Volle, dichte Wimpern geben dem Gesicht Ausdruck und machen den Augenaufschlag zum Blickfang. Doch nicht jede Frau hat von Natur aus kräftige Wimpern, und auch Mascara stößt an seine Grenzen, wenn die eigenen Härchen dünn, kurz oder schlicht zu unauffällig sind. Falsche Wimpern schließen diese Lücke: Sie lassen sich für einen einzelnen Abend mit Kleber am Lid befestigen oder für mehrere Wochen professionell im Studio anbringen. Damit das Ergebnis natürlich wirkt und zuverlässig hält, kommt es auf die passende Wimpernart, eine gründliche Vorbereitung und die richtige Technik an. Dieser Beitrag erklärt, welche Arten von Fake Lashes es gibt, wie Sie diese Schritt für Schritt aufkleben, welche Fehler Anfänger typischerweise machen und wie Sie die Wimpern nach dem Tragen reinigen und wiederverwenden.

Was falsche Wimpern leisten und wann sie sich lohnen

Falsche Wimpern sind mehr als ein Trick für die Partynacht. Sie verlängern und verdichten den natürlichen Wimpernkranz und verstärken die Ausdruckskraft der Augen. Wer von Natur aus wenig ausgeprägte Wimpern hat oder mit dem Ergebnis von Mascara nicht zufrieden ist, bekommt mit Fake Lashes sichtbar mehr Volumen. Das gilt für das obere wie für das untere Lid, denn künstliche Wimpern gibt es für beide Bereiche.

Auch für besondere Anlässe sind falsche Wimpern eine einfache Möglichkeit, den Look gezielt zu verändern. Ein festliches Make-up mit hoher Deckkraft, wie es zur Party oder zum Abendessen getragen wird, wirkt mit einem kräftigen Wimpernkranz gleich viel ausdrucksstärker. Der entscheidende Vorteil gegenüber täglichem Tuschen: Das Ergebnis ist sofort sichtbar und bleibt über Stunden stabil. Während Mascara im Laufe des Tages verschmieren oder bröckeln kann, sitzen gut geklebte Fake Lashes mehrere Stunden sicher auf dem Lid.

Wer den Look regelmäßig tragen möchte, steht vor der Wahl zwischen wiederverwendbaren Wimpernstreifen für zu Hause und einer Wimpernverlängerung im Studio. Beide Varianten haben ihre Berechtigung und unterscheiden sich vor allem im Zeitaufwand und im Halt. Wimpernstreifen lassen sich in wenigen Minuten selbst anbringen und wieder abnehmen. Eine Studio-Verlängerung hält dagegen mehrere Wochen und erspart das tägliche Kleben, erfordert aber einen Termin und regelmäßige Auffrischung.

Die wichtigsten Wimpernarten im Überblick

Bevor Sie sich für ein Produkt entscheiden, sollten Sie wissen, welche Arten von falschen Wimpern es gibt und wofür sie sich eignen. Die Auswahl ist groß, doch die meisten Produkte lassen sich drei Gruppen zuordnen.

Wimpernstreifen aus einem Stück

Die klassischen Strip Lashes bestehen aus einem durchgehenden Band, auf dem mehrere Wimpernhaare befestigt sind. Das ganze Band wird in einem Stück auf das Lid geklebt. Diese Variante ist besonders schnell angebracht und eignet sich für alle, die wenig Zeit haben oder ein gleichmäßiges Ergebnis wünschen. Der Halt entsteht über einen speziellen Wimpernkleber, der auf die Unterseite des Bands aufgetragen wird. Einige Produkte enthalten den Kleber bereits in der Verpackung, bei anderen müssen Sie das Haftmittel separat kaufen. Ein Blick auf die Packungsangabe verrät, welche Variante Sie vor sich haben, damit Sie die richtigen Produkte kombinieren.

Einzelwimpern zum Verdichten

Neben den fertigen Streifen gibt es Produkte mit vielen einzelnen Wimpern. Diese werden nicht als zusammenhängendes Band aufgebracht, sondern einzeln auf die eigenen Härchen gesetzt. Einzelwimpern eignen sich vor allem zum Verdichten des natürlichen Wimpernkranzes. Wer dünne oder lückenhafte Wimpern hat, kann gezielt einzelne Härchen an den Stellen ergänzen, an denen der Wimpernkranz spärlich ist. Das Ergebnis wirkt besonders natürlich, weil keine sichtbare Klebelinie entsteht. Der Aufwand ist jedoch höher, da jede Wimper einzeln positioniert werden muss. Dafür lässt sich das Volumen genau dort aufbauen, wo es gebraucht wird.

