Wer sich durch das Make-up-Regal einer Drogerie arbeitet oder das Sortiment eines Kosmetikstudios durchstöbert, steht vor einer schier endlosen Auswahl: Hunderte Marken, tausende Produkte, unterschiedliche Preisklassen und vollmundige Versprechen. Die einen setzen auf Luxus und exklusive Inhaltsstoffe, die anderen auf ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Wieder andere konzentrieren sich auf Naturkosmetik, auf spezielle Hautbedürfnisse oder auf eine besonders auffällige Verpackung.
Die Kosmetikbranche hat in den letzten Jahren viele neue Innovationen und Produkte auf den Markt gebracht und auf die Bedürfnisse der Anwender mit immer neuen Artikeln und Anwendungsmöglichkeiten reagiert. Alte und neue Marken haben sich erfolgreich etabliert und bieten ein breites, oftmals markenspezifisches Sortiment an. Für viele Frauen und eine immer stärker steigende Anzahl an Männern ist ein gepflegtes Äußeres das A und O. In einem gepflegten Äußeren fühlt man sich wohl und verbessert seine Wirkung auf das Umfeld. Ein gepflegtes Erscheinungsbild stärkt das Selbstempfinden und lässt einen selbstsicherer auftreten.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich damit eine praktische Frage: Woran erkennt man, welche Marke zu den eigenen Bedürfnissen passt? Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ein, nennt konkrete Markenbeispiele, zeigt typische Fehler beim Kauf und gibt Entscheidungshilfen für den nächsten Einkauf.
Worin sich Make-up-Marken unterscheiden
Make-up-Marken lassen sich nach mehreren Kriterien einteilen. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind:
- Preisklasse: von günstigen Drogerieprodukten bis zu exklusiver Luxuskosmetik
- Herstellungsart: konventionelle Kosmetik versus Naturkosmetik
- Inhaltsstoffe: synthetische Zusätze, Mineralöl, Parabene und künstliche Duftstoffe versus natürliche Öle, Pigmente und Pflanzenextrakte
- Spezialisierung: Anti-Age-Make-up, Herren-Make-up, Make-up bei Akne
- Markencharakter und Positionierung: Jede Marke spricht mit eigenem Auftritt, eigener Verpackung und eigenem Markenversprechen eine bestimmte Kundschaft an
Der Preis ist für viele Anwender das entscheidendste Kriterium. Er ist leicht zu vergleichen und scheint auf den ersten Blick eine verlässliche Orientierung zu geben. Doch der Preis allein sagt wenig darüber aus, ob ein Produkt zur eigenen Haut passt. Auch die Inhaltsstoffe und die Verträglichkeit spielen eine große Rolle, besonders bei empfindlicher Haut. Wer sich nur am Preis orientiert, übersieht leicht, dass eine günstige Marke für die eigene Haut besser geeignet sein kann als eine teure und umgekehrt.
Preisklassen: Vom Drogerieprodukt bis zur Luxuslinie
Der Markt für Make-up lässt sich grob in zwei Preiswelten unterteilen: die gehobene und die günstige. Dazwischen liegt ein breites Mittelfeld, das sich in Drogerien und Kaufhäusern findet.
Die gehobene Preisklasse
Viele Hersteller haben sich auf exklusive und vergleichsweise teure Make-up-Produkte spezialisiert. Diese werden häufig nur von ausgewählten Fachhändlern und Kosmetikerinnen und Kosmetikern vertrieben. Nach oben sind den Preisen bei Make-up kaum Grenzen gesetzt. Zu den bekannten Namen der höheren Mittelklasse und der gehobenen Preisklasse zählen:
- Lancôme
- Dior
- M.A.C.
- Yves Saint Laurent
- L’Oréal Paris
- Artdeco
Diese Marken setzen auf hochwertige Verpackungen, intensive Farbpigmente und eine große Produktvielfalt. Sie sprechen Kundinnen und Kunden an, die Wert auf ein bestimmtes Markenimage legen und bereit sind, dafür mehr zu bezahlen. Der Kauf bei Fachhändlern und Kosmetikern bringt nebenbei den Vorteil einer persönlichen Beratung: Die Fachleute bestimmen den passenden Farbton und gehen auf die Hautbedürfnisse ein.
