Ein Lidstrich ist eine farbige Linie entlang des Wimpernkranzes, meist am Oberlid, klassischerweise in Schwarz. Er rahmt das Auge ein, lässt es größer und strahlender wirken und gibt den Wimpern optisch mehr Dichte. Der perfekte Lidstrich ist keine feste Formel: Die richtige Linie hängt von der eigenen Augenform, dem gewählten Produkt und dem Anlass ab. Wer die Grundtechnik kennt und das passende Produkt wählt, bekommt auch ohne jahrelange Übung ein sauberes Ergebnis.
Dieser Beitrag erklärt, was einen Lidstrich ausmacht, wie Sie das Auge vorbereiten, welche Produkte es gibt und wie Sie typische Fehler vermeiden. Am Ende finden Sie eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten zum Nachschlagen.
Was ein Lidstrich ist und was er bewirkt
Ein Lidstrich ist eine farbige Linie, die entlang des Wimpernkranzes aufgemalt wird, also der Hautkante, an der die Wimpern wachsen. Die Linie kann am Oberlid oder am Unterlid sitzen. In der Regel wird sie am Oberlid gezogen, und zwar besonders dicht am Wimpernkranz. So entstehen später keine freien Hautstellen zwischen der Linie und den Wimpern.
Der Lidstrich betont die Augen und lenkt den Blick auf die Augenpartie. Dadurch wirken die Augen größer und strahlender. Gleichzeitig erscheinen die Wimpern dichter, weil die Linie den Übergang zwischen Haut und Wimpern optisch schließt.
Wie der perfekte Lidstrich aussieht, ist Geschmackssache. Manche mögen eine feine, dezente Linie, die im Alltag unauffällig bleibt. Andere bevorzugen einen breiten, auffälligen Strich, der das Make-up deutlich prägt. Beides ist richtig, solange die Linie sauber gezogen ist und zur Augenform passt. Nicht jede Art, die Linie zu ziehen, passt zu jeder Augenform. Deshalb lohnt es sich, die Grundtechnik zu beherrschen und sie dann an das eigene Auge anzupassen.
Auch die Farbe spielt eine Rolle. Der Klassiker ist Schwarz. Wem Schwarz zu hart erscheint, greift zu Grau oder Braun. Diese Töne wirken weicher und eignen sich besonders für Tages-Make-up. Grundsätzlich sollte die Farbe zum Typ, zum Anlass und zum übrigen Augen-Make-up passen. Erlaubt ist, was gefällt. Wichtig ist nur, dass der Strich sorgfältig gezogen wird.
Die Augenform bestimmt die Linie
Bevor Sie den Stift ansetzen, lohnt ein Blick in den Spiegel. Die Augenform entscheidet darüber, wo die Linie beginnt, wie breit sie wird und ob eine Verlängerung über den Augenwinkel hinaus sinnvoll ist.
Die Grundregel: Der Lidstrich folgt dem natürlichen Verlauf des Wimpernkranzes. Er beginnt am inneren Augenwinkel als feine Linie, wird zur Mitte des Auges hin breiter und läuft am äußeren Augenwinkel wieder dünn aus. Diese klassische Form passt zu den meisten Augen, weil sie die natürliche Augenform nachzeichnet und nicht gegen sie arbeitet.
Bei runden Augen kann die Linie über den äußeren Augenwinkel hinaus verlängert werden. Dazu wird der Strich nicht einfach am Augenwinkel beendet, sondern in einem kleinen Bogen nach außen oben weitergeführt. Diese Verlängerung lässt das Auge optisch länger erscheinen und erzeugt den sogenannten Katzenblick. Je nach Geschmack, Augenform und Anlass kann der Bogen dezent ausfallen oder deutlich sichtbar sein.
Auch andere Augenformen lassen sich mit kleinen Anpassungen betonen. Bei kleineren Augen wirkt eine feine Linie oft besser als eine breite, weil sie das Auge nicht zusätzlich verkleinert. Bei Augen mit ausgeprägter Lidfalte sollte der Strich möglichst dicht am Wimpernkranz bleiben, damit er nicht auf der Lidhaut verschmiert. Entscheidend ist immer: Der Lidstrich betont das Auge, er kämpft nicht gegen seine Form. Wer die Grundlinie beherrscht, kann sie für die eigene Augenform abwandeln, ohne das gesamte Make-up neu zu lernen.
