Elena Gilbert aus der Serie The Vampire Diaries gehört zu den bekanntesten Serienheldinnen der 2010er Jahre. Gespielt von Nina Dobrev, verkörpert sie eine junge Frau, deren Stil viele Zuschauerinnen bis heute inspiriert. Ihr Make-up fällt besonders auf, weil es auf den ersten Blick gar nicht wie Make-up wirkt: Der Look ist weich, natürlich und betont die Gesichtszüge, ohne sie zu überladen. Wer diesen Stil nachmachen möchte, braucht keine teuren Produkte und keine aufwendigen Techniken; entscheidend sind eine gute Hautpflege, die richtige Vorbereitung und ein ruhiges, gleichmäßiges Auftragen.
Der Look entstand unter der Leitung der Maskenbildnerin Essie Cha, die Nina Dobrev für ihre Doppelrolle als Elena und Katherine schminkte. Während Katherine dunkler und dramatischer gestaltet war, blieb Elenas Erscheinungsbild bewusst zurückhaltend. Das Ergebnis ist ein Alltagslook, der zu fast jedem Hautton passt und sich sowohl für die Schule, die Arbeit als auch für den Abend eignet.
Warum der Look so besonders ist
Der Elena-Gilbert-Look funktioniert, weil er nicht auffällt. Viele Make-up-Trends setzen auf kräftige Farben, starke Konturen oder glänzende Texturen. Elenas Styling dagegen zielt darauf ab, dass die Person im Vordergrund steht und nicht das Make-up. Die Farbtöne sind warm und erdig, die Übergänge weich und die Deckkraft leicht bis mittel. Dadurch wirkt das Gesicht frisch und wach, ohne dass die Schminke sichtbar wird.
Dieser Ansatz hat einen praktischen Vorteil: Er lässt sich an unterschiedliche Hauttöne anpassen. Wer helle Haut hat, wählt andere Nuancen als jemand mit mittlerem oder dunklerem Teint. Das Grundprinzip bleibt gleich. Es geht darum, die natürliche Farbe der Haut, der Lippen und der Augenbrauen aufzugreifen und sanft zu verstärken. Genau diese Zurückhaltung macht den Look zeitlos. Er unterliegt keinem kurzfristigen Trend und wirkt auch Jahre später noch stimmig.
Ein weiterer Punkt ist die Ausstrahlung. Elena wirkt in der Serie oft verletzlich, aber auch entschlossen. Das Make-up unterstützt diesen Eindruck, indem es die Augen öffnet und die Gesichtszüge klarer definiert, wobei der Ausdruck weich bleibt. Die Augenbrauen sind gepflegt, aber nicht gezeichnet. Die Lippen haben einen dezenten Farbton, der an die natürliche Lippenfarbe erinnert. Der Teint ist ebenmäßig und wirkt natürlich. Zusammengenommen entsteht ein Bild, das viele Frauen anspricht, weil es nahbar und erreichbar wirkt.
Die Basis: Gesunde Haut zuerst
Bevor irgendein Produkt auf das Gesicht kommt, steht die Hautpflege. Der Elena-Gilbert-Look lebt von einem ebenmäßigen Teint. Wenn die Haut trocken, fahl oder unruhig ist, hilft auch das beste Make-up nicht weiter. Die Maskenbildnerin Essie Cha legte deshalb großen Wert auf eine gut vorbereitete Haut. Das bedeutet im Alltag: reinigen, pflegen und schützen.
Die Reinigung sollte morgens und abends stattfinden. Am Abend entfernt sie Make-up-Reste, Talg und Schmutz, die sich im Laufe des Tages ansammeln. Am Morgen bereitet sie die Haut auf die folgenden Pflegeprodukte vor. Wer zu Trockenheit neigt, verwendet eine feuchtigkeitsspendende Creme. Wer zu Unreinheiten neigt, greift zu einer leichten, nicht komedogenen Pflege, die die Poren nicht verstopft. Ein wichtiger Schritt ist außerdem der Sonnenschutz. Er beugt vorzeitiger Hautalterung vor und sorgt dafür, dass der Teint langfristig gleichmäßig bleibt.
