Sesamöl gehört zu den ältesten Pflanzenölen der Welt und wird seit Jahrhunderten in der Hautpflege geschätzt. Wer nach einer natürlichen Alternative für trockene Haut sucht, stößt schnell auf dieses goldgelbe Öl. Doch welche Eigenschaften hat es wirklich, für welche Hauttypen eignet es sich und worauf sollten Sie bei der Anwendung achten? Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Verwendung von Sesamöl in der täglichen Pflegeroutine.
Was ist Sesamöl und woher kommt es?
Sesamöl wird aus den Samen der Sesampflanze gewonnen. Die Pflanze mit dem botanischen Namen Sesamum indicum gehört zu den ältesten Ölpflanzen der Welt. Ursprünglich stammt sie aus Ostafrika und Indien, wird heute aber in vielen Ländern mit warmem Klima angebaut und verarbeitet. Dazu zählen unter anderem Mexiko, der Sudan und weitere Regionen mit tropischen oder subtropischen Bedingungen.
Die Ernte der Sesamsamen erfolgt traditionell von Hand. Die Pflanzen werden geschnitten, getrocknet und anschließend werden die Samen ausgeschüttelt. Dieses aufwendige Verfahren erklärt zum Teil, warum hochwertiges Sesamöl seinen Preis hat. Je nach Herstellungsverfahren entstehen unterschiedliche Qualitäten und Geschmacksrichtungen. Kaltgepresstes Sesamöl gilt als besonders hochwertig, weil es die natürlichen Inhaltsstoffe der Samen weitgehend bewahrt.
In der ayurvedischen Tradition hat Sesamöl einen festen Platz. Dort wird es seit Jahrhunderten in der Körperpflege verwendet und ist unter dem Namen Til ka Tel bekannt. Die indische Heiltradition schätzt das Öl wegen seiner pflegenden und schützenden Eigenschaften. Auch in der modernen Kosmetik ist Sesamöl ein geschätzter Bestandteil vieler Produkte.
Welche Eigenschaften machen Sesamöl für die Haut wertvoll?
Sesamöl ist reich an Inhaltsstoffen, die der Haut auf verschiedene Weise zugutekommen. Dazu gehören Vitamin E, Zink, Magnesium und weitere Antioxidantien. Diese Substanzen können die Hautzellen nähren und unterstützen die natürliche Regeneration. Antioxidantien haben zudem die Aufgabe, freie Radikale abzuwehren. Freie Radikale entstehen durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung oder Luftverschmutzung und können die Hautzellen schädigen. Indem Sesamöl diese Angriffe abfängt, trägt es dazu bei, die Haut vor vorzeitiger Alterung zu schützen.
Darüber hinaus werden Sesamöl antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben. Das bedeutet, es kann das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen auf der Haut hemmen. Dieser Effekt ist besonders bei unreiner Haut interessant, da Bakterien eine Rolle bei der Entstehung von Pickeln und Mitessern spielen. Gleichzeitig wirkt Sesamöl entzündungshemmend. Rötungen und Schwellungen können dadurch gemildert werden. Diese Kombination aus antimikrobieller und entzündungshemmender Wirkung macht Sesamöl zu einem vielseitigen Pflegeöl.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Zusammensetzung der Fettsäuren. Sesamöl enthält einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die der Haut Geschmeidigkeit verleihen. Die unverseifbaren Bestandteile des Öls, zu denen unter anderem Lecithin gehört, unterstützen das Eindringen in die obere Hautschicht. Dadurch eignet sich Sesamöl gut als Trägeröl für andere Wirkstoffe. Wer beispielsweise ätherische Öle in der Pflege verwenden möchte, kann sie mit Sesamöl mischen und so eine individuelle Pflegelösung herstellen.
Ist Sesamöl für alle Hauttypen geeignet?
Über die Hautverträglichkeit von Sesamöl gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen empfehlen es als Allround-Pflege für jeden Hauttyp, die anderen raten bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut zur Vorsicht. Diese Uneinigkeit macht die Auswahl für Interessierte nicht immer einfach.
Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die komedogene Wirkung eines Öls. Der Begriff kommt aus der Dermatologie und beschreibt, ob ein Stoff die Poren verstopfen und damit Mitesser oder Pickel begünstigen kann. Es gibt eine inoffizielle Skala von null bis fünf, auf der Öle und Buttern eingestuft werden. Der Wert null bedeutet, dass ein Öl die Poren nicht verstopft, der Wert fünf bedeutet, dass es sehr wahrscheinlich zu verstopften Poren führt. Sesamöl liegt auf dieser Skala im mittleren bis unteren Bereich. Das heißt, es besteht ein gewisses Risiko für unreine Haut, aber es ist nicht so hoch wie bei stark komedogenen Ölen wie Kokosöl.
