Wer sich mit Make-up beschäftigt, stößt im deutschsprachigen Raum früher oder später auf einen Namen: Horst Kirchberger. Der Münchner Visagist gilt als einer der bekanntesten Vertreter seines Fachs in Deutschland. Sein Ansatz unterscheidet sich von dem vieler anderer Make-up-Künstler: Er will Frauen nicht umgestalten, sondern ihre natürliche Ausstrahlung sichtbar machen. Dieses Prinzip zieht sich durch seine gesamte Arbeit, von der Beratung im Studio über Schulungen bis hin zu seiner eigenen Kosmetiklinie.
Der Name Horst Kirchberger Make Up steht dabei für zweierlei: zum einen für die Arbeitsweise des Visagisten, zum anderen für die Produktlinie, die er 1997 auf den Markt brachte. Beides gehört zusammen. Die Produkte sind aus seiner Praxis heraus entstanden, und seine Praxis folgt einer klaren Philosophie. Wer verstehen möchte, was hinter dem Namen steckt, sollte sich deshalb zuerst mit dieser Philosophie beschäftigen.
Dieser Beitrag erklärt, wer Horst Kirchberger ist, wie seine Linie entstanden ist, welche Produkte sie umfasst und was Frauen aus seiner Arbeitsweise für das eigene Make-up lernen können. Dazu gehören konkrete Anwendungshinweise, typische Fehler und eine Entscheidungshilfe für die Produktauswahl.
Wer Horst Kirchberger ist: Der Visagist mit dem Hang zur Natürlichkeit
Horst Kirchberger wird in Porträts und Berichten immer wieder als Starvisagist bezeichnet, als einer der bekanntesten Visagisten Deutschlands. In der Berichterstattung über sein Fach gilt er sogar als der bekannteste Mann seiner Zunft in der Bundesrepublik. Sein Name steht für Professionalität, Kreativität, einen sicheren Blick für Trends und jahrzehntelange Erfahrung. Doch was ihn von vielen Kollegen unterscheidet, ist weniger der Prominentenfaktor als seine Grundhaltung zur Schönheit.
Sein Credo lautet: die Natürlichkeit einer Frau unterstreichen. Er betrachtet das Gesicht als Ganzheit, nicht als Ansammlung einzelner Partien, die es einzeln zu bearbeiten gilt. Jede Frau ist für ihn einmalig, und genau diese Einmaligkeit will er mit seinem Make-up zum Ausdruck bringen. Das klingt nach einem Werbespruch, ist aber tatsächlich das durchgängige Prinzip seiner Arbeit: Das Make-up soll der Frau dienen, nicht umgekehrt.
Diese Haltung hat praktische Konsequenzen. Wer das Gesicht als Ganzheit sieht, stimmt die Farbtöne aufeinander ab, achtet auf den Übergang zwischen Gesicht und Hals, lässt die Augen nicht isoliert vom Rest des Gesichts hervorstechen und wählt die Intensität des Make-ups nach Anlass, Tageszeit und Persönlichkeit der Frau. Das Ergebnis ist ein Auftritt, der gepflegt und bewusst wirkt, ohne maskenhaft zu erscheinen.
Ein zweiter Grundsatz, der Kirchberger zugeschrieben wird, lautet: „Easy application – professional results.“ Übersetzt bedeutet das: einfache Anwendung, professionelle Ergebnisse. Dieser Satz ist beinahe das Gegenprogramm zu einer Kosmetikwelt, die mit immer komplexeren Techniken und immer mehr Produkten arbeitet. Kirchbergers Ansatz zielt darauf ab, dass Frauen mit überschaubarem Aufwand ein Ergebnis erzielen, das professionell aussieht. Das setzt Produkte voraus, die sich leicht verarbeiten lassen, und Techniken, die man nicht erst studieren muss.