Die Feuchtigkeitspflege ist besonders wichtig, wenn anschließend Puder oder langanhaltende Foundations zum Einsatz kommen, denn trockene Stellen wirken unter matten Texturen schnell schuppig und uneben. Eine gut durchfeuchtete Haut dagegen nimmt das Make-up gleichmäßiger auf und lässt es natürlicher aussehen. Wer Zeit hat, kann die Creme ein paar Minuten einziehen lassen, bevor der nächste Schritt folgt. Das verhindert, dass sich Foundation und Pflege vermischen und streifig werden.
Auch die Lippen brauchen Pflege. Ein Lippenbalsam, der einige Minuten vor dem Auftragen des Lippenstifts einzieht, verhindert trockene Stellen und lässt die Farbe gleichmäßiger wirken. Gleiches gilt für die Augenpartie. Eine leichte Augencreme kann Schwellungen reduzieren und die Haut dort geschmeidig machen, wo später Concealer aufgetragen wird.
Der Primer: Das Fundament für den Teint
Nach der Pflege folgt der Primer. Essie Cha setzte bei diesem Schritt auf das Napoleon Perdis Primer, das sie als ihre erste Wahl bezeichnete. Ein Primer hat die Aufgabe, die Haut zu glätten, die Poren optisch zu verfeinern und die Haltbarkeit des Make-ups zu verlängern. Er bildet eine dünne Schicht zwischen Pflege und Foundation, auf der die folgenden Produkte besser haften.
Es gibt verschiedene Arten von Primern. Für fettige Haut eignet sich ein mattierender Primer, weil er überschüssigen Glanz reduziert. Bei trockener Haut ist ein feuchtigkeitsspendender Primer die bessere Wahl, weil er die Haut geschmeidig hält. Ein Primer mit leichtem Glanz kann müde Haut frischer wirken lassen. Welche Variante die richtige ist, hängt vom eigenen Hauttyp ab. Wer unsicher ist, beginnt mit einer kleinen Menge und testet das Produkt auf einer Gesichtshälfte.
Die Menge sollte sparsam bemessen sein. Ein erbsengroßer Tropfen reicht meist für das gesamte Gesicht. Der Primer wird mit den Fingerspitzen oder einem Pinsel gleichmäßig verteilt und sanft eingeklopft. Wichtig ist, dass er vollständig eingezogen ist, bevor die Foundation aufgetragen wird. Sonst kann das Make-up verrutschen oder sich an manchen Stellen absetzen.
Der Primer ist kein Ersatz für eine gute Pflege. Er ergänzt sie. Wer auf den Primer verzichtet, kann trotzdem einen schönen Look erzielen, muss dann aber damit rechnen, dass das Make-up schneller verblasst oder sich in feinen Linien absetzt. Gerade bei einem natürlichen Look, der den ganzen Tag halten soll, lohnt sich dieser zusätzliche Schritt.
Die richtigen Werkzeuge
Die Wahl der Werkzeuge beeinflusst das Ergebnis stärker als viele denken. Essie Cha betonte in ihren Anleitungen die Bedeutung von guten Pinseln und der richtigen Pinselführung. Es geht nicht darum, möglichst viele Werkzeuge zu besitzen, sondern darum, die richtigen für die jeweiligen Schritte zu verwenden.
Für die Foundation eignet sich ein dichter, flacher Pinsel oder ein feuchter Make-up-Schwamm. Der Schwamm hat den Vorteil, dass er das Produkt sanft in die Haut einarbeitet und ein gleichmäßiges, natürliches Finish erzeugt. Der Pinsel eignet sich besser, wenn eine etwas höhere Deckkraft gewünscht ist. Wichtig ist, dass das Werkzeug sauber ist. Ein verschmutzter Schwamm oder Pinsel kann Bakterien auf die Haut übertragen und Unreinheiten verursachen. Die Reinigung sollte regelmäßig erfolgen, idealerweise nach jedem Gebrauch mit einem milden Reiniger.
Für die Augenbrauen reicht eine abgeschrägte Pinselbürste, mit der sich feine Striche ziehen lassen. Weiche Blending-Pinsel verblenden die Lidschattenfarben auf den Augenlidern miteinander. Ein kleiner, fester Pinsel ist nützlich, um Farbe am äußeren Augenwinkel zu setzen. Ein Lippenpinsel kann für die Lippen verwendet werden, auch wenn viele Lippenstifte direkt aufgetragen werden können. Er ermöglicht eine präzisere Kontur und spart Produkt.