Wiederverwendbare und einmalige Produkte

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Wiederverwendbarkeit. Wenn Sie die falschen Wimpern mehrfach tragen möchten, entscheiden Sie sich für wiederverwendbare Produkte. Diese lassen sich nach dem Tragen vorsichtig reinigen und sind damit auf Dauer die wirtschaftlichere Wahl. Einmal-Wimpern sind dagegen für den einmaligen Gebrauch gedacht und werden nach dem Abnehmen entsorgt.

Wichtig ist eine realistische Erwartung an den Halt: Zum dauerhaften Tragen über mehrere Tage oder Wochen sind Fake Lashes aus der Drogerie nicht gedacht. Sie lösen sich nach einer Weile, weil der Kleber nicht für einen langfristigen Halt ausgelegt ist. Wer seine Wimpern über einen längeren Zeitraum verlängert tragen möchte, ist mit einer professionellen Wimpernverlängerung im Studio besser beraten.

Wimpernverlängerung im Studio: Was Sie erwartet

Wer nicht jeden Morgen Zeit mit dem Aufkleben von Fake Lashes verbringen möchte, kann sich die Wimpern professionell verlängern lassen. Eine solche Behandlung wird in einem speziellen Studio durchgeführt und eignet sich sowohl zum Verlängern als auch zum Verdichten der eigenen Wimpern.

Bei der Behandlung setzt die Kosmetikerin die künstlichen Härchen Stück für Stück einzeln auf die eigenen Wimpern. Weil jede Härchenreihe individuell an die Form des Auges angepasst wird, wirkt die Verlängerung sehr natürlich. Zum Einsatz kommt ein langanhaltender Spezialkleber, der deutlich robuster ist als handelsübliche Wimpernkleber aus der Drogerie. Er hält auch Belastungen stand: Mit professionell geklebten Extensions sind Duschen und Schwimmen möglich, ohne dass sich die Wimpern lösen.

Der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen. Eine solche Behandlung dauert etwa zwei Stunden. In dieser Zeit werden bis zu 140 Wimpernhaare einzeln aufgeklebt. Das klingt aufwendig, ist aber der Grund für das natürliche Ergebnis: Statt eines sichtbaren Bands entsteht ein dichter, gleichmäßiger Wimpernkranz, der sich kaum von natürlichen Wimpern unterscheidet.

Auch eine professionelle Wimpernverlängerung ist nicht dauerhaft. Jeder Mensch verliert seine Wimpern wie auch die Kopfhaare nach einer gewissen Zeit, und neue Härchen wachsen nach. Die künstlichen Wimpern fallen mit den natürlichen Härchen aus, an die sie geklebt wurden. Deshalb müssen die Extensions nach einer Weile erneuert werden. Sobald die ersten Lücken sichtbar werden, ist ein Auffrischungstermin im Studio nötig. Wie schnell das der Fall ist, hängt vom persönlichen Wimpernzyklus ab und kann individuell unterschiedlich sein.

Den passenden Look wählen: Von natürlich bis auffällig

Falsche Wimpern gibt es in so vielen Ausführungen, dass für jeden Anlass und jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Spanne reicht vom natürlichen Look über den sexy Wimpernkranz bis hin zum verrückten Design für die Partynacht. Welche Wimper die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wo Sie sie tragen möchten und wie viel Aufmerksamkeit Sie wünschen.

Für den Alltag oder den ersten Versuch eignen sich dezente Modelle, die sich eng an die Länge und Dichte der eigenen Wimpern anschmiegen. Sie verleihen dem Blick mehr Tiefe, ohne dass jemand die falschen Härchen auf den ersten Blick erkennt. Wer das Ergebnis natürlicher wirken lassen möchte, kann Einzelwimpern verwenden, die gezielt Lücken füllen, statt ein komplettes Band aufzulegen.

Für den Abend dürfen es kräftigere Wimpern sein. Ein Make-up mit hoher Deckkraft, wie es zur Party getragen wird, verträgt einen deutlich sichtbaren Wimpernkranz. Wählen Sie für einen auffälligen Look lange Wimpern, die weit über die eigenen Härchen hinausragen. Sie öffnen das Auge und setzen einen klaren Akzent, der auch aus der Distanz wahrnehmbar ist.