Die günstige Preisklasse
Am anderen Ende des Spektrums stehen Marken, die sich bewusst im günstigeren Preissektor platziert haben. Dazu gehören vor allem:
- P2
- Essence
Diese Marken richten sich gezielt an ein jüngeres Publikum mit weniger Finanzkraft. Sie bieten trendige Farben und aktuelle Produkte zu niedrigen Preisen an. Das macht es möglich, auch mit kleinem Budget regelmäßig neue Looks auszuprobieren und modische Entwicklungen mitzugehen, ohne lange zu sparen.
Eigenmarken der Drogerieketten
Zusätzlich bieten viele Drogerieketten inzwischen eigene Make-up-Serien zu günstigen Preisen an. Diese Eigenmarken sind oft preiswerter als klassische Markenprodukte und werden direkt in den Filialen der Kette beworben. Sie sind eine gute Anlaufstelle für alle, die ein solides Grundsortiment ohne hohe Ausgaben suchen. Weil die Eigenmarken fest zum Sortiment der Kette gehören, sind sie zudem leicht wiederzubeschaffen, wenn ein Produkt gefällt.
Was der Preis wirklich aussagt
Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch bessere Qualität. Die Stiftung Warentest hat 2020 Make-up-Produkte getestet, darunter Marken wie Artdeco, Avène, Clarins und Clinique. Das Ergebnis: Die meisten getesteten Produkte konnten Rötungen oder Verfärbungen zuverlässig abdecken. Das zeigt, dass Produkte aus unterschiedlichen Preisklassen ihre Kernaufgabe erfüllen können. Entscheidend ist am Ende, ob das Produkt zum eigenen Hauttyp, zum eigenen Farbton und zu den eigenen Ansprüchen passt. Ein teures Produkt, das nicht zum Hautton passt, ist weniger wert als ein günstiges, das perfekt sitzt.
Spezialisierte Make-up-Linien: Anti-Age, Herren, Akne
Neben der Preisklasse ist die Spezialisierung ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Viele Make-up-Marken haben sich auf bestimmte Anwendungsgebiete konzentriert und bieten dort Produkte an, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Anti-Age-Make-up
Anti-Age-Make-up verbindet dekorative Kosmetik mit pflegenden Wirkstoffen. Die Produkte sollen feine Linien optisch mildern, die Haut straffer wirken lassen und gleichzeitig Feuchtigkeit spenden. Sie richten sich an alle, die neben der dekorativen Wirkung auch einen pflegenden Effekt erwarten. Typisch sind getönte Tagescremes, flüssige Foundations mit aufhellenden Pigmenten und Abdeckstifte, die gezielt einzelne Stellen kaschieren.
Herren-Make-up
Herren-Make-up ist ein wachsendes Segment. Immer mehr Männer legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und nutzen getönte Tagescremes, Concealer oder Abdeckstifte, um Unreinheiten, Rötungen oder Augenringe auszugleichen. Die Produkte sind meist dezent formuliert und sollen natürlich wirken. Sie unterscheiden sich von klassischen Frauenprodukten oft durch mattere Texturen und eine unauffälligere Farbpalette.
Make-up bei Akne
Make-up für zu Akne neigende Haut muss zwei Aufgaben erfüllen: Es soll Unreinheiten und Rötungen abdecken, ohne die Poren weiter zu verstopfen. Viele Marken bieten hier spezielle Formulierungen an, die auf fettende oder reizende Inhaltsstoffe verzichten und beruhigende Substanzen enthalten. Wer zu Akne neigt, sollte bei der Auswahl auf nicht komedogene Produkte achten, also auf Produkte, die die Poren nicht verstopfen.
Die Spezialisierung hilft bei der Orientierung: Wer ein konkretes Hautbedürfnis hat, findet bei spezialisierten Linien eher ein passendes Produkt als bei Marken, die ein möglichst breites Sortiment anbieten. Allerdings heißt das nicht, dass spezialisierte Produkte grundsätzlich besser sind. Auch ein gut gewähltes Standardprodukt kann die Aufgabe erfüllen.
Bio-Make-up und Naturkosmetik: Sanft zur Haut, bewusst zur Umwelt
In den letzten Jahren ist mit dem gesteigerten ökologischen Bewusstsein der Menschen auch die Nachfrage nach biologischen Kosmetika gestiegen. Entsprechend haben sich viele Hersteller auf Bio-Make-up spezialisiert. Naturkosmetik ist inzwischen kein Nischenphänomen mehr, sondern ein fester Bestandteil des Sortiments in Drogerien und Kaufhäusern.