Die Pinselführung ist genauso wichtig wie das Werkzeug selbst. Statt die Farbe auf der Haut zu verreiben, sollte sie in kleinen, kreisenden Bewegungen oder mit sanften Tupfbewegungen eingearbeitet werden. Das verhindert Streifen und sorgt für einen weichen Übergang. Besonders im Bereich der Augen ist Geduld gefragt. Lidschatten lässt sich nur dann natürlich verblenden, wenn die Farbe in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und zwischen den Schichten verblendet wird.
Der Teint: Foundation und Concealer
Der Teint ist das Herzstück des Elena-Gilbert-Looks. Die Foundation sollte die Haut ausgleichen, ohne sie zuzudecken. Ein leichtes bis mittleres Deckvermögen reicht völlig aus. Wer eine Foundation mit hoher Deckkraft verwendet, riskiert ein maskenhaftes Ergebnis, das dem natürlichen Stil widerspricht.
Die Farbe der Foundation muss zum Hautton passen. Ein einfacher Test: Die Foundation wird auf der Kieferlinie aufgetragen und mit dem Hals verglichen. Wenn kein sichtbarer Unterschied besteht, stimmt der Farbton. Es ist sinnvoll, die Foundation bei Tageslicht zu prüfen, weil künstliches Licht die Farben verfälschen kann. Wer zwischen zwei Nuancen schwankt, kann die hellere wählen und mit einem warmen Bronzer oder Puder nachhelfen. Dunklere Nuancen wirken schnell schmutzig, wenn sie nicht exakt zum Hautton passen.
Die Foundation wird in dünnen Schichten aufgetragen. Zuerst eine kleine Menge auf die Mitte des Gesichts geben und nach außen verblenden. Die Ränder, also der Übergang zu Hals und Haaransatz, sollten besonders sorgfältig ausgearbeitet werden. Dort entstehen am ehesten sichtbare Kanten. Ein feuchter Schwamm hilft, die Foundation nahtlos in die Haut einzuarbeiten.
Der Concealer kommt dort zum Einsatz, wo zusätzliche Abdeckung nötig ist. Das sind meist die Augenpartie, der Bereich um die Nase und eventuelle Rötungen. Auch der Concealer sollte sparsam dosiert werden. Ein kleiner Tupfer unter den Augen, sanft eingeklopft, reicht oft aus. Wer zu viel Concealer verwendet, erzeugt einen hellen, künstlichen Effekt, der den natürlichen Look stört. Die Farbe des Concealers sollte ein bis zwei Nuancen heller sein als die Foundation, aber nicht zu hell. Ein zu heller Concealer unter den Augen wirkt schnell wie helle Flecken.
Die Augenbrauen: Der Rahmen des Gesichts
Die Augenbrauen geben dem Gesicht Struktur. Im Elena-Gilbert-Look sind sie gepflegt und natürlich, aber nicht stark betont. Die Brauen werden lediglich leicht nachgezogen, um Lücken zu füllen und die Form zu definieren. Das Ziel ist eine weiche, gleichmäßige Linie, die den Blick öffnet, ohne hart zu wirken.
Das passende Produkt hängt von der eigenen Brauenfarbe ab: Ein Augenbrauenstift eignet sich für präzise Striche, ein Brauenpuder für einen weicheren Effekt. Die Farbe sollte der natürlichen Haarfarbe entsprechen oder höchstens einen Ton heller sein. Zu dunkle Brauen lassen das Gesicht streng wirken und passen nicht zum natürlichen Stil.
Beim Nachziehen gilt: kleine, kurze Striche in Wuchsrichtung der Haare setzen, sodass der Eindruck dichterer Brauen entsteht, ohne dass die gezeichneten Linien sichtbar werden. Begonnen wird am inneren Ende der Braue, das meist etwas heller sein sollte. Die stärkste Betonung liegt auf dem mittleren Teil und dem Bogen. Zum äußeren Ende hin wird die Linie dünner und weicher.
