Ein passender BH ist im Grunde wie ein guter Freund: Er ist oft dabei aber stört nicht, hält einem den Rücken frei und engt nicht ein. Trotzdem greift man in der Umkleidekabine erstaunlich oft daneben. Entweder kneift es am Bügel, oder die Träger rutschen ständig von den Schultern. Dabei ist es gar nicht so schwer, ein Modell zu finden, das man abends nicht direkt loswerden möchte.

Auf die Basis kommt es an

Wer nach einem passenden Büstenhalter sucht, stößt fast automatisch auf die Klassiker: Ein Triumph BH ist für viele Frauen seit Jahren die erste Anlaufstelle, wenn es um solide Qualität und eine Passform geht, auf die man sich verlassen kann. Aber auch die beste Marke hilft nichts, wenn man die falsche Größe wählt. Das Wichtigste bei jedem BH – egal von welcher Marke – ist dabei das Unterbrustband. Das Band muss die eigentliche Arbeit leisten und das Gewicht tragen. Wenn das Band zu locker sitzt, rutscht es am Rücken hoch, und die Träger schneiden schmerzhaft in die Schultern ein. Beim Kauf sollte das Band im weitesten Häkchen bequem sitzen, denn mit der Zeit dehnt sich der Stoff noch etwas.

Die Größe ermitteln

Was aber ist die passende Größe und wie findet man sie heraus? Eine BH-Größe wie 85B setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Unterbrustumfang (Zahl) und der Körbchengröße (Buchstabe). Am besten klappt das oberkörperfrei vor dem Spiegel.

  • Schritt 1: Das Maßband wird direkt unter der Brust einmal rund um den Rippenbogen gelegt. Das Band sollte fest anliegen, aber locker genug sein, dass man normal atmen kann. So ermittelt man seinen Unterbrustumfang, also beispielsweise 75 oder 80.
  • Schritt 2: Danach misst man die vollste Stelle der Brust, meistens auf Höhe der Brustwarzen. Hier bleibt das Maßband ganz locker.
  • Schritt 3: Die Differenz zwischen beiden Zahlen verrät am Ende den Körbchenbuchstaben (A, B, C etc.). 10 – 11 cm AA-Cup, 12 – 13 cm A-Cup, 14 – 15 cm B-Cup, 16 – 17 cm C-Cup, 18 – 19 cm D-Cup.

Diese Zahlen sind allerdings nur Richtwerte, denn jede Marke fällt ein bisschen anders aus. Wenn der Steg in der Mitte flach am Knochen anliegt und die Brust weich umschlossen wird, ohne dass sie oben herausquillt, passt das Kleidungsstück.

Welcher Stoff fühlt sich gut an?

Bei der Materialwahl entscheidet das persönliche Gefühl auf der Haut. Baumwolle ist weich, pflegeleicht und lässt die Haut atmen. Damit ist der natürliche Rohstoff perfekt für lange Tage im Büro oder gemütliche Sonntage. Mikrofaser ist ideal unter engen Oberteilen. Der Stoff ist extrem glatt, dehnbar und trocknet schnell. Wer es schicker mag, greift zu Spitze, sollte aber beim Kauf darauf achten, dass die Ränder weich sind und auf der Haut nicht kratzen.

Für jede Gelegenheit die richtige Form

Es gibt für fast jedes Outfit den passenden Schnitt. Der klassische T-Shirt-BH hat komplett glatte Körbchen, damit sich unter dünnen Shirts absolut nichts abzeichnet. Wer gerne tief ausgeschnittene Oberteile trägt, ist mit einem Plunge-BH gut beraten, weil der Steg vorne sehr tief sitzt. Für schulterfreie Tops gibt es trägerlose Modelle, die innen oft mit Silikonstreifen ausgestattet sind, damit nichts rutscht.

Am Ende geht es bei der Frage Welcher BH passt zu mir? einfach darum, dass man sich wohlfühlt. Während enge Hosen oder Shapewear manchmal getragen werden, um kleine Dellen oder Cellulite, die ja ohnehin zum ganz normalen Bindegewebe gehört, etwas zu kaschieren, muss ein BH eigentlich nur eines tun: der Brust eine schöne, natürliche Form geben und bequem sein.

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