Seine Karriere begann in München, wo er zum Visagisten ausgebildet wurde. Danach führte ihn sein Weg in die Modemetropolen Mailand, Paris, New York und Rom. Dort sammelte er internationale Erfahrung, lernte die Arbeitsweise großer Modehäuser kennen und holte sich Anregungen, die später in seine eigene Linie einflossen. Ergänzt wurde diese Erfahrung durch Beraterverträge bei großen Kosmetikkonzernen, die ihm Einblicke in die Produktentwicklung verschafften, sowie durch Shootings mit Topmodels für Hochglanzcover.
Diese internationale Prägung ist in seiner Arbeit bis heute sichtbar. Wer in Paris und Mailand gelernt hat, wie Models für Laufsteg und Fotoshootings geschminkt werden, kennt sowohl die schnellen, effektiven Techniken des Backstage-Bereichs als auch die präzise Arbeit vor der Kamera. Kirchberger verband beides: das handwerkliche Können für den großen Auftritt und das Gespür für die Person, die vor ihm sitzt.
Vom Studio zum Unternehmen: 1981 bis heute
Im Jahr 1981 eröffnete Horst Kirchberger sein erstes eigenes Studio in München. Es trug bereits seinen Namen, ein Zeichen dafür, dass er von Anfang an als Marke gedacht war. Acht Jahre später, 1989, folgte der nächste Schritt: ein 500 Quadratmeter großes Geschäft im Herzen der Stadt. Hier arbeitet er bis heute mit einem erfahrenen Team zusammen.
Dieses Geschäft ist mehr als ein Verkaufsraum. Es ist gleichzeitig Beratungsort, Schulungsstätte und Aushängeschild seiner Philosophie. Kundinnen können sich hier beraten lassen, Produkte testen und Make-up-Anwendungen direkt ausprobieren. Der Schritt vom reinen Studio zum Geschäft mit Verkaufsfläche war folgerichtig: Wer eine eigene Vorstellung von gutem Make-up hat, braucht auch die passenden Produkte dazu.
Kirchberger behält sein Wissen nicht für sich. Schulungen und Schauvorführungen gehören seit Jahren zu seinem Programm. Frauen, aber auch Fachkräfte aus der Branche können bei ihm lernen, wie man Make-up richtig aufträgt, welche Farben zu welchem Hautton passen und wie man die natürliche Ausstrahlung betont. Diese Schulungen sind ein wichtiger Baustein seines Erfolgs, denn sie schaffen Vertrauen und machen seine Methoden nachvollziehbar.
Auch die Medien schätzen seine Arbeit. Illustrierte berichten regelmäßig über seine Tätigkeit, und im Bayerischen Fernsehen wird er für Produktionen gebucht, wenn es um Kosmetik geht. Darüber hinaus betreut er bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler. Im Bereich der Modenschauen vertrauten große Modeschöpfer wie Karl Lagerfeld auf sein Können. Diese Mischung aus Fernseh-, Film- und Laufstegarbeit macht ihn zu einem der vielseitigsten Visagisten des Landes.
Sein Wissen hat Kirchberger zudem in einem Buch festgehalten. Damit richtet er sich an alle Frauen, die seine Techniken auch zu Hause anwenden möchten. Das Buch ergänzt die praktischen Schulungen und macht seine Arbeitsweise einem breiten Publikum zugänglich.
Die eigene Make-up-Linie: 1997 beginnt ein neues Kapitel
Der Schritt zur eigenen Produktlinie war die logische Konsequenz aus seiner Arbeit. Die Nachfrage war da: Kundinnen, die seine Techniken schätzten, wollten auch die Produkte verwenden, mit denen er arbeitete. Im Jahr 1997 brachte Horst Kirchberger deshalb eine eigene Make-up-Linie auf den Markt, die seinen Namen trägt.
Vorausgegangen war eine lange und konzentrierte Entwicklungsarbeit. Kirchberger konnte dabei auf seine Erfahrungen aus der Beratung großer Kosmetikkonzerne zurückgreifen. Er wusste, worauf es bei guten Produkten ankommt: auf die richtige Konsistenz, auf Farbtöne, die zu verschiedenen Hauttypen passen, und auf eine einfache Anwendung. Diese Kriterien flossen direkt in die Entwicklung seiner eigenen Produkte ein.