Für Menschen mit trockener Haut ist Sesamöl in der Regel eine gute Wahl. Die enthaltenen Fette bauen eine schützende Schicht auf, die den Feuchtigkeitsverlust verlangsamt und verhindert, dass die Haut schnell wieder austrocknet. Gerade in der kalten Jahreszeit oder bei häufigem Händewaschen kann Sesamöl helfen, die Haut geschmeidig zu halten.
Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut sollten Sie vorsichtiger sein. Zwar kann die antimikrobielle Wirkung des Öls helfen, Bakterien zu reduzieren, doch das Risiko verstopfter Poren bleibt bestehen. Wer zu Unreinheiten neigt, sollte Sesamöl nicht großflächig anwenden, sondern zunächst an einer kleinen Stelle testen. Alternativ können Sie eine dünne Schicht auftragen und nach kurzer Einwirkzeit wieder abwaschen.
Der Hauttest vor der ersten Anwendung
Bevor Sie Sesamöl zum ersten Mal auf Ihrem Gesicht oder Körper anwenden, sollten Sie einen Verträglichkeitstest durchführen. Dieser Test ist einfach und dauert nur wenige Minuten. Tragen Sie eine kleine Menge des Öls auf eine unauffällige Stelle auf, zum Beispiel in die Armbeuge. Reiben Sie das Öl sanft ein und lassen Sie es einwirken.
Warten Sie nach dem Test 48 Stunden, bevor Sie das Öl großflächig anwenden; reagiert Ihre Haut in dieser Zeit nicht, spricht das für eine gute Verträglichkeit. Zeigen sich Anzeichen einer Unverträglichkeit wie Juckreiz, Quaddeln, Hautrötungen oder ein brennendes Gefühl, verzichten Sie besser auf die Anwendung. Auch eine nur leichte Reaktion ist ein Grund, das Produkt nicht weiter zu verwenden, denn eine Unverträglichkeit kann sich bei wiederholter Anwendung verstärken.
Dieser Test ist besonders wichtig, wenn Sie empfindliche Haut haben oder zu Allergien neigen. Sesam gehört zu den potenziellen Allergieauslösern. Menschen mit einer bekannten Sesamallergie, etwa aus der Ernährung, sollten Sesamöl in der Hautpflege grundsätzlich meiden. Auch bei Neurodermitis oder anderen Hauterkrankungen ist es ratsam, vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen.
Sesamöl in reiner Form anwenden
Die einfachste Möglichkeit, Sesamöl zu nutzen, ist die Anwendung in reiner Form, wobei es zwei Varianten gibt: das helle und das dunkle Sesamöl. Helles Sesamöl wird aus ungerösteten Samen gewonnen und ist eher neutral im Geruch, während dunkles Sesamöl von gerösteten Samen stammt und ein intensiveres, nussiges Aroma hat. Für die Hautpflege ist helles Sesamöl meist die bessere Wahl, weil es leichter ist und weniger Eigengeruch mitbringt.
In reiner Form eignet sich Sesamöl besonders gut für Massagen. Das Öl gleitet gut über die Haut und zieht langsam ein. Dadurch bleibt genügend Zeit für die Massagebewegungen, ohne dass die Haut klebrig wird. Viele Naturheilpraxen und Physiotherapien verwenden Sesamöl deshalb als Massageöl. Sie können es aber auch zu Hause für eine Selbstmassage nutzen. Erwärmen Sie das Öl leicht in den Händen und massieren Sie es mit kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Besonders beanspruchte Stellen wie Ellbogen, Knie oder Fersen profitieren von dieser Behandlung.
Auch als Badeöl macht Sesamöl eine gute Figur. Geben Sie einige Tropfen in das warme Badewasser und genießen Sie die pflegende Wirkung. Das Öl verteilt sich im Wasser und legt sich beim Baden als feiner Film auf die Haut. Nach dem Abtrocknen fühlt sich die Haut weich und geschmeidig an. Ein Vorteil gegenüber manchen handelsüblichen Badeölen: Sesamöl enthält keine künstlichen Duftstoffe oder Emulgatoren, die die Haut reizen können.
Für die Gesichtspflege sollten Sie Sesamöl sparsam dosieren: ein bis zwei Tropfen genügen, um das Gesicht zu pflegen. Drücken Sie das Öl sanft in die Haut ein, anstatt es zu reiben. Überschüssiges Öl können Sie nach einigen Minuten mit einem weichen Tuch abnehmen. So vermeiden Sie einen zu glänzenden Film und reduzieren das Risiko verstopfter Poren.
Sesamöl in Kosmetikprodukten
Neben der Anwendung in reiner Form findet sich Sesamöl in vielen fertigen Kosmetikprodukten. Cremes, Lotionen, Shampoos und Duschbäder enthalten das Öl häufig als pflegenden Bestandteil. Der Vorteil dieser Produkte liegt auf der Hand: Die Hersteller kombinieren Sesamöl mit anderen Inhaltsstoffen, die die Verträglichkeit verbessern oder die Wirkung ergänzen. Zudem sind die Produkte bereits auf eine bestimmte Anwendung abgestimmt.