Wer es noch extremer mag, findet falsche Wimpern mit Strass oder Federn. Diese Modelle sind keine Alltagsbegleiter, sondern echte Hingucker für besondere Anlässe. Sie funktionieren am besten, wenn das übrige Make-up dezent bleibt und die Wimpern die Bühne allein bekommen. Auf diese Weise entsteht kein überladener Gesamteindruck, sondern ein bewusst gesetzter Blickfang.

Vorbereitung: Das brauchen Sie, bevor Sie aufkleben

Der häufigste Grund, warum falsche Wimpern nicht halten, ist eine unzureichende Vorbereitung. Der Kleber haftet nur auf einer sauberen, fettfreien Haut. Bevor Sie mit dem Aufkleben beginnen, reinigen Sie das Gesicht deshalb gründlich. Entfernen Sie alle Reste von Make-up, Creme und Pflegeprodukten im Augenbereich. Auch natürliche Hautfette setzen dem Kleber zu. Nur auf einer sauberen Lidpartie kann der Wimpernkleber richtig wirken und die Wimpern für mehrere Stunden sicher halten.

Neben den Fake Lashes selbst benötigen Sie einige Hilfsmittel, die den Auftrag erleichtern:

  • Eine Pinzette, um die Wimpern vorsichtig aufzunehmen und zu positionieren
  • Ein Volumen-Mascara, um die eigenen Wimpern mit den falschen zu verbinden
  • Ein Eyeliner, um den Wimpernkranz zu betonen und die Klebelinie zu kaschieren
  • Eine Wimpernzange, um den natürlichen Wimpern vor dem Kleben Schwung zu verleihen
  • Ein Wattestäbchen, um die geklebte Wimper sanft anzudrücken
  • Gegebenenfalls ein alkoholisches Reinigungsmittel für die spätere Pflege der Wimpern

Legen Sie alle Utensilien griffbereit, bevor Sie mit dem Kleben beginnen. Wenn Sie während der Arbeit erst nach der Pinzette oder dem Kleber suchen müssen, trocknet der Kleber auf dem Wimpernband an und verliert seine Klebekraft.

Schritt für Schritt: Fake Lashes richtig anbringen

Das Aufkleben von falschen Wimpern erfordert etwas Übung und Geduld. Mit der folgenden Reihenfolge gelingt der Auftrag auch Anfängern. Nehmen Sie sich für den ersten Versuch bewusst Zeit und arbeiten Sie in Ruhe vor einem gut beleuchteten Spiegel.

Schritt 1: Die eigenen Wimpern in Form bringen

Bevor der Kleber aufgetragen wird, bringen Sie Ihre natürlichen Wimpern in die gewünschte Form. Eine Wimpernzange hilft dabei, die Härchen dezent nach oben zu biegen und ihnen einen Schwung zu verleihen. Dieser Schritt ist wichtig, weil die falschen Wimpern später auf dem natürlichen Wimpernkranz aufliegen. Wenn die eigenen Wimpern gerade oder nach unten gerichtet sind, entsteht ein unruhiges Gesamtbild und der Schwung der Fake Lashes kommt nicht zur Geltung.

Schritt 2: Kleber auf die Unterseite des Wimpernbands auftragen

Tragen Sie den Klebstoff dünn auf die untere Seite des Wimpernbands auf. Weniger ist hier mehr: Zu viel Kleber quillt beim Andrücken seitlich heraus, klebt die Härchen zusammen und hinterlässt sichtbare Rückstände auf dem Lid. Verteilen Sie den Kleber gleichmäßig über die gesamte Länge des Bands, damit später keine Stelle aufklappt. Wenn Sie den Kleber separat kaufen, achten Sie darauf, ein Produkt zu wählen, das für die Augenpartie geeignet ist.

Schritt 3: Den Kleber kurz antrocknen lassen

Warten Sie nach dem Auftragen einen kurzen Moment, bis der Kleber leicht angetrocknet ist. Der Kleber entwickelt seine volle Haftkraft nicht im flüssigen Zustand, sondern erst, wenn er eine zähere, leicht klebrige Konsistenz erreicht hat. Wer das Wimpernband sofort auf das Lid drückt, riskiert, dass es verrutscht oder nicht richtig haftet. Die richtige Wartezeit erkennen Sie daran, dass der Kleber nicht mehr glänzt, aber noch leicht klebt.

