Conditioner und Haarmaske haben unterschiedliche Aufgaben. Der Conditioner pflegt das Haar nach jeder Wäsche. Die Maske pflegt ein- bis zweimal pro Woche intensiver. Beide gehören nur in die Längen und Spitzen, nicht auf die Kopfhaut. Gründliches Ausspülen entscheidet über das Endergebnis.
Was Conditioner und Haarmaske jeweils leisten
Der Conditioner glättet die äußere Haarstruktur. Er erleichtert das Kämmen und verringert die Reibung zwischen den Strähnen. Wer nach dem Waschen trockene oder widerspenstige Längen hat, merkt den Unterschied sofort.
Die Haarmaske ist reichhaltiger. Sie enthält mehr Pflegestoffe und hat eine cremigere Textur. Sie wirkt in kürzerer Zeit intensiver. Wer grobes, lockiges oder durch Färben und Hitze strapaziertes Haar hat, nutzt die Maske als wöchentliche Kur.
Wichtig beim Kauf: Rinse-off-Produkte werden ausgespült. Leave-in-Produkte bleiben im Haar. Conditioner und Masken sind für die regelmäßige Routine Rinse-off-Produkte. Leave-in-Pflege ist eine eigene Kategorie. Sie kommt nach dem Waschen ohne Ausspülen ins feuchte Haar.
Die Grundregel: immer die Längen und Spitzen
Conditioner und Maske gehören nie auf die Kopfhaut. Sie gehören auf das Haar ab etwa Ohrhöhe bis zu den Spitzen. Diese Bereiche sind älter, stärker beansprucht und trockener als der Ansatz. Die Spitzen brauchen am meisten Pflege.
Damit sich das Produkt gleichmäßig verteilt:
- Das Haar nach dem Waschen in zwei bis vier Partien teilen.
- Eine kleine Menge Produkt zwischen den Handflächen verreiben.
- Mit den Händen von den mittleren Längen bis in die Spitzen streichen.
- Die Spitzen gezielt behandeln.
- Bei verknotetem Haar hilft es, bereits unter der Dusche mit einem grobzinkigen Kamm durchzukämmen.
Viele verteilen den Conditioner im ganzen Haar oder auf der Kopfhaut. Das ist ein Fehler. Am Haaransatz bringt die Pflege wenig. Sie belastet das Haar dort nur und lässt es schnell fettig wirken.
Das Haar in Abschnitten behandeln
Wer lange oder dichte Haare hat, teilt das Haar vor der Anwendung in zwei bis vier Partien. Danach den Conditioner zwischen den Handflächen verreiben und von der Mitte der Längen bis in die Spitzen ausstreichen. Verknotete Stellen sanft mit den Fingern lösen. Bei feuchtem Haar hilft ein grobzinkiger Kamm, der am besten von den Spitzen nach oben arbeitet. So verteilt sich die Pflege gleichmäßig und das Haar wird weniger gestresst.
Einwirkzeit: Wie lange bleibt das Produkt im Haar?
Für einen normalen Conditioner reichen ein bis drei Minuten. Länger einwirken zu lassen bringt wenig. Die Inhaltsstoffe für Glätte und Kämmbarkeit brauchen kaum Zeit, um sich an das Haar zu legen.
Eine Maske darf länger bleiben, weil sie tiefer in die Haarstruktur eindringen soll. Wer Zeit sparen möchte, trägt die Maske zuerst in die feuchten Längen auf, wäscht dann den Rest des Körpers und spült am Ende alles gleichzeitig aus. Bei sehr strapaziertem Haar können zehn bis fünfzehn Minuten sinnvoll sein. Was zählt, ist die Angabe auf der Verpackung. Bei verkürzter Einwirkzeit wirkt eine Maske fast wie ein Conditioner und verliert ihren Vorteil.