Der Markt nahm die Linie gut auf. Führende Parfümerien in den deutschsprachigen Ländern und in den Beneluxländern nahmen die Produkte in ihr Sortiment auf. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg, denn der Kosmetikmarkt ist hart umkämpft. Dass sich eine Linie, die auf den Namen eines einzelnen Visagisten setzt, gegen die großen Konzerne behaupten kann, spricht für die Überzeugungskraft des Konzepts.
Was zeichnet das Sortiment aus? Die Produkte sind gut aufeinander abgestimmt. Die Farbtöne verschiedener Artikel harmonieren miteinander, sodass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Die Artikel gelten als innovativ und gut kombinierbar. Und das Sortiment wächst stetig: Immer wieder kommen Produktneuheiten hinzu, die die bestehende Palette ergänzen.
Für die Anwenderinnen ist genau das ein entscheidender Vorteil. Wer Produkte einer Linie verwendet, die aufeinander abgestimmt sind, spart sich das mühsame Zusammenstellen einzelner Artikel verschiedener Hersteller. Die Abstimmung betrifft nicht nur die Farben, sondern auch die Texturen und die Anwendung: Eine Foundation, ein Puder, ein Lippenstift und ein Liner, die aufeinander abgestimmt sind, ergeben ein harmonischeres Ergebnis als vier Produkte, die jeweils für sich gut sind, aber nicht zusammenpassen.
Das Sortiment im Überblick: Produkte für den natürlichen Auftritt
Das Sortiment von Horst Kirchberger Make Up umfasst Produkte für verschiedene Schritte des Make-ups. Einige Kategorien sind aus der Berichterstattung über sein Geschäft bekannt, andere aus der aktuellen Produktpräsentation seiner Linie.
Zu den klassischen Produkten gehören:
- Augenbrauenpuder: Er dient dazu, die Augenbrauen aufzufüllen und zu definieren, ohne dass sie gezeichnet wirken. Gut sitzende Augenbrauen rahmen das Gesicht ein und geben ihm Struktur.
- Natur Make Up: Eine Foundation, die leichte bis mittlere Deckkraft bietet und den Hautton ausgleicht, ohne maskenhaft zu wirken. Sie passt zum Prinzip der Natürlichkeit.
- Dunkles Make Up: Eine Variante mit stärkerer Deckkraft und dunkleren Farbtönen, die sich für besondere Anlässe oder für Frauen mit dunklerem Hautton eignet.
- Vichy Kosmetikprodukte: Im Geschäft werden auch Produkte der Marke Vichy geführt, die für ihre Hautpflege bekannt ist. Damit lässt sich die dekorative Kosmetik mit pflegenden Produkten kombinieren.
- Make-up-Pinsel verschiedener führender Hersteller: Gute Pinsel sind die Voraussetzung für ein präzises Ergebnis. Die Auswahl im Geschäft umfasst Pinsel für verschiedene Anwendungen, vom Foundation-Pinsel bis zum feinen Lidschattenpinsel.
In der aktuellen Produktpräsentation der eigenen Linie finden sich weitere Artikel:
- Liquid Liner: Ein flüssiger Eyeliner, der mit dem Anspruch höchster Präzision für einen starken Ausdruck beworben wird. Ein präziser Lidstrich ist eine der wirkungsvollsten Techniken, um den Blick zu betonen.
- Hydration Lipstick: Ein Lippenstift, der Farbe und Pflege verbindet. Die Formulierung soll die Lippen nicht austrocknen, sondern mit Feuchtigkeit versorgen. Das entspricht dem Anspruch, dass Make-up nicht nur gut aussehen, sondern auch der Haut guttun soll.
- Ultra Gloss: Ein Lipgloss, der brillante Lippen im Handumdrehen verspricht. Gloss ist die schnelle Lösung für alle, die den Lippen Glanz verleihen möchten, ohne aufwendig zu arbeiten.
- Bronzing Powder Refill: Ein Bronzer als Nachfüllpackung. Bronzer verleihen dem Gesicht Wärme und eine gesunde Frische. Die Refill-Variante ist praktisch und spart Verpackung.