Nach dem Zeichnen werden die Brauen mit einem Brauenbürstchen durchgekämmt. Das verteilt die Farbe und macht die Striche weicher. Wer möchte, kann mit einem transparenten Brauengel die Härchen in Form fixieren. Auch dieser Schritt bleibt dezent. Das Gel verhindert, dass die Brauen im Laufe des Tages ihre Form verlieren, ohne sichtbar zu sein.
Die Augen: Weich und offen
Der Lidschatten im Elena-Gilbert-Look ist dezent und warm. Typisch sind erdige Töne wie Beige, Hellbraun, Taupe oder ein sanftes Bronze. Diese Farben liegen nah an der natürlichen Schattierung des Augenlids und erzeugen einen weichen, schattigen Effekt, der die Augen größer wirken lässt.
Die Anwendung erfolgt in mehreren Schichten. Zuerst wird ein heller, matter Ton auf dem gesamten beweglichen Lid verteilt. Er dient als Basis und gleicht die Lidfarbe aus. Danach kommt ein mittlerer Ton in die Lidfalte. Er wird mit einem weichen Pinsel hin und her verblendet, bis kein harter Rand mehr sichtbar ist. Ein dunklerer Ton kann am äußeren Augenwinkel gesetzt werden, um Tiefe zu erzeugen. Auch hier gilt: sparsam auftragen und gründlich verblenden.
Ein Eyeliner ist im Elena-Gilbert-Look nicht zwingend. Wer ihn verwenden möchte, sollte eine dünne Linie am oberen Wimpernkranz ziehen. Ein brauner Eyeliner wirkt weicher als ein schwarzer und passt besser zum natürlichen Stil. Die Linie beginnt am inneren Augenwinkel und wird zum äußeren Ende hin leicht dicker. Ein Lidstrich, der über das Auge hinausgezogen wird, verändert die Augenform und gehört nicht zu diesem Look.
Die Wimpern werden mit einer Mascara betont. Zwei Schichten reichen aus. Die Mascara öffnet den Blick und lässt die Augen wacher wirken. Wer möchte, kann vorher die Wimpern mit einer Wimpernzange formen. Das öffnet das Auge zusätzlich, ohne dass künstliche Wimpern nötig sind. Auf untere Wimperntusche kann verzichtet werden, weil sie den Blick nach unten zieht und Schatten unter den Augen betonen kann.
Die Lippen: Dezent und natürlich
Die Lippenfarbe im Elena-Gilbert-Look ist unaufdringlich. Ein leicht rötlicher Lippenstift, der der eigenen Lippenfarbe ähnelt, ist die richtige Wahl. Der Ton sollte weder zu knallig noch zu blass sein. Ziel ist es, die Lippen frisch und natürlich wirken zu lassen, als hätten sie von sich aus eine schöne Farbe.
Die Auswahl des Farbtons hängt vom eigenen Hautton ab. Helle Haut verträgt meist zarte Rosé- oder Pfirsichtöne. Mittlere Hauttöne können zu warmen Korall- oder Beerentönen greifen. Dunklere Hauttöne kommen mit kräftigeren Rottönen gut zurecht, solange sie nicht zu dunkel oder zu braun wirken. Ein einfacher Weg, den passenden Ton zu finden: Die Innenseite der Lippen zeigt die natürliche Lippenfarbe. Ein Lippenstift, der dieser Farbe nahekommt, wirkt fast immer harmonisch.
Der Lippenstift kann direkt aufgetragen oder mit einem Lippenpinsel präziser gesetzt werden. Die Kontur sollte weich bleiben. Ein Lippenkonturenstift, der dunkler ist als der Lippenstift, erzeugt eine harte Linie und gehört nicht zu diesem Look. Wer die Lippen voller wirken lassen möchte, kann in der Mitte einen helleren Ton setzen. Das erzeugt einen natürlichen Schatteneffekt, ohne auf Füllstoffe zurückzugreifen.
Nach dem Auftragen tupft man die Lippen kurz auf einem Taschentuch ab, um überschüssige Farbe zu entfernen und den Ton matter und natürlicher wirken zu lassen. Wer möchte, kann eine zweite, dünne Schicht auftragen, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Ein Lippenbalsam über dem Lippenstift sorgt für ein geschmeidiges Gefühl, kann aber die Haltbarkeit verringern.