Sie können solche Produkte in der Drogerie oder in der Apotheke kaufen. Die Auswahl reicht von geruchlosen Pflegeprodukten bis zu Kosmetika mit einem leichten, natürlichen Duft. Achten Sie beim Kauf auf die Inhaltsstoffe. Sesamöl sollte möglichst weit vorne auf der Liste stehen, wenn es eine tragende Rolle in der Pflege spielen soll. Bei Produkten, in denen Sesamöl nur in geringer Menge enthalten ist, steht die pflegende Wirkung nicht im Vordergrund.
Für die tägliche Pflege eignet sich eine Feuchtigkeitscreme mit Sesamöl. Sie versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und hinterlässt gleichzeitig einen schützenden Film. Menschen mit trockener Haut profitieren von einer reichhaltigeren Creme, die Sesamöl mit anderen pflegenden Ölen oder Sheabutter kombiniert. Bei normaler Haut genügt eine leichtere Lotion.
Auch in der Haarpflege wird Sesamöl eingesetzt. Shampoos mit Sesamöl reinigen die Kopfhaut und pflegen gleichzeitig die Haarlängen. Menschen mit trockener Kopfhaut oder Schuppen können von dieser Kombination profitieren. Eine Haarkur mit Sesamöl, die einige Minuten einwirkt und dann ausgespült wird, versorgt das Haar mit Feuchtigkeit und verleiht ihm Glanz.
Sesamöl mit anderen Ölen kombinieren
Wer seine Pflegeroutine individuell gestalten möchte, kann Sesamöl mit anderen Ölen mischen. Diese Kombinationen ermöglichen es, die Vorteile verschiedener Öle zu nutzen und die Pflege auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.
Für trockene Haut eignet sich eine Mischung aus Sesamöl und Mandelöl, das ebenfalls reich an Fettsäuren ist und etwas schneller einzieht als Sesamöl. Die Kombination pflegt intensiv, ohne ein schweres Gefühl zu hinterlassen. Auch Aprikosenkernöl lässt sich gut mit Sesamöl mischen; es ist reich an Vitamin A und unterstützt die Hautregeneration.
Bei unreiner Haut können Sie Sesamöl mit Jojobaöl kombinieren. Jojobaöl ähnelt dem natürlichen Hauttalg und kann helfen, die Talgproduktion zu regulieren. Mischen Sie beide Öle zu gleichen Teilen und tragen Sie die Mischung dünn auf die betroffenen Stellen auf. Die antimikrobielle Wirkung des Sesamöls ergänzt sich dabei mit der regulierenden Wirkung des Jojobaöls.
Für die abendliche Gesichtspflege eignet sich eine Mischung aus Sesamöl und einigen Tropfen ätherischem Lavendelöl. Lavendel wirkt beruhigend und entspannend. Diese Kombination ist ideal für eine kleine Abendroutine, die Körper und Geist zur Ruhe bringt. Achten Sie darauf, ätherische Öle sparsam zu dosieren. Ein bis zwei Tropfen auf einen Esslöffel Sesamöl genügen vollkommen.
Sesamöl als Make-up-Entferner
Eine weitere praktische Anwendung ist die Reinigung mit Sesamöl. Die Ölreinigung ist eine beliebte Methode, um Make-up und Tagesablagerungen sanft zu entfernen. Sesamöl löst fettlösliche Rückstände und gleichzeitig wasserlöslichen Schmutz. Dadurch eignet es sich auch für wasserfestes Make-up.
Für die Ölreinigung gehen Sie folgendermaßen vor: Geben Sie eine kleine Menge Sesamöl in Ihre Handfläche und erwärmen Sie es leicht. Massieren Sie das Öl sanft in das trockene Gesicht ein. Die kreisenden Bewegungen lösen Make-up und Schmutz von der Haut. Anschließend nehmen Sie ein weiches, feuchtes Tuch und wischen das Öl vorsichtig ab. Zum Schluss spülen Sie das Gesicht mit lauwarmem Wasser.
Diese Methode ist besonders für trockene Haut geeignet, weil sie die Haut nicht austrocknet. Bei fettiger Haut sollten Sie die Ölreinigung nicht zu häufig anwenden. Einmal am Tag, idealerweise abends, genügt. Achten Sie darauf, das Öl gründlich zu entfernen, damit keine Rückstände die Poren verstopfen.
Sesamöl für die Augenpartie
Die empfindliche Haut um die Augen benötigt besondere Pflege. Sie ist dünner als die übrige Gesichtshaut und neigt schneller zu Trockenheit und Fältchen. Sesamöl kann auch hier eingesetzt werden, allerdings mit Vorsicht.