Die richtige Vorbereitung: So hält der Lidstrich
Ein Lidstrich hält nur so gut wie die Fläche, auf der er aufgetragen wird. Wer die Linie auf unvorbereitete, leicht fettige Lidhaut zeichnet, bekommt schnell verwischte Ränder und eine Linie, die nach wenigen Stunden verblasst. Die Vorbereitung dauert nur wenige Minuten und macht den Unterschied zwischen einem Make-up, das sitzt, und einem, das ständig korrigiert werden muss.
Zuerst wird das Gesicht gewaschen und abgetrocknet. Anschließend wird die Foundation aufgetragen, wie Sie es gewohnt sind. Das Augenlid selbst sollte fettfrei sein, damit der Lidstrich gut haftet. Dafür genügt ein Kosmetiktuch, mit dem Sie sanft über das Lid fahren. Danach wird eine Lidschattenbase aufgetragen. Sie glättet die Lidhaut und gibt dem Lidstrich und einem eventuellen Lidschatten Halt.
Wenn Sie zusätzlich zum Lidstrich Lidschatten tragen möchten, wird der Lidschatten vor dem Lidstrich aufgetragen. Der Lidstrich kommt also immer zuletzt, direkt auf die vorbereitete Base. So bleibt die Linie sauber und setzt sich nicht im Lidschatten fest.
Auch die Umgebung sollte stimmen. Ziehen Sie den Lidstrich bei gutem Licht, am besten vor einem Spiegel, in dem Sie das Auge nicht anstrengen müssen. Eine ruhige Hand bekommen Sie, wenn Sie den Ellenbogen auf dem Tisch aufstützen oder die Hand, die den Stift führt, leicht am Gesicht abstützen. Das klingt banal, verbessert das Ergebnis aber spürbar.
Die Grundtechnik: Schritt für Schritt zum gleichmäßigen Strich
Ein Lidstrich gelingt selten auf Anhieb. Das ist normal und kein Zeichen von mangelndem Talent. Mit regelmäßiger Übung wird das Ziehen der Linie einfacher und das Ergebnis zufriedenstellender. Wer die Grundtechnik in kleine Schritte zerlegt, kommt schneller zu einem sauberen Strich.
So gehen Sie vor:
- Setzen Sie den Stift am inneren Augenwinkel an und ziehen Sie eine feine Linie entlang des Wimpernkranzes. Der Strich beginnt also nicht in der Lidmitte, sondern am inneren Augenwinkel.
- Führen Sie die Linie zur Mitte des Auges und machen Sie sie dort langsam breiter, sodass die breiteste Stelle etwa in der Augenmitte liegt.
- Am äußeren Augenwinkel wird der Strich wieder dünner und läuft sanft aus.
- Möchten Sie eine Verlängerung, führen Sie die Linie am äußeren Augenwinkel in einem kleinen Bogen nach außen weiter, statt sie einfach auslaufen zu lassen.
- Kontrollieren Sie das Ergebnis im Spiegel und gleichen Sie beide Augen aneinander an.
Sie können die Linie in einem Zug ziehen oder in mehreren kleinen Abschnitten. Für Anfänger ist die Abschnitt-Technik oft einfacher: Ziehen Sie zuerst eine feine Linie vom inneren Augenwinkel zur Lidmitte, dann eine zweite von der Lidmitte zum äußeren Augenwinkel. Anschließend verbinden Sie beide Abschnitte und gleichen die Breite an. So entsteht auch bei unruhiger Hand eine gleichmäßige Linie.
Wichtig ist, dass der Strich dicht am Wimpernkranz liegt. Zwischen der Linie und den Wimpern sollten keine freien Hautstellen sichtbar sein. Wenn doch, setzen Sie den Stift noch einmal an und füllen Sie die Lücke auf. Das ist einfacher, als die gesamte Linie neu zu ziehen.
Wer zum ersten Mal einen Lidstrich zieht, kann mit einem Kajal üben. Der weiche Stift lässt sich leichter korrigieren als ein flüssiger Eyeliner, und die Linie muss nicht perfekt sein, wenn sie anschließend ohnehin leicht verwischt wird. Sobald die Führung sicherer wird, fällt der Wechsel zu einem präziseren Eyeliner leichter.
