Welche Haarpflegeprodukte wirklich etwas bringen, hängt von deinem Haartyp ab. Feines, schlaffes Haar braucht andere Produkte als trockenes, strapaziertes Haar. Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 8/2026 15 Volumen-Shampoos für feines Haar getestet und sieben mit der Note „Gut" bewertet.

Als Testsieger gingen ein festes Shampoo von Lavera Naturkosmetik und ein flüssiges Shampoo von Syoss hervor. Für strapaziertes Haar hat die Stiftung Warentest außerdem 17 Reparatur-Shampoos unter die Lupe genommen, von denen neun insgesamt gut abschnitten. Die zentrale Erkenntnis: Es gibt nicht das eine beste Produkt, sondern die passende Pflege für deine konkrete Haarstruktur. Dieser Beitrag zeigt dir, worauf du bei Volumen-Shampoos, Reparatur-Shampoos und Haarkuren achten solltest und wie du die Testsieger richtig einsetzt.
Volumen-Shampoos: Was die Testsieger für feines Haar leisten
Feines Haar wirkt oft schlaff und platt, besonders wenn es schnell nachfettet, und Volumen-Shampoos sollen die Haare am Ansatz anheben, ohne sie zu beschweren. Die Stiftung Warentest hat dafür 15 Produkte getestet, sieben erhielten die Note „Gut". Zu den Testsiegern zählen das feste Shampoo von Lavera Naturkosmetik und das flüssige Syoss Shampoo Intense Volume.
Das Syoss Shampoo Intense Volume verspricht langanhaltendes Volumen und enthält einen Kollagen-Lift-Komplex. Diese Angabe stammt vom Hersteller und wurde von der Stiftung Warentest nicht gesondert verifiziert. In der Praxis bedeutet das: Das Shampoo kann dein Haar sichtbar voluminöser machen, aber die Wirkdauer hängt von deiner Haarstruktur, deiner Waschroutine und den verwendeten Pflegeprodukten danach ab. Wenn du feines Haar hast, solltest du nach dem Waschen auf schwere Conditioner oder Öle verzichten, weil sie das Volumen wieder plattdrücken.

Das feste Shampoo von Lavera ist eine gute Wahl, wenn du Plastikmüll vermeiden willst. Feste Shampoos schäumen meist weniger stark als flüssige, reinigen aber genauso gründlich. Du reibst das Stück direkt über das nasse Haar oder schäumst es zwischen den Händen auf und massierst den Schaum in die Kopfhaut ein. Achte darauf, das feste Shampoo nach der Benutzung trocken zu lagern, damit es nicht aufweicht.

Ein weiterer Kandidat für feines Haar ist das Schauma Volumen-Shampoo Fresh Volume. Es enthält Rosmarin, erfrischt die Kopfhaut und stärkt die Haarwurzeln. Rosmarin regt die Durchblutung der Kopfhaut an, was die Haarwurzeln kräftigen kann. Wenn du zu fettiger Kopfhaut neigst, ist ein erfrischendes Shampoo mit Rosmarin eine gute Wahl, weil es die Talgproduktion ausgleichen kann.

Reparatur-Shampoos: Was sie wirklich können
Strapaziertes Haar entsteht durch Färben, Bleichen, Hitzestyling oder mechanische Belastung. Reparatur-Shampoos versprechen, diese Schäden zu beheben. Die Stiftung Warentest hat 17 Reparatur-Shampoos getestet, neun schnitten insgesamt gut ab. Wichtig zu wissen: Die günstigsten Produkte landeten nicht an der Spitze, aber es gab auch preiswerte Shampoos mit guter Bewertung. Die Testergebnisse umfassen zwölf flüssige und fünf feste Produkte.

Die ehrliche Einordnung: Reparatur-Shampoos verbessern die Haareigenschaften, können geschädigtes Haar aber nicht dauerhaft reparieren. Die Schuppenschicht des Haares lässt sich durch Shampoos nicht wieder vollständig aufbauen. Was die Produkte leisten, ist eine Glättung der Haaroberfläche, mehr Geschmeidigkeit und ein gesünderes Aussehen. Die Wirkung hält so lange an, wie du das Shampoo regelmäßig verwendest. Sobald du auf ein normales Shampoo wechselst, kehrt das Haar in seinen vorherigen Zustand zurück.

Wenn du strapaziertes Haar hast, solltest du zusätzlich zum Reparatur-Shampoo eine Haarkur verwenden. Shampoos reinigen und unterstützen die Haarstruktur, aber für tiefere Pflege brauchst du eine Kur oder Maske. Achte beim Kauf darauf, dass das Shampoo Proteine oder Keratin enthält, weil diese Stoffe die Haaroberfläche vorübergehend glätten und das Haar griffiger machen.
Die Ergebnisse der Stiftung Warentest beziehen sich auf bestimmte Testzeitpunkte und Produktversionen. Hersteller ändern ihre Rezepturen regelmäßig, deshalb kann ein aktuell gekauftes Produkt anders abschneiden als im Test. Wenn du ein getestetes Produkt kaufst, prüfe die Verpackung auf die aktuelle Zusammensetzung.
Haarkuren und Masken: Der Unterschied und wann sie helfen
Eine Haarkur ist eine intensive Pflege, die du nicht nach jeder Wäsche verwendest, sondern ein- bis zweimal pro Woche, und unterscheidet sich damit vom Conditioner, der nach jeder Haarwäsche für die tägliche Geschmeidigkeit sorgt. Kuren dringen tiefer in die Haarstruktur ein, spenden Feuchtigkeit und reparieren Schäden im Inneren und an der Oberfläche des Haares. Typische Inhaltsstoffe sind Pflanzenöle wie Arganöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl oder Mandelöl sowie Proteine und Vitamine.

Die Begriffe „Kur" und „Maske" werden oft synonym verwendet. Der feine Unterschied: Masken enthalten in der Regel einen höheren Ölanteil, was zu längeren Einwirkzeiten führen kann. Eine reichhaltige Maske lässt du länger einwirken, eine leichte Kur oft nur kurz. Für feines Haar eignet sich eine leichte Kur, die das Haar nicht beschwert. Für trockenes, dickes oder stark strapaziertes Haar ist eine ölreiche Maske die bessere Wahl.

So wendest du eine Kur richtig an: Wasche dein Haar zuerst mit Shampoo und drücke das überschüssige Wasser aus. Trage die Kur dann in den Längen und Spitzen auf, nicht am Ansatz, wenn du zu fettiger Kopfhaut neigst. Lasse sie je nach Produkt einwirken und spüle sie gründlich aus. Bei einer Maske kannst du während der Einwirkzeit ein Handtuch um den Kopf wickeln, damit die Wärme die Wirkstoffe besser in das Haar einschließen kann.

Wenn du feines Haar hast, greife zu einer Kur mit leichten Ölen wie Jojoba oder Aprikosenkernöl. Diese Öle ziehen schnell ein und hinterlassen keinen fettigen Film. Für coloriertes Haar eignen sich Kuren mit Farbschutz, die die Farbpigmente im Haar stabilisieren und ein vorzeitiges Verblassen verhindern.



