Hautpflege bei Neurodermitis

Neurodermitis-Haut gezielt pflegen

Neurodermitis-Erkrankte leiden oft am äußeren Erscheinungsbild ihrer Haut. Trockene, rissige und möglicherweise sogar offene Hautstellen können jucken, nässen und schmerzen. Vor allem Betroffene, die im Gesicht mit Neurodermitis-Erscheinungen kämpfen, trauen sich oft nicht, die eigenen vier Wände zu verlassen und in die Öffentlichkeit zu gehen. Für Erkrankte ist es von besonders großer Wichtigkeit, die Leiden zu mildern und das natürliche Erscheinungsbild der Haut wieder herzustellen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Salben und Cremes, die auf die Bedürfnisse von Neurodermitis-Patienten abgestimmt sind.

Allerdings werden die Kosten meist nicht von der Krankenkasse übernommen, da die Produkte nicht als Medikamente anerkannt sind. Für den Betroffenen kann es somit schnell sehr teuer werden, weshalb Alternativen gesucht werden.

Grundlagenpflege bei Neurodermitis

Hautpflege

Für die optimale Hautpflege bei Neurodermitis gibt es einige Grundlage, die unbedingt beachtet werden sollten. Allem voran ist es wichtig, den Auslöser, sofern bekannt, zu meiden. Betroffene sollten stets darauf achten, dass sie nicht zu sehr schwitzen, denn der Schweiz sorgt für eine zusätzliche Reizung der Haut, wodurch es zu neurodermitischen Schüben kommen kann. Außerdem sollte locker sitzende Kleidung bevorzugt werden, idealerweise aus Baumwolle oder Seide. Wolle hingegen und eng sitzende Kleidung sorgen ebenfalls für eine Hautreizung, die für die Neurodermitis Hautpflege nicht förderlich ist. Ein weiterer, wichtiger Punkt bei Neurodermitis ist die Ernährung. Ohne Frage sollten sich Betroffene gesund ernähren. Des Weiteren muss bei der Auswahl von Pflegeprodukten für die Hautpflege bei Neurodermitis darauf geachtet werden, dass diese keine Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Farbstoffe enthalten, die für eine zusätzliche Reizung sorgen können.

Gezielte Hautpflege in beschwerdefreien Zeiten

Die Neurodermitis Hautpflege spielt natürlich nicht nur in akuten Phasen, sondern ebenso in beschwerdefreien Zeiten eine wichtige Rolle. So sollten Betroffene stets fettreiche Pflegeprodukte bevorzugen, denn diese können einen Schutzfilm aufbauen, der vor äußeren Einflüssen schützen kann. Ferner trägt der Schutzfilm dazu bei, dass die Feuchtigkeit in der Haut nicht so schnell verdunstet. Außerdem wird die Haut durch fettige Pflegeprodukte weich und geschmeidig. Fettige Cremes, Öle, Lotions und Salben sind auch in den Wintermonaten gut geeignet. Empfehlenswert sind Salben mit Urea, einem Harnstoff. Urea-Salben helfen der Haut, die Feuchtigkeit zu speichern und den Juckreiz zu lindern. Allerdings sollte bei der gezielten Hautpflege bei Neurodermitis beachtet werden, dass Urea-Salben nicht auf offene Stellen aufgetragen werden.

Richtige Hautpflege während einer akuten Phase

Betroffene wollen ihre Haut aber nicht nur in ruhigen Zeiten, sondern ebenso während einer akuten Phase richtig pflegen. Auch hierfür gibt es einige Grundlagen, die zu beachten sind. Besonders wichtig ist, dass während eines Schubes keine ölhaltigen Cremes verwendet werden. Hier sollten stets wasserhaltige Produkte bevorzugt werden. Das Wasser innerhalb der Pflegeprodukte hat einen kühlenden und trocknenden Effekt. Zudem lindert es den Juckreiz der betroffenen Stellen. Die meisten Salben während eines akuten Schubes enthalten Cortison und werden direkt vom Arzt verschrieben. Daneben empfehlen sich aber auch einige alternative Produkte, wie zum Beispiel Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl oder Stutenmilch. Zwar reagiert jeder Betroffene anders auf die alternativen Methoden, doch kann mittlerweile gesagt werden, dass keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind, weshalb sich der Versuch durchaus lohnt.

Was sonst noch wichtig ist bei Neurodermitis

Neben den Möglichkeiten der gezielten Hautpflege bei Neurodermitis gibt auch einige allgemeine Dinge während der Pflege zu beachten. So sollten Betroffene maximal 1 bis 2 Mal pro Woche baden und während des Badens rückfettende Produkte bevorzugen. Das Badewasser sollte nicht zu heiß sein und die Dauer des Bades nicht zu lange. Grundsätzlich ist Duschen die bessere Alternative für eine optimale Hautpflege bei Neurodermitis. Empfehlenswert sind hingegen kühle Bäder in Salzwasser. Dahingegen gilt es, Schwimmbäder, aufgrund der Chlorzusätze und der möglichen Viren, zu vermeiden. Nach dem Waschen sollte die Haut keinesfalls trocken gerubbelt, sondern lediglich trocken getupft werden. Außerdem ist eine ausreichende Wasserzufuhr von Innen von großer Notwendigkeit.

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