Kleine Fehler lassen sich mit einem Wattestäbchen ausbessern. Tupfen Sie die fehlerhafte Stelle vorsichtig ab, bevor die Farbe angetrocknet ist. Bei flüssigen Eyelinern sollten Sie schnell arbeiten, weil die Farbe nach dem Antrocknen schwerer zu entfernen ist. Zum Abschluss tuschen Sie die Wimpern wie gewohnt. Die Wimperntusche kommt immer nach dem Lidstrich, damit sie die Linie nicht verwischt.
Die Produkte im Vergleich: Kajal, Lidschatten und Eyeliner
Für den Lidstrich gibt es drei Produktgruppen, die sich in ihrer Wirkung deutlich unterscheiden. Welches Produkt das richtige ist, hängt vom gewünschten Ergebnis ab: rauchig und weich oder präzise und farbintensiv.
Kajal: weich und verwischbar
Kajal ist ein weicher Stift, der sich gut am oberen und unteren Augenlid auftragen lässt. Seine Stärke ist die Verwischbarkeit. Mit einem Pinsel, einem Wattestäbchen oder einem Schwammapplikator kann die Linie nach dem Auftragen weich verrieben werden. So entsteht ein rauchiges Augen-Make-up, das weicher wirkt als eine harte Linie. Kajal eignet sich daher besonders für Looks, die nicht exakt sein müssen, sondern diffus und sinnlich wirken sollen. Der Nachteil: Eine präzise, scharfkantige Linie lässt sich mit Kajal nur schwer ziehen.
Lidschatten: dezent und vielseitig
Auch mit Lidschatten lässt sich ein Lidstrich ziehen. Dafür wird ein schmaler Pinsel leicht angefeuchtet und anschließend in den Lidschatten getaucht. Mit dem Pinsel wird dann eine dünne Linie am Wimpernkranz gezogen. Die Linie kann nach Wunsch verwischt werden, ähnlich wie beim Kajal. Für den Lidstrich eignen sich eher dunkle Lidschattenfarben, weil sie auf dem Auge deutlich sichtbar sind und nicht mit der Lidhaut verschmelzen. Der Lidschatten-Lidstrich wirkt weicher als ein Eyeliner und ist eine gute Wahl, wenn Sie ein dezentes Tages-Make-up möchten oder keine zusätzliche Linie kaufen möchten.
Eyeliner: präzise und farbintensiv
Eyeliner ist die richtige Wahl, wenn Sie einen präzisen, farbintensiven Lidstrich ziehen möchten. Eyeliner gibt es in drei Formen: als Stift, als Gel und im kleinen Tuschefläschchen. Der Stift hat in der Regel eine Spitze, die der eines Filzstifts ähnelt. Mit dieser Spitze lässt sich die Linie gut führen, weshalb der Eyeliner-Stift für Anfänger optimal ist. Das Gel wird mit einem Pinsel aufgetragen und erlaubt eine sehr gleichmäßige Linie, verlangt aber etwas Übung im Umgang mit dem Pinsel. Der flüssige Eyeliner aus dem Fläschchen liefert die intensivste Farbe und die schärfste Kante, ist aber auch am schwierigsten zu kontrollieren.
Welches Produkt passt zu Ihnen?
Die Entscheidung lässt sich an Ihrem Ziel festmachen:
- Wer einen rauchigen Abend-Look möchte, greift zu Kajal oder Lidschatten.
- Wer eine klare, grafische Linie möchte, nimmt Eyeliner.
- Wer zum ersten Mal einen Lidstrich zieht, startet am besten mit einem Eyeliner-Stift, weil die filzstiftähnliche Spitze die Führung erleichtert.
- Wer unsicher ist, kann verschiedene Produkte ausprobieren und so herausfinden, welches sich auf dem eigenen Auge am angenehmsten anfühlt und am besten hält.
Die Farbe macht den Unterschied
Die klassische Lidstrichfarbe ist Schwarz. Sie liefert den stärksten Kontrast und lässt die Augen deutlich hervortreten. Wer den Kontrast als zu hart empfindet, greift zu Grau oder Braun. Grau wirkt kühler und zurückhaltender, Braun wärmer und natürlicher. Beide Töne eignen sich gut für den Alltag und für Menschen, die einen weichen Blick bevorzugen.
