Olaz gehört in deutschen Drogerien zu den sichtbarsten Marken. Die Regale stehen voll mit Cremes, Seren und Reinigungsprodukten, deren Verpackungen glattere Haut, weniger Falten und mehr Frische versprechen. Gleichzeitig geben die Deutschen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro für Haut- und Gesichtspflege aus. Vor dem Olaz-Regal stellt sich dann die Frage: Welche Creme passt zu meiner Haut, und bringen die teuren Wirkstoffe überhaupt etwas?

Reinigung, Pflege und Sonnenschutz reichen für die meisten Hauttypen aus. Olaz bietet dafür eine breite Palette von feuchtigkeitsspendenden Tagescremes bis zu reichhaltigen Nachtpflegen. Wichtiger als die Anzahl der Produkte ist, dass du die richtigen für deinen Hauttyp wählst und regelmäßig anwendest. Manche Versprechen auf den Verpackungen kannst du getrost ignorieren.

Was Olaz ist und warum die Marke so verbreitet ist

Olaz ist der Markenname, unter dem das Unternehmen Procter & Gamble seine Gesichtspflege in Deutschland verkauft. International ist dieselbe Marke als Olay bekannt. Seit Jahrzehnten gehört sie zu den meistverkauften Pflegemarken in Drogerien und Supermärkten, weil sie eine breite Produktpalette zu erschwinglichen Preisen anbietet. Von der klassischen Feuchtigkeitscreme über Anti-Aging-Seren bis zu Reinigungsschäumen findest du für fast jeden Hautzustand ein Produkt.

Die große Verbreitung hat einen praktischen Vorteil: Du bekommst Olaz-Produkte in fast jeder Drogerie, oft auch im Supermarkt oder online. Die Formeln sind auf den Massenmarkt ausgelegt, das heißt, sie sind mild formuliert und für die meisten Hauttypen verträglich. Wer keine empfindliche Haut oder spezielle medizinische Bedürfnisse hat, findet bei Olaz in der Regel eine passende Grundpflege, ohne lange suchen zu müssen.

Die Grundroutine: Drei Schritte genügen

Eine einfache Gesichtspflege besteht aus drei Schritten: Reinigen, Pflegen, Schützen. Mehr braucht gesunde Haut nicht, um gut versorgt zu sein. Olaz bietet für jeden Schritt passende Produkte an, du musst sie nur in der richtigen Reihenfolge anwenden.

Die Reinigung entfernt Schmutz, Talg und Make-up-Reste vom Tag. Verwende morgens und abends ein mildes Reinigungsprodukt, zum Beispiel einen Reinigungsschaum oder ein Gel. Achte darauf, dass es nicht zu stark entfettet, sonst spannt die Haut und produziert nach kurzer Zeit wieder mehr Talg. Nach der Reinigung tupfst du das Gesicht trocken, am besten mit einem sauberen Handtuch, ohne zu reiben.

Die Pflege versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützt ihre natürliche Barriere. Eine Tagescreme mit leichter Konsistenz eignet sich für den Morgen, eine reichhaltigere Nachtcreme für den Abend. Trage die Creme in einer dünnen Schicht auf und massiere sie sanft ein. Die Menge einer erbsengroßen Portion reicht für das gesamte Gesicht aus, mehr cremt die Haut nicht besser ein, sondern hinterlässt nur einen klebrigen Film.

Der Sonnenschutz ist der wichtigste Schritt gegen vorzeitige Hautalterung, wird aber am häufigsten übersprungen. UV-Strahlung schädigt das Kollagen in der Haut und lässt Falten entstehen. Viele Olaz-Tagescremes enthalten bereits einen Lichtschutzfaktor, was die Routine vereinfacht. Wenn deine Creme keinen LSF hat, trage zusätzlich eine Sonnencreme mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor auf, bevor du das Haus verlässt.

Worauf du bei der Produktwahl achten solltest

Die Auswahl an Olaz-Produkten ist groß, und die Verpackungen versprechen viel: straffere Haut, weniger Falten, mehr Glow. Bevor du dich von den Werbeversprechen leiten lässt, schau auf die Inhaltsstoffe und den Hauttyp, für den das Produkt gedacht ist.

Die Kosmetikindustrie bringt immer wieder angebliche Superwirkstoffe auf den Markt, von Kakaopulver über Kaviar bis zu Spirulina-Algen. Diese Zutaten klingen exotisch, sind aber oft nur Marketing. Für die Wirksamkeit einer Creme zählt nicht der ausgefallene Name, sondern die Konzentration der tatsächlich pflegenden Inhaltsstoffe. Feuchtigkeitsspender wie Glycerin oder Hyaluronsäure sind wissenschaftlich gut belegt, ebenso wie Niacinamid, das die Hautbarriere stärkt und Rötungen mildert.