Geben Sie einen winzigen Tropfen Sesamöl auf Ihre Fingerspitze und tupfen Sie ihn sanft unter die Augen. Klopfen Sie das Öl ein, anstatt zu reiben. Die pflegenden Fettsäuren versorgen die zarte Haut mit Feuchtigkeit und können Trockenheitsfältchen mildern. Die antioxidativen Inhaltsstoffe schützen die Haut zusätzlich vor Umwelteinflüssen.
Achten Sie darauf, dass das Öl nicht in die Augen gelangt. Sesamöl brennt auf der Bindehaut und kann zu Rötungen führen. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie das Öl am besten abends anwenden, nachdem Sie die Linsen entfernt haben. Bei sehr empfindlichen Augen verzichten Sie besser auf die Anwendung in der Augenpartie und verwenden stattdessen eine spezielle Augencreme.
Sesamöl für die Lippenpflege
Auch die Lippen profitieren von den pflegenden Eigenschaften des Sesamöls. Trockene oder rissige Lippen entstehen häufig durch Kälte, Wind oder zu wenig Flüssigkeit. Sesamöl legt sich als schützender Film über die Lippen und verhindert weiteren Feuchtigkeitsverlust.
Tragen Sie abends eine kleine Menge Sesamöl auf die Lippen auf und lassen Sie es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen fühlen sich die Lippen weich und geschmeidig an. Bei sehr trockenen Lippen können Sie das Öl mehrmals täglich anwenden. Eine Mischung aus Sesamöl und etwas Honig wirkt zusätzlich feuchtigkeitsspendend. Honig bindet Feuchtigkeit und unterstützt die Regeneration der Haut.
Für die Lippenpflege unterwegs eignet sich ein selbst gemachter Lippenbalsam. Mischen Sie Sesamöl mit etwas Bienenwachs und geben Sie die Mischung in ein kleines Döschen. Der Balsam ist fest genug, um in der Tasche transportiert zu werden, und schmilzt bei Körpertemperatur auf den Lippen.
Sesamöl für die Körperpflege
Die Körperhaut ist an vielen Stellen trockener als die Gesichtshaut. Besonders Schienbeine, Ellbogen und Fersen neigen zu Trockenheit und rauer Beschaffenheit. Sesamöl eignet sich hervorragend für die Pflege dieser Bereiche.
Nach dem Duschen oder Baden, solange die Haut noch leicht feucht ist, tragen Sie Sesamöl auf die trockenen Stellen auf. Die Feuchtigkeit auf der Haut wird durch das Öl eingeschlossen, wodurch die Haut länger hydratisiert bleibt. Diese Methode ist effektiver als die Anwendung auf trockener Haut.
Für die Fußpflege können Sie Sesamöl mit etwas Meersalz mischen. Diese Mischung wirkt als sanftes Peeling, das abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Massieren Sie die Mischung auf die Füße ein und spülen Sie sie anschließend mit warmem Wasser ab. Danach fühlen sich die Füße weich und gepflegt an. Bei sehr rissigen Fersen hilft eine intensivere Behandlung: Tragen Sie Sesamöl großzügig auf, ziehen Sie Baumwollsocken über und lassen Sie das Öl über Nacht einwirken.
Sesamöl in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verändert sich die Haut stark. Viele Frauen entwickeln Dehnungsstreifen an Bauch, Hüften und Brüsten. Eine regelmäßige Pflege mit Ölen kann die Elastizität der Haut unterstützen. Sesamöl eignet sich aufgrund seiner pflegenden Eigenschaften für die Schwangerschaftspflege.
Massieren Sie ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel täglich eine kleine Menge Sesamöl in Bauch, Hüften und Oberschenkel ein. Die Massage fördert die Durchblutung und hält die Haut geschmeidig. Ob Sesamöl Dehnungsstreifen tatsächlich verhindern kann, ist wissenschaftlich nicht belegt. Die regelmäßige Pflege kann jedoch dazu beitragen, dass die Haut besser mit der Dehnung zurechtkommt.
Schwangere Frauen sollten vor der Anwendung ihren Arzt oder ihre Hebamme konsultieren. Das gilt besonders, wenn eine bekannte Sesamallergie besteht oder die Haut zu Irritationen neigt. Auch bei der Kombination mit ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten. Einige ätherische Öle sind in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert.
Sesamöl für Babys und Kleinkinder
Die Haut von Babys ist besonders empfindlich und benötigt sanfte Pflege. Sesamöl wird in einigen Kulturen traditionell für die Babymassage verwendet. Die sanfte Massage fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind und kann das Baby beruhigen.
Für die Babymassage verwenden Sie am besten helles, kaltgepresstes Sesamöl ohne Zusätze. Erwärmen Sie das Öl in Ihren Händen und massieren Sie es mit sanften Bewegungen in die Haut des Babys ein. Achten Sie darauf, dass das Öl nicht in die Augen oder den Mund des Babys gelangt.
