die Haut vorzubereiten, erzielt selten ein ebenmäßiges Ergebnis. Die Foundation gleicht den Teint aus und lässt die Haut erstrahlen.

Die Überdosierung. Zu viel Produkt wirkt unnatürlich und betont Fältchen und Poren. Weniger ist oft mehr, besonders bei einem No-Make-up-Look. Stylisten arbeiten lieber mit mehreren dünnen Schichten als mit einer dicken.

Diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn man sich Zeit nimmt und Produkte bewusst auswählt. Ein Make-up-Buch hilft dabei, die richtige Technik zu lernen.

Make-up für besondere Hautbedürfnisse

Nicht jede Haut verträgt jedes Make-up. Stars mit problematischer Haut, Pickeln oder Akne greifen oft zu Camouflage. Diese spezielle Abdeckung kaschiert Unebenheiten und Rötungen zuverlässig. Auch Menschen mit allergischer Haut finden passende Produkte: Make-up für allergische Haut ist in guten Warenhäusern erhältlich.

Die Auswahl reicht von Creme-Make-up über Abdeck-Make-up bis zu speziellen Formulierungen für empfindliche Haut. Für jedes Bedürfnis gibt es ein passendes Produkt. Entscheidend ist, die eigene Haut zu kennen und Produkte zu wählen, die zu ihr passen. Wer unsicher ist, lässt sich im Geschäft beraten oder beginnt mit einer kleinen Menge, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Kleine Helfer: Make-up-Taschen und das gute Gefühl

Zum vollständigen Star-Gefühl gehört auch die passende Aufbewahrung. Make-up-Taschen sorgen dafür, dass Produkte geordnet und griffbereit sind. Wer seine Kosmetik in einer schönen Tasche aufbewahrt, beginnt das Schminken mit einer positiven Stimmung. Dieses Gefühl trägt zu einem erfrischenden Aussehen bei, denn wer sich wohlfühlt, strahlt das auch aus.

Die Produkte sind in guten Warenhäusern erhältlich, unter anderem im Alsterhaus in Hamburg und im KaDeWe in Berlin. Dort lassen sich Marken entdecken, die Stars verwenden, und Produkte direkt testen.

Die wichtigsten Punkte in Kürze

  • Stars verwenden ganz unterschiedliche Produkte: von der Magic Foundation von Charlotte Tilbury über Armani Beauty Power Fabric bis zu Victoria’s-Secret-Kosmetik.
  • Qualität und Wirkung zählen mehr als der Markenname oder der Preis.
  • Die Foundation ist die Grundlage jedes Star-Looks. Sie gleicht den Teint aus, deckt Unreinheiten ab und lässt die Haut erstrahlen.
  • Promi-Marken wie Rare Beauty von Selena Gomez bieten mit 48 Farbtönen eine große Auswahl und zeigen, wie vielfältig Hauttöne sind.
  • Wer den Star-Look nachschminken möchte, wählt den Farbton sorgfältig und testet Produkte. Die Technik lernt man mit einem Make-up-Buch oder Online-Anleitungen.
  • Bei problematischer Haut helfen Camouflage und spezielle Produkte für allergische Haut.
  • Make-up wirkt bei jedem Menschen anders. Der eigene Hauttyp ist wichtiger als jede Promi-Empfehlung.

Die Frage, welches Make-up Stars benutzen, hat also viele Antworten. Die beste Antwort ist die, die zur eigenen Haut passt. Wer sich an den Looks der Stars orientiert und die eigenen Bedürfnisse ernst nimmt, kommt dem Ziel am nächsten: ein Make-up, das frisch wirkt, gut sitzt und Selbstbewusstsein schenkt.