Die Anti-Aging-Versprechen vieler Cremes halten einer genauen Prüfung nicht immer stand. Falten lassen sich mit einer Creme nicht dauerhaft beseitigen, dafür ist die Haut zu komplex. Was eine gute Pflegecreme leisten kann, ist, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, sie glatter erscheinen zu lassen und feine Trockenheitslinien aufzufüllen. Diese Wirkung ist sichtbar, aber temporär. Wenn ein Produkt verspricht, Falten endgültig zu entfernen, solltest du skeptisch sein.

Für die Produktwahl gilt: Trockene Haut braucht reichhaltigere Formeln mit Ölen und Ceramiden, fettige Haut leichtere Gele oder Fluids, die nicht komedogen sind, also die Poren nicht verstopfen. Empfindliche Haut verträgt am besten Produkte ohne Duftstoffe und mit wenigen Inhaltsstoffen. Olaz kennzeichnet die meisten Produkte mit dem Hautbedürfnis, für das sie gedacht sind, zum Beispiel "feuchtigkeitsspendend" oder "straffend". Diese Angaben helfen dir, die richtige Linie zu finden.

Häufige Fehler, die die Routine unnötig verkomplizieren

Viele Menschen machen ihre Gesichtspflege komplizierter, als sie sein muss, und schaden der Haut dabei eher. Der erste Fehler ist die Überpflege: Wer morgens und abends fünf verschiedene Produkte aufträgt, reizt die Hautbarriere und riskiert Rötungen oder Pickel. Die Haut braucht nicht viele Wirkstoffe, sondern eine konstante, milde Versorgung.

Der zweite Fehler ist die falsche Reihenfolge. Wenn du ein Serum und eine Creme verwendest, gehört das Serum zuerst auf die Haut, weil es leichter ist und besser einzieht. Die Creme versiegelt danach die Feuchtigkeit. Wenn du die Reihenfolge vertauschst, kann das Serum nicht richtig wirken.

Der dritte Fehler betrifft die Menge. Zu viel Creme hinterlässt einen Fettfilm, der Make-up verlaufen lässt und die Poren verstopfen kann. Wer zu wenig aufträgt, versorgt die Haut nicht ausreichend. Die erbsengroße Portion ist ein guter Richtwert, bei sehr trockener Haut darf es etwas mehr sein.

Der vierte Fehler ist die Unregelmäßigkeit. Eine Creme wirkt nur, wenn du sie täglich anwendest, am besten zur gleichen Zeit. Wer nur ab und zu pflegt, wird keine sichtbaren Ergebnisse sehen. Integriere die Routine in deinen Alltag, zum Beispiel direkt nach dem Zähneputzen am Morgen und vor dem Schlafengehen am Abend.

So findest du die passende Routine für deinen Hauttyp

Dein Hauttyp bestimmt, welche Olaz-Produkte für dich funktionieren. Wenn du nicht sicher bist, welcher Typ du bist, beobachte deine Haut nach der Reinigung: Spannt sie und fühlt sich schuppig an, ist deine Haut trocken. Wenn sie bereits wenige Stunden nach dem Waschen glänzt und zu Unreinheiten neigt, ist sie eher fettig. Ist sie weder trocken noch fettig, hast du normale Haut. Viele Menschen haben Mischhaut, also eine fettige T-Zone an Stirn, Nase und Kinn, aber trockene Wangen.

Für trockene Haut wählst du eine reichhaltige Tagescreme und eine intensive Nachtpflege. Trage die Creme auf die noch leicht feuchte Haut auf, das bindet zusätzlich Feuchtigkeit. Einmal pro Woche kannst du ein feuchtigkeitsspendendes Serum unter der Creme verwenden, wenn die Haut besonders beansprucht ist.

Für fettige Haut eignen sich leichte Gele oder Fluids, die schnell einziehen und keinen Fettfilm hinterlassen. Reinige die Haut morgens und abends gründlich, aber nicht zu aggressiv, sonst produziert sie noch mehr Talg. Eine leichte Feuchtigkeitscreme ist auch bei fettiger Haut nötig, denn ohne Pflege versucht die Haut, den Feuchtigkeitsverlust durch mehr Talg auszugleichen.

Für empfindliche Haut sind Produkte ohne Duftstoffe und Alkohol die erste Wahl. Teste eine neue Creme zuerst an einer kleinen Stelle hinter dem Ohr oder am Unterarm, bevor du sie im Gesicht anwendest. Wenn innerhalb eines Tages keine Rötung oder ein Brennen auftritt, ist das Produkt wahrscheinlich verträglich.