Vor der ersten Anwendung sollten Sie auch bei Babys einen Verträglichkeitstest durchführen. Tragen Sie eine kleine Menge Öl auf die Innenseite des Unterarms auf und beobachten Sie die Reaktion. Wenn die Haut innerhalb von 24 Stunden nicht reagiert, können Sie das Öl für die Massage verwenden. Bei Hautausschlag, Rötungen oder Juckreiz sollten Sie die Anwendung sofort beenden und einen Kinderarzt aufsuchen.
Sesamöl bei Hautproblemen
Menschen mit bestimmten Hautproblemen können von Sesamöl profitieren. Die entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften machen das Öl zu einer interessanten Option bei verschiedenen Hautzuständen.
Bei trockener, schuppiger Haut, etwa im Rahmen einer Schuppenflechte, kann Sesamöl die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. Die pflegenden Fettsäuren legen sich wie ein Schutzfilm über die gereizte Haut und reduzieren den Feuchtigkeitsverlust. Die entzündungshemmende Wirkung kann zudem Rötungen mildern.
Auch bei Ekzemen wird Sesamöl traditionell eingesetzt. Die beruhigende Wirkung des Öls kann den Juckreiz lindern und die Hautbarriere stärken. Menschen mit Neurodermitis sollten jedoch vorsichtig sein und die Anwendung mit ihrem Hautarzt besprechen. Die Haut bei Neurodermitis ist empfindlich und reagiert auf manche Öle mit Verschlechterung.
Bei dunklen Verfärbungen der Haut, etwa durch Sonnenschäden oder Hormonschwankungen, wird Sesamöl ebenfalls empfohlen. Die enthaltenen Antioxidantien können die Haut aufhellen und das Erscheinungsbild von dunklen Flecken verbessern. Die Wirkung ist jedoch langsam und erfordert Geduld. Eine regelmäßige Anwendung über mehrere Wochen ist notwendig, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen.
Sesamöl und Sonnenschutz
Immer wieder wird behauptet, Sesamöl biete einen natürlichen Sonnenschutz. Diese Annahme ist jedoch nur teilweise richtig. Sesamöl hat tatsächlich einen geringen Lichtschutzfaktor, der auf der Haut gemessen wurde. Die Werte liegen jedoch deutlich unter dem, was für einen ausreichenden Sonnenschutz notwendig ist.
Untersuchungen zeigen, dass Sesamöl einen Lichtschutzfaktor von etwa 1,2 aufweist. Dieser Wert ist verschwindend gering und bietet keinen Schutz vor UV-Strahlung. Zum Vergleich: Ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 blockiert etwa 97 Prozent der UVB-Strahlung. Sesamöl mit einem Faktor von 1,2 blockiert nur einen minimalen Anteil.
Verlassen Sie sich daher niemals auf Sesamöl als alleinigen Sonnenschutz. Die antioxidativen Eigenschaften des Öls können die Haut zwar zusätzlich schützen, indem sie freie Radikale abfangen. Einen ausreichenden Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs bietet es jedoch nicht. Verwenden Sie immer ein Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor und betrachten Sie Sesamöl höchstens als ergänzende Pflege.
Typische Fehler bei der Anwendung von Sesamöl
Bei der Verwendung von Sesamöl in der Hautpflege lassen sich einige Fehler vermeiden. Diese Hinweise helfen Ihnen, das Beste aus dem Öl herauszuholen und Hautprobleme zu vermeiden.
Zu viel Öl verwenden. Sesamöl ist reichhaltig und eine kleine Menge genügt. Wer zu großzügig dosiert, hinterlässt einen fettigen Film auf der Haut, der unangenehm klebt und die Poren verstopfen kann. Beginnen Sie mit wenigen Tropfen und steigern Sie die Menge bei Bedarf.
Das Öl auf nasser Haut anwenden. Sesamöl zieht besser ein, wenn die Haut leicht feucht, aber nicht nass ist. Auf nasser Haut bildet das Öl eine Barriere, die das Wasser einschließt. Das kann zu einem unangenehmen Gefühl führen und die Aufnahme des Öls erschweren.
Sesamöl bei akuter Akne großflächig anwenden. Bei aktiven Entzündungen kann das Öl die Poren weiter verstopfen. Warten Sie, bis die Entzündung abgeklungen ist, oder verwenden Sie das Öl nur punktuell.
Das Öl nicht gründlich abwaschen. Besonders bei der Ölreinigung ist es wichtig, das Öl vollständig zu entfernen. Rückstände können die Poren verstopfen und zu neuen Unreinheiten führen.
Sesamöl als Sonnenschutz verwenden. Wie bereits erläutert, bietet Sesamöl keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung. Verwenden Sie immer ein geeignetes Sonnenschutzmittel.
Auf den Eigengeruch nicht vorbereitet sein. Helles Sesamöl riecht neutral, dunkles Sesamöl hat ein intensives, nussiges Aroma. Wer den Geruch nicht mag, sollte helles Sesamöl wählen oder auf Produkte mit Duftstoffen zurückgreifen.