Worauf Naturkosmetik verzichtet
Bio-Make-up wird ohne bestimmte synthetische Zusätze hergestellt. Dazu gehören:
- künstliche Duftstoffe
- Parabene
- Mineralöl
Parabene dienen in der Kosmetik als Konservierungsstoffe. Mineralöl wird in konventioneller Kosmetik häufig als Grundlage verwendet und bildet einen Film auf der Haut. Künstliche Duftstoffe geben Produkten ihren Geruch. Auf alle drei Stoffe verzichtet Naturkosmetik, weil sie bei empfindlichen Personen Reizungen auslösen können.
Woraus Naturkosmetik besteht
Statt der synthetischen Zusätze werden in Naturkosmetik auf natürlichem Wege gewonnene Inhaltsstoffe eingesetzt:
- Pflanzenöle
- natürliche Pigmente
- natürliche Duftstoffe
- weitere Pflanzenextrakte
Pflanzenöle pflegen die Haut und versorgen sie mit Fetten. Natürliche Pigmente sorgen für die Farbgebung, ohne auf synthetische Farbstoffe zurückzugreifen. Pflanzenextrakte können beruhigend oder feuchtigkeitsspendend wirken.
Die Vorteile von Naturkosmetik
Naturkosmetik bietet Anwendern den Vorteil, dass sie in der Regel weitaus hautverträglicher ist. Das ist besonders für allergiegefährdete Personen von großem Vorteil, weil reizende synthetische Zusätze entfallen. Außerdem wird Bio-Kosmetik nach umweltfreundlichen Kriterien hergestellt und meistens ohne Tierversuche. Wer Wert auf nachhaltige Produktion und tierversuchsfreie Kosmetik legt, findet in der Naturkosmetik daher eine passende Alternative zur konventionellen Ware.
Bekannte Marken und Linien
Zu den bekannten Namen in der Naturkosmetikbranche zählen:
- Sante
- Alterra
Daneben haben auch verschiedene Hersteller von eigentlich konventioneller Kosmetik mittlerweile Naturkosmetiklinien auf den Markt gebracht. Wer also Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt, muss nicht zwingend auf eine reine Naturkosmetikmarke zurückgreifen, sondern findet auch bei großen konventionellen Herstellern entsprechende Produktlinien. Das erweitert die Auswahl deutlich und macht Naturkosmetik auch in Drogerien und Kaufhäusern leicht zugänglich.
Naturkosmetik ist nicht automatisch die richtige Wahl
So sehr Naturkosmetik für empfindliche Haut und umweltbewusste Anwender spricht, so wenig ist sie automatisch für jeden die beste Wahl. Auch Naturkosmetik kann einzelne Inhaltsstoffe enthalten, die nicht jeder Haut guttun, etwa bestimmte ätherische Öle. Umgekehrt vertragen viele Menschen konventionelle Kosmetik völlig problemlos. Die Entscheidung sollte sich an der eigenen Haut und an den eigenen Werten orientieren, nicht an allgemeinen Regeln. Wer unsicher ist, testet am besten ein Produkt über mehrere Tage und beobachtet, wie die Haut reagiert.
Markencharakter und Verpackung: Mehr als nur Farbe im Tiegel
Jede Make-up-Marke hat einen eigenen Charakter, mit dem sie ihre Kunden anzieht. Dieser Charakter zeigt sich nicht nur in den Produkten selbst, sondern auch in der Verpackung, im Design und in der Art, wie die Marke kommuniziert. Die einen setzen auf schlichte Eleganz, die anderen auf knallige Farben und verspielte Designs. Wieder andere betonen ihre Naturverbundenheit durch erdige Töne und recycelte Materialien.
Im modernen Beauty-Sektor ist die Verpackung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sie vereint drei Aufgaben:
- Ästhetik: Eine ansprechende Verpackung schafft Wiedererkennung und macht Lust auf das Produkt. Sie ist oft der erste Berührungspunkt mit der Marke.
- Innovation: Praktische Applikatoren, hygienische Verpackungen und durchdachte Dosierhilfen verbessern die Anwendung. Eine gut durchdachte Verpackung erleichtert den Alltag spürbar.
- Nachhaltigkeit: Immer mehr Marken setzen auf recycelbare Materialien, Nachfüllsysteme oder reduzierte Verpackungen. Das spricht umweltbewusste Kunden an und reduziert Abfall.