Schritt 4: Die Wimper mit der Pinzette aufnehmen

Nehmen Sie das vorbereitete Wimpernband vorsichtig mit einer Pinzette auf. Fassen Sie das Band möglichst nahe an der Kante an, ohne die Härchen zu quetschen. So behalten Sie die Kontrolle über die Position, ohne die Form der Wimpern zu verändern. Wichtig ist, dass Sie das Band an einer Stelle fassen, die später auf dem Lid aufliegt und nicht im freien Raum schwebt.

Schritt 5: Die Wimper nahe am eigenen Wimpernrand ansetzen

Führen Sie das Wimpernband dicht an den eigenen Wimpernkranz heran. Der entscheidende Punkt ist die Position: Die falsche Wimper muss mittig aufgesetzt werden, sodass sie genau über den eigenen Härchen liegt. Setzen Sie das Band nicht zu weit oben auf dem Lid und nicht zu weit entfernt vom Wimpernrand an. Beides fällt sofort auf und wirkt unnatürlich. Beginnen Sie in der Augenmitte und drücken Sie das Band dann vorsichtig nach außen und innen an. Dieser Schritt benötigt etwas Übung, besonders am äußeren Augenwinkel, wo das Band der Lidkrümmung folgen muss.

Schritt 6: Mit dem Wattestäbchen andrücken

Wenn die Wimper an der richtigen Stelle sitzt, drücken Sie sie sanft mit einem Wattestäbchen an die Haut. Das Andrücken sorgt dafür, dass der Kleber optimal wirkt und die Wimper über die gesamte Länge Kontakt zum Lid hat. Arbeiten Sie sich von der Mitte nach außen vor und vermeiden Sie starken Druck, damit das Band nicht verrutscht. Nach dem Andrücken lassen Sie den Kleber vollständig trocknen, bevor Sie die Wimper anfassen oder mit dem Schminken beginnen.

Typische Fehler beim Aufkleben und wie Sie sie vermeiden

Auch wenn die Grundtechnik einfach klingt, passieren beim Auftrag immer wieder dieselben Fehler. Wer sie kennt, kann sie gezielt vermeiden und spart sich das mühsame Neukleben.

Zu viel Kleber aufgetragen

Die häufigste Fehlerquelle ist eine zu großzügige Menge Klebstoff. Überschüssiger Kleber quillt beim Andrücken hervor, trocknet als sichtbarer Film auf dem Lid und verklebt die Wimpernhaare. Tragen Sie den Kleber deshalb dünn und gleichmäßig auf. Wenn doch einmal zu viel auf dem Band ist, entfernen Sie den Überschuss, bevor Sie das Band auf das Lid setzen.

Das Wimpernband sitzt zu weit oben

Falsche Wimpern wirken nur dann natürlich, wenn sie direkt am eigenen Wimpernkranz anliegen. Ein zu hoher Sitz erzeugt eine sichtbare Lücke zwischen der falschen Wimper und den eigenen Härchen. Kontrollieren Sie die Position vor dem Andrücken im Spiegel und korrigieren Sie sie, solange der Kleber noch feucht ist. Je näher das Band am natürlichen Wimpernkranz sitzt, desto unauffälliger ist die Klebelinie.

Der Kleber wird nicht angetrocknet

Wer das Band direkt nach dem Auftragen des Klebers aufs Lid drückt, erhält keinen stabilen Halt. Der Kleber braucht einen Moment, bis er die richtige Konsistenz erreicht hat. Warten Sie, bis er leicht angetrocknet und zähflüssig ist, bevor Sie die Wimper ansetzen. Das gilt besonders für dickflüssige Kleber, die sonst zwischen Band und Lid herausquellen.

Auf ungepflegter Haut geklebt

Reste von Make-up, Creme oder Hautfett verhindern, dass der Kleber richtig haftet. Die Wimper hält dann nur kurz oder löst sich an einer Stelle. Eine gründliche Reinigung der Lidpartie vor dem Auftrag ist deshalb keine optionale Vorbereitung, sondern die Grundlage für ein langlebiges Ergebnis. Auch die Hände sollten sauber und fettfrei sein, wenn Sie das Band anfassen.