Die Verträglichkeit nicht testen. Gerade bei empfindlicher Haut ist der Test in der Armbeuge wichtig. Wer auf den Test verzichtet, riskiert unangenehme Hautreaktionen.
Sesamöl richtig lagern
Damit Sesamöl seine pflegenden Eigenschaften behält, ist die richtige Lagerung entscheidend. Öle können ranzig werden, wenn sie Licht, Wärme oder Sauerstoff ausgesetzt sind. Ranziges Öl verliert nicht nur seine Wirkung, sondern kann die Haut sogar reizen.
Bewahren Sie Sesamöl in einer dunklen Glasflasche auf. Licht beschleunigt die Oxidation des Öls und verkürzt die Haltbarkeit. Ein Platz im Küchenschrank oder im Badezimmerschrank ist ideal. Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von Herd oder Heizung, da Wärme den Oxidationsprozess beschleunigt.
Verschließen Sie die Flasche nach jeder Verwendung sorgfältig. Sauerstoff ist der größte Feind von Ölen. Wenn Sie das Öl regelmäßig verwenden, hält es in der Regel mehrere Monate. Achten Sie auf Veränderungen im Geruch oder Geschmack. Wenn das Öl ranzig riecht oder bitter schmeckt, sollten Sie es entsorgen.
Sesamöl kaufen: Worauf Sie achten sollten
Beim Kauf von Sesamöl für die Hautpflege spielen einige Faktoren eine Rolle. Die Qualität des Öls beeinflusst die Wirkung auf der Haut erheblich.
Achten Sie auf kaltgepresstes Sesamöl. Bei der Kaltpressung werden die Samen ohne Wärmeeinwirkung gepresst, wodurch die empfindlichen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Raffinierte Öle hingegen werden stark erhitzt und verlieren dabei einen Teil ihrer wertvollen Bestandteile.
Bevorzugen Sie helles Sesamöl für die Hautpflege. Dunkles Sesamöl aus gerösteten Samen hat ein intensives Aroma, das für die Küche geeignet ist, aber in der Hautpflege stören kann. Zudem ist helles Sesamöl meist leichter und zieht besser ein.
Achten Sie auf die Herkunft des Öls. Hochwertiges Sesamöl stammt aus kontrolliertem Anbau und ist oft mit Angaben zur Herkunft versehen. Bio-Qualität garantiert, dass die Samen ohne synthetische Pestizide angebaut wurden. Das ist besonders bei der Anwendung auf der Haut empfehlenswert, da Rückstände von Pflanzenschutzmitteln über die Haut aufgenommen werden können.
Prüfen Sie die Inhaltsstoffe bei fertigen Kosmetikprodukten. Sesamöl sollte möglichst weit vorne auf der Liste stehen. Produkte, die Sesamöl nur als letzten Inhaltsstoff enthalten, haben eine geringe Konzentration und entsprechend wenig Wirkung.
Sesamöl in der täglichen Pflegeroutine
Wie lässt sich Sesamöl sinnvoll in die tägliche Pflegeroutine integrieren? Die Antwort hängt von Ihrem Hauttyp und Ihren Bedürfnissen ab. Hier sind einige Vorschläge für verschiedene Routinen.
Für trockene Haut: Verwenden Sie Sesamöl morgens und abends als Feuchtigkeitspflege. Tragen Sie das Öl auf die leicht feuchte Haut auf und massieren Sie es sanft ein. Bei sehr trockener Haut können Sie das Öl mit einer reichhaltigen Creme kombinieren.
Für normale Haut: Eine Anwendung am Abend genügt. Verwenden Sie Sesamöl als Abschluss Ihrer abendlichen Reinigungsroutine. Das Öl versorgt die Haut über Nacht mit Feuchtigkeit und unterstützt die Regeneration.
Für unreine Haut: Verwenden Sie Sesamöl nur punktuell auf trockenen Stellen. Vermeiden Sie die Anwendung auf aktiven Pickeln oder Entzündungen. Eine dünne Schicht auf den Wangen oder der Stirn kann helfen, Spannungsgefühle zu lindern.
Für die Augenpartie: Tupfen Sie abends einen winzigen Tropfen Sesamöl unter die Augen. Die pflegende Wirkung unterstützt die zarte Haut und kann Trockenheitsfältchen mildern.
Für die Lippen: Tragen Sie abends Sesamöl auf die Lippen auf. Die intensive Pflege über Nacht macht die Lippen weich und geschmeidig.
Für den Körper: Verwenden Sie Sesamöl nach dem Duschen auf den trockenen Stellen. Die Kombination aus feuchter Haut und Öl sorgt für eine langanhaltende Feuchtigkeitsversorgung.
Sesamöl und andere Pflegeprodukte kombinieren
Sesamöl lässt sich gut mit anderen Pflegeprodukten kombinieren. Die Reihenfolge der Anwendung spielt dabei eine Rolle. Als Faustregel gilt: Wasserbasierte Produkte zuerst, ölbasierte Produkte danach.
