Make-up-Pinsel sammeln bei jedem Auftrag Produktreste, Hautöle und feine Hautschüppchen. Wer sie nicht regelmäßig reinigt, verteilt diese Rückstände beim nächsten Schminken wieder auf der Haut und begünstigt so Pickel, Hautreizungen und Entzündungen.

Reinigen Sie Ihre Pinsel deshalb einmal pro Woche mit einem milden Reinigungsmittel.

Warum einmal pro Woche reinigen?

Make-up-Pinsel kommen direkt mit der Haut in Kontakt. Dabei bleiben nicht nur Farbreste, sondern auch Hautschüppchen und Bakterien in den Borsten hängen. Wenn Sie den Pinsel ohne Reinigung wieder verwenden, verteilen Sie diese Mischung erneut auf Ihrem Gesicht. Die Bakterien vermehren sich im feuchten und warmen Umfeld des Pinsels und können Entzündungen auslösen. Wer zu Unreinheiten neigt, spürt das oft zuerst an den Stellen, an denen er Puder oder Foundation aufträgt.

Einmal pro Woche reinigen ist der übliche Rhythmus. Das gilt für alle Pinsel, die Sie regelmäßig benutzen. Wenn Sie sehr empfindliche Haut haben oder viel unterwegs sind, können Sie auch häufiger reinigen. Ein fester Termin, zum Beispiel der Sonntagabend, macht es leichter, die Gewohnheit beizubehalten.

So reinigen Sie Ihre Pinsel

Für die Reinigung brauchen Sie nur wenige Dinge: ein mildes Reinigungsmittel, lauwarmes Wasser, ein sauberes Handtuch und optional ein Silikonpad. Als Reinigungsmittel eignen sich spezielle Pinselreiniger, ein mildes Shampoo oder eine feste Pinselseife. Diese Produkte lösen Make-up und Öle, ohne die Borsten zu beschädigen. Normale Seife oder Spülmittel können zu aggressiv sein und die Pinselhaare austrocknen.

Der Ablauf ist einfach:

  1. Befeuchten Sie die Pinselhaare unter lauwarmem Wasser. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht in die Metallzwinge läuft, wo die Haare am Stiel befestigt sind. Feuchtigkeit dort löst den Kleber.
  2. Geben Sie etwas Reinigungsmittel in Ihre Handfläche oder auf das Silikonpad.
  3. Kreisen Sie den Pinsel darin, bis sich die Farbe löst.
  4. Spülen Sie die Haare unter lauwarmem Wasser, bis das Wasser klar bleibt.
  5. Drücken Sie überschüssiges Wasser vorsichtig mit dem Handtuch aus.

Fehler bei der Pinselreinigung vermeiden

Der häufigste Fehler ist, die Pinsel zu selten zu reinigen. Wer nur einmal im Monat reinigt, lässt Bakterien und Produktreste lange auf den Haaren. Die Folge sind nicht nur Hautprobleme, sondern auch ein unschönes Make-up-Ergebnis. Verkrustete Pinsel verteilen die Farbe ungleichmäßig und die Borsten verlieren ihre Form.

Ein weiterer Fehler ist das Trocknen im Stehen. Wenn Sie die Pinsel mit den Haaren nach oben zum Trocknen stellen, läuft Wasser in die Zwinge und greift den Kleber an. Legen Sie die Pinsel stattdessen flach auf ein Handtuch oder trocknen Sie sie mit dem Kopf nach unten. Die Haare sollten in Form bleiben, während sie trocknen.

Auch das Reinigen mit zu heißem Wasser ist schädlich. Heißes Wasser verformt die synthetischen oder natürlichen Haare und schwächt die Klebeverbindung. Verwenden Sie immer lauwarmes Wasser.

Wann Sie Pinsel ersetzen

Auch bei guter Pflege halten Pinsel nicht ewig. Wenn die Haare ausfallen, sich die Form nicht erholt oder der Stiel bricht, brauchen Sie einen neuen Pinsel. Ein weiteres Zeichen ist, wenn die Borsten nach der Reinigung rau und stumpf bleiben. Das passiert besonders bei älteren Pinseln, die viele Jahre benutzt wurden.

Die Lebensdauer hängt von der Qualität und der Pflege ab. Hochwertige Pinsel können bei regelmäßiger Reinigung mehrere Jahre halten. Günstige Pinsel verlieren oft schon nach einem Jahr ihre Form. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Pinsel noch brauchbar ist, achten Sie auf die Borsten. Verlieren sie ständig Haare oder fühlen sie sich hart an, ersetzen Sie den Pinsel.