Beim Laufen, Wandern oder Radfahren reiben die Oberschenkelinnenseiten aneinander oder an der Kleidung. Schweiß, Hitze und feuchte Haut verstärken die Reizung. Eine gut sitzende Hose, trockene Haut und bei Bedarf eine dünne Schutzschicht beugen vor.

Brennt oder rötet sich die Haut, unterbrechen Sie die Belastung und vermeiden Sie weitere Reibung. So verhindern Sie, dass aus der gereizten Stelle eine offene Wunde wird.

Wähle eine Hose, die nicht scheuert
Eine eng anliegende Hose verrutscht weniger und verhindert, dass die Innenseiten der Oberschenkel direkt aneinander reiben. Sie sollte weder Falten werfen noch einschnüren. Prüfen Sie Nähte und Etiketten ebenso wie die Beinabschlüsse. Reiben sie beim Gehen oder Laufen, können sie selbst die Haut reizen. Beim Sport lohnt es sich, Funktionsmaterial zu probieren, das Schweiß von der Haut ableitet. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer.

Längere Shorts oder Tights helfen beim Laufen, die bis über die Stellen reichen, an denen sich Ihre Oberschenkel berühren. Für Wanderungen eignen sich längere Funktionsshorts oder Tights, die beim Bergaufgehen nicht verrutschen. Auf dem Rad hält eine Radhose mit gut sitzendem Beinabschluss den Stoff an seinem Platz. Probieren Sie neue Kleidung vor einer langen Tour bei einer kürzeren Einheit aus.

Halte die Haut trocken
Ziehen Sie saubere, trockene Sportkleidung an und wechseln Sie verschwitzte Sachen nach dem Training möglichst bald. Auf längeren Läufen, Wanderungen und Radtouren hilft Wechselkleidung, wenn die Hose stark durchnässt ist. Feuchte Haut scheuert leichter, deshalb lohnt es sich, schon bei ersten Anzeichen von Brennen kurz anzuhalten und die Stelle zu prüfen.

Schütze bekannte Reibungsstellen
Wenn Ihre Oberschenkel bei bestimmten Bewegungen regelmäßig wund werden, tragen Sie vor dem Sport eine dünne Schicht Vaseline auf die betroffene Stelle auf. Ein dafür vorgesehenes Anti-Reibungs-Produkt ist eine weitere Möglichkeit. Beide bilden eine Schutzschicht, die die Reibung verringert. Bei starkem Schwitzen bleibt Puder nicht lange genug auf der Haut. Für längere Belastungen ist es deshalb keine zuverlässige Lösung.

Was bei ersten Beschwerden hilft
Beenden Sie die Belastung, sobald die Haut brennt, schmerzt oder sichtbar rot wird. Spülen Sie die Stelle vorsichtig mit Wasser und milder Seife ab und tupfen Sie sie trocken, statt sie abzureiben. Tragen Sie saubere, lockere Kleidung, damit die Haut nicht weiter scheuert. Ist die Haut geschlossen, kann eine dünne Schicht Vaseline als Schutz dienen.

Bei offenen oder nässenden Stellen sollten Sie nicht weitertrainieren. Schützen Sie die Haut vor erneuter Reibung und lassen Sie sie abheilen. Verwenden Sie keine Antibiotika-, Pilz- oder Kortisoncreme auf eigene Faust, denn Rötungen am Oberschenkel können verschiedene Ursachen haben.

Wann du ärztlichen Rat brauchst
Lassen Sie die Stelle medizinisch beurteilen, wenn sie sich ausbreitet, deutlich schlimmer wird oder nach einigen Tagen nicht besser ist. Eine schmerzhafte, heiße und geschwollene Haut kann auf eine Infektion hinweisen. Bei Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl sollten Sie zeitnah ärztliche Hilfe suchen.