Der Abschluss: Puder und Fixierung
Den Abschluss des Looks bildet ein Puder. Er setzt das Make-up und reduziert Glanz. Essie Cha verwendete für den Elena-Look einen Puder oder ein entsprechendes flüssiges Make-up, um das Gesicht zu mattieren und dem Teint ein gleichmäßiges Finish zu geben. Der Puder wird vor allem in der T-Zone aufgetragen, also auf Stirn, Nase und Kinn. Dort entsteht im Laufe des Tages am ehesten Glanz.
Ein transparenter Puder ist die sicherste Wahl, weil er keine eigene Farbe hat und den Teint nicht verändert. Ein getönter Puder kann zusätzlich die Deckkraft erhöhen, sollte dann aber exakt zum Hautton passen. Der Puder wird mit einem großen, weichen Pinsel aufgenommen, überschüssiges Produkt abgeklopft und dann in kreisenden Bewegungen aufgetragen. Zu viel Puder lässt die Haut trocken und maskenhaft wirken. Lieber weniger auftragen und bei Bedarf nachlegen.
Wer den Look den ganzen Tag über frisch halten möchte, kann ein Fixierspray verwenden. Es wird in einem Abstand von etwa zwanzig Zentimetern auf das Gesicht gesprüht und bildet einen feinen Film, der das Make-up an Ort und Stelle hält. Auch hier gilt: sparsam dosieren. Ein oder zwei Sprühstöße reichen.
Typische Fehler beim Nachschminken
Beim Nacharbeiten des Elena-Gilbert-Looks passieren einige Fehler immer wieder. Der häufigste ist die Verwendung von zu viel Produkt. Wer die Foundation dick aufträgt, verliert den natürlichen Effekt. Die Lösung ist einfach: mit kleinen Mengen beginnen und bei Bedarf nachlegen. Das gilt für alle Schritte, vom Concealer bis zum Lidschatten.
Ein zweiter Fehler ist die falsche Farbwahl. Eine Foundation, die nicht zum Hautton passt, ist sofort sichtbar. Ein Lippenstift, der zu dunkel oder zu kräftig ist, dominiert das Gesicht und zerstört den dezenten Eindruck. Die Lösung: Farben vor dem Kauf testen und im Tageslicht prüfen. Bei Lidschatten und Lippenstift gilt, dass die Töne der natürlichen Färbung nahekommen sollten.
Ein dritter Fehler betrifft die Augenbrauen. Zu dunkle, zu stark gezeichnete Brauen lassen das Gesicht hart wirken und widersprechen dem natürlichen Stil. Die Lösung: eine helle Farbe wählen und mit kurzen, leichten Strichen arbeiten. Die Brauen sollten das Gesicht rahmen, nicht dominieren.
Ein vierter Fehler ist das Vernachlässigen der Hautpflege. Wer das Make-up auf unvorbereitete Haut aufträgt, bekommt ein unebenes Ergebnis. Trockene Stellen setzen sich ab, fettige Bereiche glänzen schnell durch. Die Lösung: Reinigung, Pflege und Primer sind keine optionalen Schritte, sondern die Grundlage des Looks.
Ein fünfter Fehler betrifft das Verblenden. Harte Kanten an den Lidfalten, am Haaransatz oder an der Kieferlinie sind sofort sichtbar. Die Lösung: Zeit für das Verblenden einplanen und die Übergänge sorgfältig ausarbeiten. Ein feuchter Schwamm oder ein sauberer Pinsel helfen, die Farben nahtlos ineinander übergehen zu lassen.
Entscheidungshilfen: Passt der Look zu mir?
Der Elena-Gilbert-Look ist flexibel, aber nicht jeder Schritt passt zu jedem Hauttyp. Wer fettige Haut hat, sollte auf mattierende Primer und Puder setzen. Wer trockene Haut hat, braucht feuchtigkeitsspendende Produkte und kann auf stark mattierende Puder verzichten. Wer empfindliche Haut hat, sollte auf parfümfreie und reizarme Formulierungen achten.
Auch die Farbwahl lässt sich anpassen. Helle Haut mit kühlen Untertönen verträgt eher rosige Lidschatten und kühle Lippenfarben. Warme Hauttöne kommen mit goldenen und bronzefarbenen Nuancen besser zurecht. Wer unsicher ist, welcher Unterton vorliegt, kann die Venen am Handgelenk betrachten: Bläuliche Venen deuten auf kühle Untertöne hin, grünliche auf warme.
