Sommersprossen sind ein natürliches Hautmerkmal: Viele lieben sie, andere möchten sie abdecken. Wer sie abdecken will, steht vor einer besonderen Herausforderung, denn die Haut ist hell, die Pigmentflecken sind klein und zahlreich, und eine dicke Make-up-Schicht wirkt schnell maskenhaft.
Der Schlüssel liegt nicht in maximaler Deckkraft, sondern in der richtigen Textur und einer gezielten Technik. Leichte, getönte Produkte gleichen den Teint aus, ohne die Hautstruktur zuzukleistern – anders als eine schwere Foundation. Wichtig sind die Produktwahl, die Auftragstechnik und das Vermeiden typischer Fehler.
Warum dicke Foundation den natürlichen Look zerstört
Eine deckende Foundation, die großflächig aufgetragen wird, überdeckt nicht nur die Sommersprossen, sondern auch die natürliche Hauttextur. Gerade bei heller Haut entsteht dann ein flacher, unnatürlicher Eindruck, der an eine Maske erinnert. Die kleinen Pigmentflecken liegen dicht unter der Hautoberfläche, und eine dicke Schicht Make-up lässt sie entweder durchscheinen oder verwischt sie zu einem grauen Schleier. Beides sieht unschön aus.
Hinzu kommt: Sommersprossen sind unregelmäßig verteilt. Eine gleichmäßig aufgetragene, deckende Foundation muss sehr dick sein, um alle Flecken zu erfassen – und genau diese Dicke ist das Problem. Die Haut wirkt dann nicht mehr lebendig, sondern wie eine glatte Fläche ohne Tiefe. Wer seine Sommersprossen abdecken möchte, sollte deshalb nicht auf maximale Deckkraft setzen, sondern auf Produkte, die den Teint ausgleichen und dabei die Haut durchscheinen lassen.
Die richtige Basis: getönte Tagescreme oder BB Cream
Die einfachste und natürlichste Lösung, um Sommersprossen abzudecken, ist eine getönte Tagescreme. Sie vereint Feuchtigkeitspflege mit einem leichten Farbpigment, das den Hautton ausgleicht, ohne die Sommersprossen komplett zu verdecken. Das Ergebnis ist ein ebenmäßiger, natürlicher Teint, bei dem die Pigmentflecken noch dezent durchschimmern – genau das, was die meisten Menschen wollen, wenn sie Sommersprossen abdecken möchten.
Eine BB Cream (Beauty Balm) geht einen Schritt weiter. Sie bietet etwas mehr Deckkraft als eine getönte Tagescreme, bleibt aber deutlich leichter als eine Foundation. Die BB Cream von Garnier zum Beispiel enthält Lichtschutzfaktor 15 und spendet Feuchtigkeit, während sie Rötungen verdeckt und den Teint ausgleicht. Gerade im Winter, wenn die Haut fahl wirkt, ist eine solche BB Cream eine gute Wahl: Sie gibt dem Gesicht Farbe, ohne schwer zu wirken, und schützt gleichzeitig vor Sonneneinstrahlung.
Bei der Auswahl solltest du auf deinen Hauttyp achten. Trockene Haut verträgt eine feuchtigkeitsspendende BB Cream mit pflegenden Ölen, während ölige Haut zu mattierenden Produkten greifen sollte. Der Farbton muss genau zu deinem Hautton passen – ein zu dunkler Ton macht die Sommersprossen erst recht sichtbar, ein zu heller wirkt kalkig. Teste die Farbe am besten am Kieferknochen und nicht am Handgelenk, denn dort ist die Haut oft heller.
Gezielt arbeiten: Concealer statt flächendeckender Schicht
Wenn einzelne Sommersprossen besonders kräftig sind oder du an bestimmten Stellen mehr Abdeckung brauchst, arbeitest du gezielt mit einem Concealer (Abdeckstift). Der Vorteil: Du trägst das Produkt nur dort auf, wo es nötig ist, und lässt den Rest der Haut frei. So bleibt der natürliche Look erhalten, während die störenden Flecken verschwinden.
Trage den Concealer mit einem kleinen Pinsel oder dem Finger direkt auf die Sommersprosse auf und verblende die Ränder sanft. Wichtig ist, dass du den Concealer nicht verreibst, sondern einklopfst – so bleibt die Deckkraft erhalten, ohne dass sich das Produkt in feine Linien absetzt. Wähle einen Concealer, der einen halben Ton heller ist als deine getönte Tagescreme, um die Stelle aufzuhellen, statt sie zu betonen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Farbkorrektur. Bei sehr kräftigen, bräunlichen Sommersprossen kann ein pfirsichfarbener oder oranger Korrektor unter dem Concealer helfen, den Farbstich zu neutralisieren. Trage den Korrektor hauchdünn auf, warte einen Moment, bis er angetrocknet ist, und arbeite dann mit Concealer und getönter Tagescreme darüber. Diese Technik eignet sich besonders für die Stellen unter den Augen oder an den Wangen, wo die Sommersprossen oft am dichtesten sitzen.
Typische Fehler beim Abdecken von Sommersprossen
Der häufigste Fehler ist, zu viel Produkt zu verwenden. Eine dicke Schicht Foundation oder Concealer lässt die Sommersprossen entweder durchscheinen oder bildet eine unschöne, maskenhafte Fläche. Arbeite stattdessen in dünnen Schichten und baue die Deckkraft nur dort auf, wo sie wirklich gebraucht wird.
Ein zweiter Fehler ist der falsche Farbton. Viele greifen zu einem zu dunklen oder zu warmen Ton, um die Sommersprossen abzudecken – das Ergebnis wirkt dann fleckig und unnatürlich. Der Ton sollte genau zum Hautton passen, im Zweifel lieber einen halben Ton heller wählen.
Auch das Verblenden macht einen Unterschied. Wer das Produkt mit kreisenden Bewegungen einreibt, verteilt es ungleichmäßig und drückt das Produkt in die Poren. Stattdessen solltest du das Produkt mit einem feuchten Make-up-Schwamm oder den Fingerspitzen einklopfen. So bleibt die Deckkraft dort, wo sie sein soll, und die Haut wirkt natürlich.
Ein dritter Fehler betrifft die Pflege. Wer Sommersprossen abdeckt, vergisst oft den Sonnenschutz. Die Pigmentflecken entstehen durch Sonneneinstrahlung, und ohne LSF werden sie mit der Zeit dunkler und zahlreicher. Achte darauf, dass deine getönte Tagescreme oder BB Cream einen Lichtschutzfaktor enthält – oder trage eine separate Sonnencreme unter dem Make-up auf.