- Face Creams: Gesichtscremes, die in der Präsentation als demnächst verfügbar markiert sind. Sie zeigen, dass die Linie über die dekorative Kosmetik hinaus auch Pflegeprodukte umfassen soll.
Die Pinsel der Linie werden mit dem Hinweis „Jedes Stück ein Unikat“ beschrieben. Das deutet darauf hin, dass es sich um individuell gefertigte Stücke handelt, die sich in Maserung und Griff voneinander unterscheiden. Für Sammler und Profis ist das ein interessantes Detail, denn gute Pinsel sind das wichtigste Werkzeug für ein sauberes Make-up.
Was Frauen von Kirchbergers Arbeitsweise lernen können
Die Philosophie von Horst Kirchberger lässt sich auf den eigenen Alltag übertragen, ganz unabhängig davon, ob man seine Produkte verwendet oder nicht. Aus seiner Arbeitsweise lassen sich konkrete Prinzipien ableiten.
Das Gesicht als Ganzheit behandeln
Der wichtigste Grundsatz ist die Ganzheitlichkeit. Viele Frauen schminken ihre Augen besonders aufwendig, vernachlässigen aber den Rest des Gesichts. Das Ergebnis wirkt unharmonisch. Besser ist es, das Make-up als Gesamtkomposition zu betrachten: Die Foundation gleicht den Hautton aus, die Augenbrauen geben dem Gesicht Struktur, die Augen werden betont, und die Lippen erhalten eine Farbe, die zum Gesamteindruck passt. Kein Bereich sollte isoliert hervorstechen.
Natürlichkeit als Ziel setzen
Das Ziel ist nicht, ein anderes Gesicht zu erschaffen, sondern das vorhandene zu betonen. Das bedeutet: den eigenen Hautton respektieren, nicht zwei Nuancen dunkler oder heller wählen, als die Haut tatsächlich ist. Es bedeutet auch, die Deckkraft dem Anlass anzupassen. Für den Tag reicht oft eine leichte Foundation oder ein getöntes Produkt, für den Abend darf es etwas mehr sein.
Einfache Anwendung vor Komplexität
Der Grundsatz „Easy application – professional results“ ist eine Absage an überkomplexe Make-up-Routinen. Wer morgens wenig Zeit hat, braucht Produkte, die schnell und unkompliziert anzuwenden sind. Ein guter Pinsel, eine passende Foundation und ein Lippenstift, der nicht verschmiert, sind oft wichtiger als zehn verschiedene Produkte, die jeweils einzeln gut sind, aber zusammen zu viel Zeit kosten.
Eine natürliche Routine in fünf Schritten
Aus diesen Prinzipien lässt sich eine einfache Routine ableiten, die dem Ansatz von Kirchberger folgt:
- Haut vorbereiten: Make-up hält auf gepflegter Haut besser und sieht natürlicher aus. Eine leichte Feuchtigkeitscreme, die gut eingezogen ist, bildet die Grundlage. Wer zu Glanz neigt, wählt eine mattierende Tagespflege.
- Foundation dünn auftragen: Das Natur Make Up oder eine passende Foundation wird in dünnen Schichten aufgetragen, am besten mit einem Foundation-Pinsel oder einem feuchten Schwamm. Die Übergänge am Kiefer und am Haaransatz werden sorgfältig verblendet.
- Augenbrauen definieren: Mit Augenbrauenpuder und einem schrägen Pinsel werden die Brauen in kleinen Strichen aufgefüllt. Die Farbe sollte eine Nuance heller sein als die natürliche Brauenfarbe, damit das Ergebnis weich wirkt.
- Augen betonen: Ein präziser Liquid Liner entlang des oberen Wimpernkranzes öffnet den Blick. Wer es weicher mag, verblendet die Linie mit einem dunklen Lidschatten. Wichtig ist, dass die Linie dicht an den Wimpern ansetzt.
- Lippen und Finish: Ein Hydration Lipstick gibt Farbe und Pflege, ein Hauch Ultra Gloss in der Mitte der Lippen sorgt für Glanz. Zum Schluss wird nur dort gepudert, wo Glanz entsteht, also an Stirn, Nase und Kinn.
