Shampoo Roggenmehl

Haare waschen mit Roggenmehl

Als Haar-Shampoo Roggenmehl zu verwenden ist insbesondere unter No-Waste-Anhängern, Naturkosmetik-Fans und Veganern ein Thema. Roggenmehl soll eine antibakterielle und reinigende Wirkung haben, Schmutzpartikel anziehen und mit seinen vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren für die Haare sehr vorteilhaft sein. Darüberhinaus ist es günstig, vegan und völlig natürlich.

Die Anwendung

Haarpflege

Ob normales Roggenmehl oder die Vollkornvariante verwendet wird, ist jedem selbst überlassen. Feiner gemahlenes Mehl lässt sich leichter anrühren, während das Vollkornmehl besonders reichhaltig pflegen soll. Jedoch sollten keine anderen Mehlsorten verwendet werden, da nur Roggenmehl so wenig Gluten enthält, dass die Haare nicht verkleben. Je nach Haarlänge werden etwa 3 - 5 Esslöffel Mehl mit so viel lauwarmem Wasser verrührt, dass ein Brei mit shampooartiger Konsistenz entsteht. Dieser wird wie herkömmliches Haarshampoo auf dem nassen Haar verteilt und gut einmassiert. Anschließend wird der Mehlbrei mit viel Wasser gründlich ausgewaschen. Optional können die Haare noch mit einer sogenannten "Rinse", einer Art natürlichen Spülung (beispielsweise aus Apfelessig) gespült werden, die die Schuppenschicht der Haare nach der natürlichen Wäsche wieder schließen soll. Nun kann die Haarpracht wie gewohnt luftgetrocknet, geföhnt oder mit einem Lockenstab bearbeitet werden.

Shampoo aus Roggenmehl
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Ob normales Roggenmehl oder die Vollkornvariante verwendet wird, ist jedem selbst überlassen.

Pro und Contra

Für das Roggenmehl-Shampoo spricht, dass es keinerlei negative Auswirkungen auf die Umwelt hat. Diese wird hierbei weder durch die sonst in Haarpflegeprodukten verwendeten Inhaltsstoffe noch durch Plastikverpackungen belastet. Ebenso werden Haare und Kopfhaut nicht mit schädigenden oder austrocknenden Stoffen wie Silikonen oder Tensiden strapaziert. Darüberhinaus soll das Haare waschen mit Roggenmehl besonders voluminöse und glänzende Haare zur Folge haben. Die Kopfhaut soll sich nach einiger Zeit der Anwendung wieder besser selbst regulieren können, so dass nicht mehr so häufig eine Haarwäsche durchgeführt werden muss.

Als nachteilig kann der relativ hohe Aufwand mit dem Anrühren der Mehlmischung und dem langen Ausspülen betrachtet werden, der insbesondere auf Reisen ins Gewicht fällt. Auch findet es nicht jeder gut, wenn Lebensmittel im wahrsten Sinne des Wortes den Abfluss hinuntergespült werden. Da das pH-neutrale Roggenmehl die Haare nur säubert und nicht entfettet (was empfindlicher Kopfhaut wiederum entgegenkommt) dürften viele Anwender das erfrischende Gefühl einer herkömmlichen Haarwäsche vermissen. Manch einer hat mit Rückständen aus Mehl und Kalk zu kämpfen sowie - je nach Haarstruktur - mit trockenen Haaren bzw. Haarspitzen.

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