Nach dem Kleben zu viel bewegt

Direkt nach dem Aufsetzen ist die Klebeverbindung noch empfindlich. Wer die Wimper in den ersten Minuten berührt, an ihr zupft oder das Lid stark bewegt, löst die Verbindung wieder. Lassen Sie den Kleber in Ruhe trocknen und korrigieren Sie die Position nur, solange der Kleber noch feucht ist. Nach dem Trocknen sitzt die Wimper fest und hält auch alltägliche Bewegungen aus.

Das Make-up um die falschen Wimpern herum

Falsche Wimpern sind nur ein Teil des Augen-Make-ups. Damit alles wie aus einem Guss wirkt, stimmen Sie das restliche Make-up auf die Wimpern ab. Beginnen Sie erst mit dem Schminken, wenn der Kleber vollständig getrocknet ist. Andernfalls verschieben Sie die Wimpern oder verwischen das frische Make-up.

Eyeliner entlang des Wimpernkranzes

Ein dunkler Eyeliner zieht eine Linie entlang des oberen Wimpernkranzes und verbindet die falschen Wimpern optisch mit dem Lid. Am äußeren Lidrand kann der Strich leicht nach oben geschwungen auslaufen. Dieser Schwung verlängert das Auge optisch und betont den Schwung der Wimpern. Die Linie sollte möglichst dicht am Wimpernkranz entlanggeführt werden, damit keine helle Haut zwischen Wimpernband und Lidlinie sichtbar bleibt.

Für einen extravaganten Style verwenden Sie zusätzlich einen Eyeliner in einem silbernen Farbton. Diesen tragen Sie etwas oberhalb der dunklen Linie auf. Der silberne Akzent setzt einen eigenen Glanzpunkt und hebt das Make-up von einem klassischen Abend-Look ab. Wer es dezenter mag, lässt den silbernen Eyeliner weg und beschränkt sich auf die dunkle Lidlinie.

Foundation auf dem Augenlid

Behandeln Sie das Augenlid vor dem Schminken mit Ihrer Foundation. Sie sorgt dafür, dass das Make-up auf dem Lid besser haftet und die Haut gleichmäßig wirkt. Gleichzeitig gleicht sie farbliche Unterschiede zwischen der natürlichen Lidhaut und der Klebelinie der falschen Wimpern aus. Tragen Sie die Foundation dünn auf und verblenden Sie sie gut, damit keine sichtbaren Kanten entstehen.

Kajal am unteren Lid

Für ein professionelles Make-up wird zusätzlich die innere und äußere Seite des unteren Augenlids mit einem Kohl-Kajalstift nachgezeichnet. Der Kajalstift sollte möglichst weich sein, damit er sich gut verwischen lässt. Zum Verwischen eignet sich ein Smoother, ein Stift mit einem kleinen Schwämmchen am Ende. Mit ihm wird die Kajal-Linie sanft ausgewischt, sodass ein weicher, rauchiger Übergang entsteht. Eine harte, unverwischte Linie wirkt dagegen streng und lässt das Auge kleiner erscheinen.

Volumen-Mascara über den Wimpern

Um die falschen Wimpern richtig in Szene zu setzen, tuschen Sie mehrmals großzügig mit einem Volumen-Mascara über die Härchen. Der Mascara verbindet die falschen Wimpern mit den echten, sodass ein aufregender, dichter Look entsteht. Achten Sie darauf, die Wimpern nicht zu stark zu belasten: Der Mascara sollte gleichmäßig verteilt sein und keine schweren Klumpen bilden, die die falschen Wimpern nach unten ziehen. Arbeiten Sie in mehreren dünnen Schichten statt in einer dicken.

Eine Wimpernbürste hilft anschließend dabei, Fliegenbeine zu entfernen und die Wimpern gleichmäßig geschminkt aussehen zu lassen. Fahren Sie mit der Bürste vorsichtig durch die Härchen, solange der Mascara noch nicht vollständig getrocknet ist. Danach sitzt der Look und die falschen Wimpern gehen nahtlos in die eigenen über.

