Wenn dein BH rutscht, einschneidet oder die Brust über den Körbchenrand quillt, sitzt er nicht richtig. Ein gut sitzender BH liegt stabil am Körper, umschließt die Brust bequem und bleibt auch bei Bewegung an Ort und Stelle. Das Unterbrustband trägt dabei den größten Teil des Gewichts; die Träger ergänzen den Halt.
Prüfe zuerst den Steg, danach die Träger und das Unterbrustband. Anschließend kontrollierst du Körbchen und Bewegung. Der Steg ist das Mittelstück zwischen den Körbchen. Bei einem Bügel-BH sollte er am Brustbein anliegen. Bei einem bügellosen BH entfällt dieser Test.
Die Passform in fünf Schritten prüfen
1. Der Steg liegt am Brustbein an
Bei einem Bügel-BH liegt das Mittelstück zwischen den Körbchen flach am Brustbein. Es steht nicht ab und drückt nicht unangenehm in die Haut. Steht der Steg deutlich ab, prüfe, ob Körbchenform und Größe zu deiner Brust passen.

Dieser Punkt gilt für BHs mit Bügeln. Bei einem bügellosen Modell beurteilst du stattdessen, ob das Mittelstück bequem sitzt und der BH insgesamt stabil bleibt.
2. Die Träger rutschen nicht und schneiden nicht ein
Die Träger liegen auf den Schultern, ohne herunterzurutschen oder schmerzhafte Druckstellen zu hinterlassen. Sie sollen den BH an Ort und Stelle halten, aber nicht das Brustgewicht allein tragen. Ziehen sie stark an den Schultern, kontrolliere zuerst, ob das Unterbrustband ausreichend Halt gibt.

Unter den Trägern sollte noch etwas Platz bleiben. Wie viel, hängt von deinem Körper und dem Modell ab. Entscheidend ist, dass die Träger bequem sitzen und nicht ständig nachgestellt werden müssen.
3. Das Unterbrustband bleibt waagerecht
Das Band verläuft rund um den Körper auf gleicher Höhe. Am Rücken rutscht es nicht nach oben, und unter der Brust schneidet es nicht ein. Es sitzt fest, aber angenehm. Zur Orientierung: Ein bis zwei Finger sollten unter das Band passen, ohne dass es dadurch locker wird.

Ein neuer BH sollte bereits stabil sitzen und noch Spielraum zum Nachstellen lassen. Stelle den Verschluss so ein, dass das Band bequem hält und du es später enger stellen kannst. Wenn es am Rücken hochrutscht, sitzt es wahrscheinlich zu locker oder die Träger sind zu kurz eingestellt.

4. Die Brust füllt die Körbchen gleichmäßig aus
Die Brust liegt vollständig im Körbchen. Oben und an den Seiten quillt nichts heraus, und der Stoff steht nicht lose ab oder wirft Falten. Bei einem Bügel-BH umschließt der Bügel den Brustansatz; er liegt nicht auf dem Brustgewebe und drückt nicht hinein.
Nach dem Anziehen kannst du die Brust vorsichtig von der Seite in das Körbchen streichen. Bei unterschiedlich großen Brüsten sollte sich das Körbchen nach der größeren Brust richten. Sitzt es an der kleineren Seite etwas lockerer, ist das meist die bequemere Lösung, als die größere Brust einzuengen.

5. Der BH bleibt bei Bewegung an Ort und Stelle
Hebe die Arme über den Kopf. Das Unterbrustband sollte dabei nicht hochrutschen und die Brust nicht aus den Körbchen rutschen. Bleibt der BH stabil, sitzt er auch bei einer einfachen Alltagsbewegung gut.

Bei einem Sport-BH gehört zusätzlich ein Sprungtest dazu. Achte darauf, ob der BH verrutscht, scheuert oder die Brust übermäßig wackelt. Ein Sport-BH soll Bewegung spürbar abfangen, ohne dich einzuengen.

Wenn ein Punkt nicht passt
Rutscht das Band hoch, sitzt es zu locker oder die Träger sind zu kurz eingestellt. Drückt es dagegen rundherum, ist der Umfang zu eng. Quillt die Brust aus dem Körbchen, probiere ein größeres Körbchen oder einen anderen Schnitt. Steht das Körbchen ab, kann es zu groß sein oder nicht zur Brustform passen. Auch Falten zeigen, dass das Körbchen nicht richtig sitzt.

Beurteile immer den ganzen BH: Ein festeres Band hilft wenig, wenn die Körbchen drücken, und kürzere Träger lösen kein Problem, das vom Unterbrustband kommt. Wenn ein Modell trotz Anpassungen rutscht oder einschneidet, probiere eine andere Größe oder Form.