Nach der Reinigung tragen Sie zuerst ein Gesichtswasser oder eine leichte Feuchtigkeitslotion auf. Anschließend folgt das Sesamöl, das die Feuchtigkeit einschließt. Zum Schluss können Sie bei Bedarf eine reichhaltigere Creme auftragen.
Bei der Kombination mit Seren sollten Sie das Serum zuerst anwenden. Das Serum enthält konzentrierte Wirkstoffe, die in die Haut eindringen sollen. Das Sesamöl bildet anschließend eine schützende Schicht, die die Wirkstoffe in der Haut hält.
Wenn Sie Sesamöl mit anderen Ölen mischen möchten, achten Sie auf die Kompatibilität. Leichte Öle wie Jojobaöl oder Traubenkernöl ziehen schneller ein und hinterlassen weniger Fett, während schwere Öle wie Avocadoöl oder Olivenöl intensiver pflegen, aber einen stärkeren Film hinterlassen. Eine Mischung aus Sesamöl und einem leichten Öl ist für die meisten Hauttypen gut geeignet.
Sesamöl bei besonderen Hautbedürfnissen
Menschen mit besonderen Hautbedürfnissen sollten die Anwendung von Sesamöl individuell anpassen. Hier einige Hinweise für verschiedene Situationen.
Reife Haut: Sesamöl mit seinen Antioxidantien kann die Haut vor freien Radikalen schützen und die Regeneration unterstützen. Verwenden Sie das Öl regelmäßig als Nachtpflege. Die Kombination mit einem Vitamin-C-Serum kann die antioxidative Wirkung verstärken.
Gestresste Haut: Nach langen Tagen, Schlafmangel oder beruflichem Stress sieht die Haut oft fahl und müde aus. Eine Gesichtsmassage mit Sesamöl kann die Durchblutung fördern und der Haut neue Frische verleihen. Massieren Sie das Öl mit sanften, aufwärts gerichteten Bewegungen ein.
Haut in der kalten Jahreszeit: Kälte und Heizungsluft entziehen der Haut Feuchtigkeit. Sesamöl bildet eine schützende Barriere, die den Feuchtigkeitsverlust reduziert. Verwenden Sie das Öl im Winter großzügiger als im Sommer.
Haut nach dem Sonnenbad: Nach zu viel Sonne ist die Haut gestresst und benötigt Pflege. Sesamöl kann die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. Die entzündungshemmende Wirkung kann Rötungen mildern. Warten Sie jedoch, bis die Haut abgekühlt ist, bevor Sie das Öl auftragen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Wirkung von Sesamöl auf die Haut ist teilweise wissenschaftlich untersucht. Studien deuten darauf hin, dass Sesamöl antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Diese Effekte sind auf die Inhaltsstoffe des Öls zurückzuführen, darunter Vitamin E, Phytosterole und Lignane.
Vitamin E ist ein bekanntes Antioxidans, das die Haut vor oxidativem Stress schützt. Oxidativer Stress entsteht durch freie Radikale, die die Hautzellen schädigen können. Indem Vitamin E diese Radikale neutralisiert, trägt es zur Gesundheit der Haut bei.
Phytosterole sind pflanzliche Verbindungen, die entzündungshemmend wirken. Sie können Rötungen und Schwellungen reduzieren und die Hautbarriere stärken. Diese Eigenschaft macht Sesamöl interessant für Menschen mit empfindlicher oder gereizter Haut.
Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung. Sie kommen in Sesamsamen in hoher Konzentration vor und tragen zur Stabilität des Öls bei. Lignane schützen das Öl vor Oxidation und damit vor dem Ranzigwerden.
Die antimikrobielle Wirkung von Sesamöl wurde in verschiedenen Studien untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Öl das Wachstum bestimmter Bakterien und Pilze hemmen kann. Diese Eigenschaft ist besonders bei unreiner Haut von Interesse, da Bakterien an der Entstehung von Pickeln beteiligt sind.
Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch begrenzt. Viele der traditionellen Anwendungen von Sesamöl basieren auf jahrhundertelanger Erfahrung, nicht auf kontrollierten Studien. Die Wirkung kann von Person zu Person unterschiedlich sein: Was bei der einen Haut gut funktioniert, kann bei einer anderen zu Problemen führen.
Sesamöl im Vergleich zu anderen Ölen
Sesamöl ist nicht das einzige Öl, das in der Hautpflege verwendet wird. Ein Vergleich mit anderen beliebten Ölen hilft bei der Entscheidung, welches Öl für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.
Sesamöl vs. Mandelöl: Mandelöl ist leichter als Sesamöl, zieht schneller ein und eignet sich gut für normale bis trockene Haut. Sesamöl hat den Vorteil der antimikrobiellen Wirkung, die Mandelöl nicht in dem Maße besitzt, und ist daher für unreine Haut die bessere Wahl.