Falsche Wimpern entfernen, reinigen und wiederverwenden

Wer wiederverwendbare Wimpern gekauft hat, möchte sie mehrfach tragen. Damit das möglich ist, müssen die Fake Lashes nach dem Tragen sorgfältig behandelt werden. Entfernen Sie die Wimpern zuerst vorsichtig vom Lid. Ziehen Sie nicht ruckartig an den Härchen, sondern lösen Sie das Band langsam und gleichmäßig. Je schonender Sie vorgehen, desto besser bleibt die Form des Bands erhalten.

Reinigen Sie das Wimpernband anschließend mit einem alkoholischen Reinigungsmittel. Der Alkohol löst die Reste des Klebstoffs, die sich beim Tragen am Band angesammelt haben. Gehen Sie dabei behutsam vor, damit die Härchen ihre Form behalten und nicht aus dem Band gezogen werden. Nach der Reinigung sind die Wimpern wieder einsatzbereit und können beim nächsten Mal erneut geklebt werden. Prüfen Sie vor jeder neuen Verwendung, ob noch Kleberreste am Band haften, und entfernen Sie diese, bevor Sie frischen Kleber auftragen.

Für wen sich welche Lösung lohnt

Die Entscheidung zwischen Wimpernstreifen, Einzelwimpern und Studio-Verlängerung hängt vor allem von Ihren Gewohnheiten und Ihrem Ziel ab. Die folgenden Leitfragen helfen bei der Wahl:

  • Wie viel Zeit möchten Sie täglich investieren? Wer morgens keine Zeit für das Kleben hat, ist mit einer Studio-Verlängerung besser beraten. Wer nur abends Wimpern tragen möchte, kommt mit Wimpernstreifen aus.
  • Wie natürlich soll das Ergebnis sein? Einzelwimpern und Studio-Verlängerungen wirken natürlicher als ein durchgehendes Wimpernband, weil sie keine sichtbare Klebelinie erzeugen.
  • Für welchen Anlass tragen Sie die Wimpern? Wer nur zu besonderen Anlässen auffälligere Wimpern möchte, ist mit Wimpernstreifen gut beraten. Wer dauerhaft volle Wimpern möchte, sollte über Extensions nachdenken.
  • Möchten Sie die Wimpern wiederverwenden? Dann greifen Sie zu wiederverwendbaren Produkten und reinigen Sie sie nach jedem Tragen mit einem alkoholischen Reinigungsmittel.

Was alle Varianten gemeinsam haben: Sie ersetzen die natürlichen Wimpern nicht, sondern ergänzen sie. Die eigenen Härchen bleiben erhalten und wachsen nach, sodass eine Verlängerung oder Verdichtung jederzeit wiederholt werden kann. Der natürliche Wimpernzyklus bestimmt dabei, wie lange das Ergebnis hält und wann eine Auffrischung nötig ist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Reinigen Sie das Gesicht vor dem Kleben gründlich, damit der Kleber auf fettfreier Haut haftet.
  • Wimpernstreifen eignen sich für schnelle, gleichmäßige Ergebnisse; Einzelwimpern wirken natürlicher und füllen Lücken im eigenen Wimpernkranz.
  • Wiederverwendbare Wimpern lassen sich mit einem alkoholischen Reinigungsmittel von Kleberresten befreien und erneut verwenden.
  • Für den dauerhaften Look sorgt eine Studio-Verlängerung, bei der bis zu 140 Härchen einzeln geklebt werden. Sie hält mehrere Wochen und muss nach dem natürlichen Wimpernzyklus aufgefrischt werden.
  • Tragen Sie den Kleber dünn auf die Unterseite des Wimpernbands auf und lassen Sie ihn kurz antrocknen.
  • Setzen Sie das Band mittig direkt über dem eigenen Wimpernkranz an und drücken Sie es mit einem Wattestäbchen an.
  • Schminken Sie erst, wenn der Kleber getrocknet ist: Eyeliner am oberen Wimpernkranz, Foundation auf dem Lid und weicher Kajal am unteren Lid.
  • Ein Volumen-Mascara verbindet falsche und echte Wimpern zu einem dichten Look; eine Wimpernbürste entfernt Fliegenbeine.

Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Übung sitzen falsche Wimpern sicher, halten mehrere Stunden und machen den Augenaufschlag zum Blickfang. Wer die Grundtechnik einmal beherrscht, kann zwischen natürlichen Alltags-Looks, sexy Abend-Wimpern und extravaganten Party-Designs frei wählen, ohne auf Volumen oder Halt verzichten zu müssen.