Diese Routine dauert in der geübten Anwendung nur wenige Minuten und führt zu einem Ergebnis, das dem Prinzip der Natürlichkeit folgt.
Die richtigen Werkzeuge verwenden
Gute Pinsel sind die halbe Miete. Ein Foundation-Pinsel, ein Puderpinsel und ein kleiner Lidschattenpinsel decken die meisten Bedürfnisse ab. Wer in hochwertige Pinsel investiert, arbeitet präziser und spart langfristig Geld, weil die Pinsel bei guter Pflege viele Jahre halten. Die Pinsel von Horst Kirchberger Make Up werden als Unikate beschrieben, was zeigt, welchen Stellenwert das Werkzeug in seiner Arbeitsweise hat.
Typische Fehler, die den natürlichen Effekt zerstören
Wer den natürlichen Look anstrebt, sollte einige Fehler vermeiden. Diese Fehler sind in der Praxis weit verbreitet und widersprechen direkt dem Prinzip der Natürlichkeit.
Der falsche Farbton
Der häufigste Fehler ist eine Foundation, die nicht zum Hautton passt. Zu dunkle Töne wirken maskenhaft, zu helle Töne lassen das Gesicht fahl wirken. Die Lösung: den Farbton am Kiefer testen, nicht am Handgelenk, und bei Tageslicht prüfen. Der richtige Ton verschwindet optisch in der Haut.
Zu viel Produkt
Mehr ist nicht besser. Zu viel Foundation, zu viel Puder, zu viel Lidschatten lassen das Gesicht schwer und unnatürlich wirken. Die Lösung: in dünnen Schichten arbeiten und nur dort nachlegen, wo wirklich mehr Deckkraft nötig ist. Eine dünne Schicht, die den Hautton ausgleicht, ist wertvoller als eine dicke Schicht, die alles abdeckt.
Die Brauen ignorieren
Wer die Augenbrauen vernachlässigt, verschenkt das Potenzial des Gesichts. Ungepflegte oder ausgedünnte Brauen lassen das Gesicht müde wirken, selbst wenn das übrige Make-up perfekt ist. Die Lösung: die Brauen regelmäßig in Form bringen und mit Puder oder Stift auffüllen.
Der harte Lidstrich
Ein Lidstrich, der hart und ohne Auslaufen gezogen ist, wirkt streng. Die Lösung: den Strich weich auslaufen lassen, mit einem Pinsel verblenden oder einen Liner verwenden, der präzise arbeitet, und die Linie dicht an den Wimpern entlangführen.
Die Lippen vernachlässigen
Trockene, rissige Lippen zerstören jeden Lippenstift. Die Lösung: Lippenpflege als Grundlage, vor dem Auftragen einziehen lassen, dann Farbe auftragen. Ein Lippenstift mit pflegenden Inhaltsstoffen, wie der Hydration Lipstick, unterstützt diesen Effekt.
Kein Puder, oder zu viel Puder
Puder fixiert das Make-up und verhindert Glanz. Zu viel Puder lässt die Haut jedoch trocken und kreidig wirken. Die Lösung: nur dort pudern, wo Glanz entsteht, also an Stirn, Nase und Kinn, und mit einem großen, weichen Pinsel arbeiten.
Das Gesicht vom Hals trennen
Eine sichtbare Kante zwischen geschminktem Gesicht und ungeschminktem Hals ist ein sicherer Weg, das natürliche Ergebnis zu zerstören. Die Lösung: die Foundation bis zum Halsansatz verblenden oder einen Farbton wählen, der so gut passt, dass die Kante gar nicht erst entsteht.
Entscheidungshilfe: Welche Produkte passen zu welchem Ziel?
Nicht jede Frau braucht alle Produkte. Die Auswahl sollte sich nach dem eigenen Typ, dem Anlass und der zur Verfügung stehenden Zeit richten. Die folgende Übersicht hilft bei der Entscheidung.