Sesamöl vs. Jojobaöl: Jojobaöl ähnelt dem natürlichen Hauttalg und ist daher gut für fettige Haut geeignet. Es verstopft die Poren weniger als Sesamöl. Sesamöl punktet mit seinen antioxidativen Eigenschaften. Eine Kombination beider Öle kann die Vorteile vereinen.
Sesamöl vs. Kokosöl: Kokosöl ist reichhaltiger als Sesamöl und hinterlässt einen stärkeren Fettfilm. Es hat einen höheren komedogenen Wert und verstopft die Poren eher. Sesamöl ist daher die bessere Wahl für unreine oder zu Mitessern neigende Haut.
Sesamöl vs. Arganöl: Arganöl ist teurer als Sesamöl, gilt aber als besonders hochwertig. Es zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm. Sesamöl bietet eine ähnliche Pflege zu einem günstigeren Preis und ist für die tägliche Pflege eine preiswerte Alternative.
Sesamöl vs. Olivenöl: Olivenöl ist schwerer als Sesamöl und hinterlässt einen stärkeren Film. Es eignet sich für sehr trockene Haut, kann aber die Poren verstopfen. Sesamöl ist leichter und vielseitiger einsetzbar.
Häufige Fragen zu Sesamöl in der Hautpflege
Kann Sesamöl Pickel verursachen? Sesamöl hat einen mittleren komedogenen Wert. Das bedeutet, es kann bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut die Poren verstopfen. Menschen mit fettiger Haut sollten das Öl vorsichtig anwenden und zunächst testen.
Wie oft sollte ich Sesamöl verwenden? Die Häufigkeit hängt von Ihrem Hauttyp ab. Trockene Haut verträgt eine tägliche Anwendung, normale Haut kommt mit zwei bis drei Anwendungen pro Woche aus. Bei unreiner Haut sollten Sie das Öl nur punktuell verwenden.
Kann ich Sesamöl im Gesicht anwenden? Ja, Sesamöl eignet sich für die Gesichtspflege. Verwenden Sie jedoch nur eine kleine Menge und testen Sie die Verträglichkeit zuerst. Bei fettiger Haut sollten Sie das Öl sparsam dosieren.
Ist Sesamöl für Babys geeignet? Sesamöl wird traditionell für die Babymassage verwendet. Es sollte jedoch immer zuerst getestet werden. Bei bekannter Sesamallergie in der Familie sollten Sie auf die Anwendung verzichten.
Kann Sesamöl die Haut aufhellen? Die antioxidativen Inhaltsstoffe des Sesamöls können das Erscheinungsbild dunkler Flecken verbessern. Die Wirkung ist jedoch langsam und nicht bei jedem Hauttyp gleich.
Wie lange ist Sesamöl haltbar? Bei richtiger Lagerung in einer dunklen, verschlossenen Flasche hält Sesamöl mehrere Monate. Achten Sie auf Veränderungen im Geruch, die auf Ranzigkeit hinweisen.
Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Sesamöl ist ein vielseitiges Pflegeöl mit einer langen Tradition. Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Beitrag:
- Sesamöl wird aus den Samen der Sesampflanze gewonnen und stammt ursprünglich aus Ostafrika und Indien.
- Das Öl enthält Vitamin E, Zink, Magnesium und Antioxidantien, die die Haut nähren und schützen.
- Sesamöl wirkt entzündungshemmend und antimikrobiell, was bei unreiner Haut hilfreich sein kann.
- Die unverseifbaren Bestandteile des Öls, darunter Lecithin, erleichtern das Eindringen in die Haut.
- Sesamöl eignet sich besonders für trockene Haut, da es eine schützende Schicht aufbaut.
- Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut sollten Sie das Öl vorsichtig anwenden und die Verträglichkeit testen.
- Vor der ersten Anwendung empfiehlt sich ein Test in der Armbeuge mit 48 Stunden Wartezeit.
- Sesamöl kann in reiner Form für Massagen, Ölbäder und die Gesichtspflege verwendet werden.
- Fertige Kosmetikprodukte mit Sesamöl sind in Drogerie und Apotheke erhältlich.
- Sesamöl bietet keinen ausreichenden Sonnenschutz. Der Lichtschutzfaktor liegt bei etwa 1,2.
- Die richtige Lagerung in einer dunklen, verschlossenen Flasche erhält die Qualität des Öls.
- Kaltgepresstes, helles Sesamöl in Bio-Qualität ist die beste Wahl für die Hautpflege.
Mit diesen Hinweisen können Sie Sesamöl sicher und effektiv in Ihre Pflegeroutine integrieren. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge, testen Sie die Verträglichkeit und beobachten Sie, wie Ihre Haut reagiert. So finden Sie heraus, ob Sesamöl das richtige Öl für Ihre Haut ist.