Gerade bei Make-up, wo es viele ähnliche Produkte gibt, entscheidet die Verpackung oft mit, ob ein Produkt im Regal wahrgenommen wird. Für Verbraucher lohnt sich ein Blick auf die Verpackung aber auch aus praktischen Gründen: Sie zeigt, wie das Produkt dosiert wird, ob es sich hygienisch entnehmen lässt und ob die Marke Wert auf Nachhaltigkeit legt. Eine schöne Verpackung ersetzt allerdings keine gute Verträglichkeit. Sie ist ein zusätzliches Kriterium, kein Ersatz für die Prüfung von Inhaltsstoffen und Farbton.
Wie beliebt Marken sind: Was Umfragen zeigen
Die Beliebtheit von Kosmetik- und Make-up-Marken wird regelmäßig gemessen. Im August 2025 wurden für eine Online-Umfrage 1.184 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in Deutschland zur Beliebtheit von Kosmetik- und Make-up-Marken befragt. Solche Erhebungen zeigen, dass sich Vorlieben verschieben und dass neben klassischen Marken immer wieder neue Anbieter in die Spitzengruppe vordringen. Beliebtheit ist damit kein fester Zustand, sondern ein sich ständig veränderndes Bild.
Für die persönliche Kaufentscheidung sind solche Ranglisten nur begrenzt hilfreich. Sie sagen etwas darüber, was viele Menschen kaufen, aber nichts darüber, was zur eigenen Haut passt. Eine Marke, die bei anderen gut ankommt, kann für die eigene Haut völlig ungeeignet sein. Umfragen eignen sich daher gut, um neue Marken zu entdecken, nicht aber, um die eigene Wahl zu ersetzen.
Entscheidungshilfe: So finden Sie die passende Make-up-Marke
Welches Make-up das richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die folgenden Schritte helfen, die Auswahl einzugrenzen und Fehlkäufe zu vermeiden.
1. Eigenes Budget festlegen
Der Preis ist für viele das entscheidende Kriterium. Legen Sie fest, wie viel Sie für ein Produkt ausgeben möchten. In jeder Preisklasse gibt es gute Produkte, und auch günstige Marken wie P2 oder Essence bieten eine breite Auswahl. Wer ein größeres Budget hat, findet bei Marken wie Lancôme, Dior oder M.A.C. eine große Produktvielfalt und oft eine persönliche Beratung im Fachhandel.
2. Hautbedürfnisse klären
Haben Sie empfindliche Haut, Allergien oder Akne? Dann lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe und auf spezialisierte Linien. Bei empfindlicher Haut kann Naturkosmetik eine gute Wahl sein, weil sie auf reizende synthetische Zusätze verzichtet. Bei Akne sollten Sie auf nicht komedogene Produkte achten. Wer keine besonderen Hautbedürfnisse hat, ist mit einem breit aufgestellten Standardsortiment meist gut bedient.
3. Werte und Überzeugungen berücksichtigen
Ist Ihnen wichtig, dass das Produkt ohne Tierversuche hergestellt wird und umweltfreundlichen Kriterien folgt? Dann sind Naturkosmetikmarken wie Sante oder Alterra eine naheliegende Wahl. Auch konventionelle Hersteller bieten inzwischen Naturkosmetiklinien an. Prüfen Sie die Verpackung auf Hinweise zu Nachhaltigkeit und Inhaltsstoffen, um eine bewusste Entscheidung zu treffen.
4. Markencharakter prüfen
Jede Marke spricht eine bestimmte Kundschaft an. Schauen Sie sich an, wie die Marke auftritt, welche Verpackung sie verwendet und welche Produkte sie in den Mittelpunkt stellt. Passt dieser Auftritt zu Ihnen, fällt auch die tägliche Anwendung leichter. Eine Marke, deren Image zu den eigenen Vorstellungen passt, macht das Schminken zu einem angenehmeren Ritual.
5. Ausprobieren und vergleichen
Am Ende hilft nur das Ausprobieren. Viele Drogerien und Kaufhäuser bieten Testmöglichkeiten oder Rückgaberechte an. Nutzen Sie die Gelegenheit, verschiedene Marken und Texturen zu vergleichen, bevor Sie sich festlegen. Achten Sie dabei nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf das Tragegefühl, den Deckungsgrad und die Haltbarkeit über den Tag.
Typische Fehler beim Kauf von Make-up
Bei der großen Auswahl passieren immer wieder dieselben Fehler. Wer sie kennt, kann sie vermeiden und findet schneller das passende Produkt.