Für den Alltag: Natur Make Up
Wer ein unkompliziertes Make-up für den Tag sucht, ist mit einem Natur Make Up gut beraten. Es gleicht den Hautton aus, ohne schwer zu wirken, und lässt sich schnell auftragen. Kombiniert mit Augenbrauenpuder und einem dezenten Lippenstift ergibt sich ein gepflegter Look, der im Büro und im Alltag funktioniert.
Für den Abend: Dunkles Make Up
Für besondere Anlässe darf es kräftiger sein. Ein dunkleres Make-up bietet mehr Deckkraft und sorgt dafür, dass das Gesicht auch bei künstlichem Licht gut aussieht. Wichtig ist, dass der Ton trotzdem zum Hautton passt und die Übergänge weich sind.
Für die Augen: Liquid Liner und Augenbrauenpuder
Wer den Blick betonen möchte, hat mit einem präzisen Liquid Liner und einem Augenbrauenpuder die wichtigsten Werkzeuge. Der Liner setzt eine klare Linie, das Puder füllt die Brauen auf. Beides zusammen rahmt das Gesicht ein und gibt ihm Ausdruck.
Für die Lippen: Hydration Lipstick und Ultra Gloss
Wer Farbe und Pflege verbinden möchte, wählt einen Hydration Lipstick. Wer es schnell und glänzend mag, greift zum Ultra Gloss. Beide Produkte lassen sich auch kombinieren: erst der Lippenstift, darüber ein Hauch Gloss in der Mitte der Lippen.
Für die Wärme: Bronzing Powder
Ein Bronzer verleiht dem Gesicht eine gesunde Frische, besonders in den Wintermonaten, wenn die Haut blass ist. Das Bronzing Powder als Refill ist praktisch, weil die Nachbestellung einfacher ist. Wichtig ist, den Bronzer sparsam aufzutragen und gut zu verblenden.
Für die Pflege: Vichy Produkte und Face Creams
Make-up hält auf gepflegter Haut besser und sieht natürlicher aus. Deshalb ergänzen Pflegeprodukte das Sortiment. Vichy Kosmetikprodukte sind im Geschäft erhältlich, und die eigene Linie arbeitet an Gesichtscremes, die als demnächst verfügbar angekündigt sind. Wer seine Haut regelmäßig pflegt, braucht später weniger Make-up.
Fazit: Was bleibt von Horst Kirchberger Make Up?
Horst Kirchberger hat seit 1981 eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Vom ausgebildeten Visagisten in München über internationale Stationen in den Modemetropolen bis zum eigenen Studio, zur eigenen Produktlinie und zur Arbeit für Fernsehen, Film und Modehäuser: Sein Name steht für eine bestimmte Haltung zur Schönheit.
Diese Haltung lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen: Das Gesicht ist eine Ganzheit. Die Natürlichkeit einer Frau ist der Ausgangspunkt, nicht das zu korrigierende Problem. Make-up soll die Persönlichkeit unterstreichen, nicht überdecken. Und gute Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie einfach anzuwenden sind und professionelle Ergebnisse liefern.
Für Frauen, die diese Prinzipien übernehmen möchten, ist der Weg klar: den eigenen Hautton respektieren, in dünnen Schichten arbeiten, die Augenbrauen nicht vergessen, auf weiche Übergänge achten und Produkte wählen, die zueinander passen. Ob man dabei zu den Produkten von Horst Kirchberger greift oder zu anderen Marken, ist zweitrangig. Entscheidend ist die Haltung: weniger Maske, mehr Mensch.
Seine eigene Linie bietet dafür eine durchdachte Auswahl, von der Foundation über Augenbrauenpuder und Pinsel bis zu Lippenprodukten. Die Abstimmung der Produkte untereinander nimmt der Anwenderin die Arbeit des Zusammenstellens ab. Und wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet in seinen Schulungen, Vorführungen und seinem Buch reichlich Gelegenheit dazu.
Horst Kirchberger Make Up ist damit mehr als ein Produktname. Es ist ein Konzept, das Frauen befähigen soll, mit überschaubarem Aufwand das Beste aus ihrem Gesicht herauszuholen. Genau das macht den Namen bis heute relevant.