Darüber hinaus sind Lidstriche in den unterschiedlichsten Farben möglich. Die Farbe sollte grundsätzlich zum Typ, zum Anlass und zum jeweiligen Augen-Make-up passen. Ein brauner Lidstrich harmoniert beispielsweise besser mit warmen Lidschatten- und Hauttönen, ein schwarzer setzt sich deutlicher durch. Wer experimentieren möchte, kann die Farbe an die Kleidung oder die Augenfarbe anpassen. Erlaubt ist, was gefällt. Wichtig ist lediglich, dass der Strich sorgfältig gezogen wird.
Der Lidstrich am Unterlid
Neben dem Oberlid kann der Lidstrich auch am Unterlid aufgemalt werden. Dort wird er in der Regel mit Kajal gezogen, weil sich der weiche Stift auf der empfindlichen Haut am Unterlid angenehmer anfühlen lässt als ein flüssiger Eyeliner. Auch hier gilt: Die Linie liegt dicht am Wimpernkranz und wird nach Wunsch verwischt.
Ein Lidstrich am Unterlid verleiht dem Blick Tiefe und kann das Auge optisch vergrößern. Er sollte jedoch sparsam eingesetzt werden. Eine harte, durchgezogene Linie am Unterlid lässt das Auge schnell kleiner wirken. Weicher wird der Look, wenn die Linie mit einem Pinsel, Wattestäbchen oder Schwammapplikator leicht verwischt wird. Das ist gleichzeitig die einfachste Methode, ein rauchiges Augen-Make-up zu schminken. Wer den unteren Lidstrich mit dem oberen verbinden möchte, führt die Linie am äußeren Augenwinkel zusammen.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Die meisten Lidstrich-Probleme haben dieselben Ursachen: zu wenig Vorbereitung, eine unruhige Hand oder ein unpassendes Produkt. Die gute Nachricht: Fast jeder Fehler lässt sich vermeiden oder schnell korrigieren.
Der Strich liegt nicht am Wimpernkranz. Wenn zwischen Linie und Wimpern eine helle Hautzone sichtbar bleibt, wirkt das Auge unruhig. Die Lösung: Setzen Sie den Stift direkt an der Wimpernwurzel an und arbeiten Sie in kleinen Abschnitten. Bei Bedarf füllen Sie die Lücke nach, statt die ganze Linie neu zu ziehen.
Die Linie wird zu breit. Ein Lidstrich, der auf der Lidhaut statt am Wimpernkranz liegt, verkleinert das Auge optisch. Besonders bei kleineren Augen wirkt eine breite Linie schnell schwer. Die Lösung: Beginnen Sie mit einer feinen Linie und verstärken Sie sie nur dort, wo Sie es wirklich möchten, etwa zur Lidmitte hin.
Die beiden Augen sehen unterschiedlich aus. Das ist der häufigste Frustrationspunkt. Die Lösung: Ziehen Sie zuerst die Linie am schwierigeren Auge und orientieren Sie sich am zweiten Auge daran. Arbeiten Sie in kleinen Schritten und vergleichen Sie immer wieder im Spiegel. Ein leichter Unterschied ist bei genauem Hinsehen normal, weil kaum ein Gesicht vollkommen symmetrisch ist.
Der Lidstrich verschmiert. Das passiert meist, wenn das Lid nicht fettfrei ist oder keine Lidschattenbase verwendet wurde. Die Lösung: Das Lid vor dem Auftragen mit einem Kosmetiktuch abtupfen und eine Base auftragen. Lassen Sie die Linie außerdem kurz antrocknen, bevor Sie das Auge weiter bearbeiten.
Der Lidstrich verwischt beim Tuschen. Wenn die Wimperntusche nach dem Lidstrich aufgetragen wird und die Linie berührt, entstehen schnell unsaubere Ränder. Die Lösung: Lassen Sie den Lidstrich kurz antrocknen, bevor Sie tuschen, und arbeiten Sie mit ruhiger Hand.