Der Look eignet sich für verschiedene Anlässe. Für den Alltag reichen leichte Texturen und dezente Farben. Für den Abend können einzelne Schritte intensiviert werden, etwa durch einen etwas kräftigeren Lidschatten oder eine zweite Schicht Mascara. Wichtig ist, dass die Grundstruktur erhalten bleibt. Der Look funktioniert, weil er ruhig und ausgewogen ist. Wer einzelne Elemente verstärkt, sollte die anderen dafür reduzieren.
Produkte: Was wirklich zählt
Für den Elena-Gilbert-Look sind keine teuren Produkte notwendig. Essie Cha verwendete in ihrer Arbeit professionelle Marken, aber das bedeutet nicht, dass das Ergebnis nur mit diesen Produkten möglich ist. Entscheidend sind die Textur, die Farbnuance und die Anwendung. Günstige Produkte können genauso gut funktionieren, wenn sie zum eigenen Hauttyp und Hautton passen.
Die wichtigsten Produkte im Überblick: ein Primer, eine leichte Foundation, ein Concealer, ein Augenbrauenstift oder -puder, ein matter Lidschatten in einem warmen Ton, eine Mascara, ein Lippenstift in einer natürlichen Nuance und ein Puder. Mehr ist nicht nötig. Wer diese Grundausstattung besitzt, kann den Look jederzeit nacharbeiten.
Beim Kauf lohnt es sich, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Produkte mit vielen Duftstoffen oder Alkohol können die Haut reizen. Eine einfache Formulierung ist meist besser verträglich. Auch das Verfallsdatum sollte beachtet werden. Make-up, das älter als zwölf Monate ist, sollte ersetzt werden, weil sich Bakterien ansammeln können.
Wer das Budget begrenzen möchte, kann bei einzelnen Produkten sparen. Ein guter Primer und eine passende Foundation sind die wichtigsten Investitionen, weil sie die Basis bilden. Bei Lidschatten und Lippenstift gibt es viele günstige Alternativen, die gute Ergebnisse liefern. Wichtig ist, dass die Farben zum eigenen Hautton passen. Ein teurer Lippenstift in der falschen Farbe nützt weniger als ein günstiger in der richtigen Nuance.
Zusammenfassung
Der Elena-Gilbert-Look aus The Vampire Diaries ist ein natürliches Make-up, das die Gesichtszüge betont, ohne sichtbar zu sein. Die Maskenbildnerin Essie Cha schuf diesen Stil für Nina Dobrev, indem sie auf gesunde Haut, eine leichte Foundation, dezente Augenbrauen, weiche Lidschatten, eine natürliche Lippenfarbe und einen matten Puder setzte. Als Primer verwendete sie das Napoleon Perdis Primer.
Die wichtigsten Schritte sind: die Haut reinigen und pflegen, einen Primer auftragen, eine leichte Foundation gleichmäßig verteilen, die Augenbrauen sanft nachziehen, die Augen mit warmen, matten Tönen schattieren, die Wimpern mit Mascara betonen, die Lippen mit einem natürlichen Farbton versehen und das Ergebnis mit Puder fixieren. Entscheidend sind kleine Mengen, weiche Übergänge und Farben, die der eigenen Färbung entsprechen.
Wer diesen Look nachmachen möchte, braucht keine teuren Produkte. Wichtiger sind die richtige Technik, saubere Werkzeuge und ein Gefühl für die eigenen Farben. Typische Fehler wie zu viel Produkt, falsche Farbtöne oder harte Kanten lassen sich vermeiden, indem man sparsam arbeitet, im Tageslicht prüft und ausreichend Zeit für das Verblenden einplant.
Der Elena-Gilbert-Look eignet sich für fast jeden Anlass und lässt sich an den eigenen Hauttyp anpassen. Er ist zeitlos, weil er nicht auf Trends setzt, sondern auf das, was natürlich wirkt. Wer die Grundprinzipien versteht, kann den Look individuell variieren und erhält trotzdem immer ein Ergebnis, das frisch, wach und unaufdringlich aussieht.