Fehler 1: Nur auf den Preis schauen
Wer immer zum teuersten Produkt greift, gibt unnötig Geld aus. Wer immer zum günstigsten greift, übersieht möglicherweise Produkte, die besser zur eigenen Haut passen. Der Preis ist ein Kriterium, aber nicht das einzige. Die Stiftung Warentest hat 2020 gezeigt, dass die meisten getesteten Make-up-Produkte Rötungen und Verfärbungen gut abdecken, unabhängig von der Preisklasse.
Fehler 2: Inhaltsstoffe ignorieren
Bei empfindlicher Haut oder bekannten Allergien ist der Blick auf die Inhaltsstoffe unverzichtbar. Künstliche Duftstoffe, Parabene und Mineralöl sind nicht für jede Haut problematisch, können aber bei empfindlichen Personen Reizungen auslösen. Naturkosmetik verzichtet auf diese Zusätze und ist daher für viele Allergiegefährdete die bessere Wahl. Wer seine Haut kennt, kann gezielt entscheiden, welche Inhaltsstoffe infrage kommen.
Fehler 3: Die eigene Haut nicht berücksichtigen
Anti-Age-Make-up, Herren-Make-up und Make-up bei Akne sind keine Marketing-Erfindungen, sondern Antworten auf unterschiedliche Bedürfnisse. Wer diese Unterschiede ignoriert, wählt oft ein Produkt, das die eigene Haut nicht optimal unterstützt. Ein Produkt für junge Haut kann bei reifer Haut anders wirken, und ein stark deckendes Produkt kann bei unreiner Haut die Poren belasten.
Fehler 4: Marke mit Qualität gleichsetzen
Eine bekannte Marke ist nicht automatisch besser als eine unbekannte. Auch ein günstiges Produkt kann seine Aufgabe zuverlässig erfüllen. Umgekehrt kann ein teures Produkt enttäuschen, wenn es nicht zum eigenen Hautton oder Hauttyp passt. Entscheidend ist die Passung, nicht der Name auf der Verpackung.
Fehler 5: Naturkosmetik pauschal für besser halten
Naturkosmetik ist für viele Menschen eine gute Wahl, aber nicht für alle. Auch natürliche Inhaltsstoffe können Unverträglichkeiten auslösen. Entscheidend ist, wie das Produkt auf der eigenen Haut wirkt, nicht allein das Etikett. Wer umsteigen möchte, sollte das neue Produkt testen und die Hautreaktion beobachten, statt blind auf die Kennzeichnung zu vertrauen.
Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Make-up-Marken unterscheiden sich vor allem nach Preisklasse, Herstellungsart, Inhaltsstoffen, Spezialisierung und Markencharakter.
- Zur gehobenen Preisklasse zählen Marken wie Lancôme, Dior, M.A.C., Yves Saint Laurent, L’Oréal Paris und Artdeco. Sie werden oft über Fachhändler und Kosmetiker vertrieben.
- Günstige Marken wie P2 und Essence richten sich gezielt an ein jüngeres Publikum. Viele Drogerieketten bieten zusätzlich eigene Make-up-Serien an.
- Spezialisierte Linien gibt es unter anderem für Anti-Age-Make-up, Herren-Make-up und Make-up bei Akne.
- Bio-Make-up verzichtet auf synthetische Zusätze wie künstliche Duftstoffe, Parabene und Mineralöl und setzt stattdessen auf Pflanzenöle, natürliche Pigmente und Pflanzenextrakte. Bekannte Marken sind Sante und Alterra.
- Naturkosmetik ist in der Regel hautverträglicher und wird meist ohne Tierversuche hergestellt. Auch konventionelle Hersteller bieten inzwischen Naturkosmetiklinien an.
- Die Verpackung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor: Sie verbindet Ästhetik, Innovation und Nachhaltigkeit.
- Der Preis sagt wenig über die Qualität aus. Die Stiftung Warentest bestätigte 2020, dass die meisten getesteten Produkte Rötungen und Verfärbungen gut abdecken.
- Die richtige Marke finden Sie, indem Sie Budget, Hautbedürfnisse, persönliche Werte und Markencharakter zusammenbringen und verschiedene Produkte ausprobieren.
- Ein Marken-Make-up ist nicht zwingend nötig, um ein tolles Make-up zu zaubern. Entscheidend ist, dass das Produkt zu Ihnen passt.