Die Verlängerung wird zu lang oder zu dick. Ein Bogen, der weit über den Augenwinkel hinausragt, verändert die Gesamtwirkung des Make-ups und kann schnell unruhig wirken. Die Lösung: Ziehen Sie die Verlängerung zuerst dünn und verlängern Sie sie erst, wenn die Grundlinie sitzt. Lieber einen kürzeren Bogen, der sauber ist, als einen langen, der verwischt.
Kleine Fehler werden nicht korrigiert. Ein verwischter Rand oder eine zu lange Spitze lässt sich mit einem Wattestäbchen ausbessern. Tupfen Sie die Stelle vorsichtig ab, solange die Farbe noch feucht ist. Ist die Farbe bereits getrocknet, hilft ein Wattestäbchen mit etwas Make-up-Entferner. Danach wird die Stelle mit einer dünnen Schicht Lidschattenbase überdeckt und die Linie neu gezogen.
Lidstrich für jeden Anlass
Ein Lidstrich ist nicht an eine Jahreszeit gebunden. Die farbige Linie passt zu jedem Make-up, auch zu einem leichten Sommer-Make-up. Entscheidend ist, wie Sie die Linie gestalten.
Für den Tag eignet sich eine feine Linie in Braun oder Grau. Sie betont das Auge, ohne hart zu wirken, und harmoniert mit einem dezenten Lidschatten. Wer Schwarz bevorzugt, kann die Linie dünn halten und auf eine Verlängerung verzichten.
Für den Abend darf der Lidstrich kräftiger ausfallen. Eine schwarze Linie, die zur Lidmitte hin breiter wird und am äußeren Augenwinkel in einem Bogen ausläuft, gibt dem Blick Ausdruck und passt zu einem intensiveren Augen-Make-up. Wer es rauchig mag, greift zu Kajal oder Lidschatten und verwischt die Linie weich.
Die Abstimmung mit dem restlichen Make-up ist genauso wichtig wie die Linie selbst. Ein gelungenes Make-up besteht aus mehr als dem Lidstrich: Der Teint sollte ebenmäßig sein, und Augen- und Lippen-Make-up sollten harmonieren. Als Faustregel gilt: Bei einem auffälligen Augen-Make-up bleiben die Lippen dezent, und bei kräftigen Lippen hält sich das Augen-Make-up zurück. Wer beide Partien stark betont, wirkt schnell überladen.
Wer verschiedene Produkte und Techniken ausprobieren möchte, kann versuchen, Make-up-Proben zu bekommen. So lässt sich testen, ob ein Kajal auf dem eigenen Lid hält, ob der Eyeliner-Stift sauber führt und welche Farbe zum eigenen Typ passt. Make-up gibt es bei vielen Herstellern, von klassischen bis zu spezialisierten Kosmetikmarken.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Ein Lidstrich ist eine farbige Linie am Wimpernkranz, meist am Oberlid. Er lässt die Augen größer und strahlender wirken und die Wimpern dichter erscheinen.
- Die Linie beginnt am inneren Augenwinkel, wird zur Lidmitte hin breiter und läuft am äußeren Augenwinkel dünn aus.
- Eine Verlängerung über den Augenwinkel hinaus verlängert runde Augen optisch und erzeugt einen Katzenblick.
- Die Augenform bestimmt die Linie. Der Strich folgt immer dem natürlichen Wimpernkranz und wird der eigenen Augenform angepasst.
- Die Vorbereitung ist die halbe Arbeit: Gesicht waschen, Lid entfetten, Lidschattenbase auftragen, Lidschatten zuerst, Lidstrich zuletzt.
- Kajal und Lidschatten eignen sich für weiche, rauchige Looks. Eyeliner liefert präzise, farbintensive Linien. Der Eyeliner-Stift ist für Anfänger am einfachsten.
- Kleine Fehler lassen sich mit einem Wattestäbchen ausbessern, solange die Farbe noch feucht ist.
- Die Wimperntusche kommt immer nach dem Lidstrich.
- Bei auffälligem Augen-Make-up bleiben die Lippen dezent, und umgekehrt.
Ein perfekter Lidstrich ist keine Zauberei, sondern das Ergebnis von Vorbereitung, dem passenden Produkt und etwas Übung. Wer die Grundtechnik beherrscht und die Linie an die eigene Augenform anpasst, bekommt einen Augenaufschlag, der sitzt.



